Präsident des FC Bayern München adelt Nabburger – und plaudert auch über Olise und Karl

Von Martin Kellermeier · 7. Juni 2026 um 17:52

Der FC Bayern Fanclub Nabburg/Oberpfalz ist mit mehr als 6700 Mitgliedern der weltweit größte seiner Art. Am Sonntag konnte der Verein um seinen Macher und Präsidenten Bernd Hofmann (77) das 35-jährige Bestehen feiern. Kein Geringerer als Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München, konnte als Stargast und Ehrenschirmherr gewonnen werden. Und der Clubchef plauderte am Rande auch über seine Spieler, darunter Michael Olise und Lennart Karl. Hainer machte auch eine unmissverständliche Ansage in Richtung Real Madrid.

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Alles war angerichtet für eine perfekte Feier: Präsident Bernd Hofmann und seine Vorstandschaft hatten wieder einmal keine Kosten und Mühen gescheut, um den Mitgliedern des Fanclubs und dessen Gästen ein unvergessliches Jubiläum zu bescheren. Mit Schloss Guteneck war das perfekte Ambiente gefunden. Während im Gutsstadl die Geselligkeit im Mittelpunkt stand, konnten draußen die Kinder in der Hüpfburg toben oder beim Fußballdarts ihr Können mit dem runden Leder unter Beweis stellen.

Ein Autogramm nach dem nächsten schrieb FC Bayern-Präsident Herbert Hainer. - Foto: Martin Kellermeier
Ein Erinnerungsfoto mit Bayern-Präsident Herbert Hainer (3. v. r.) durfte für viele Gäste der Jubiläumsfeier des Fanclubs Nabburg/Oberpfalz nicht fehlen. - Foto: Martin Kellermeier
Sehr zur Freude von Gutenecks Bürgermeisterin Katharina Haas trug sich Herbert Hainer ins Goldene Buch der Gemeinde ein. - Foto: Martin Kellermeier

Mittendrin unter den zahlreichen Gästen: FC Bayern-Präsident Herbert Hainer. Der 71-Jährige war der Stargast des Tages. Kein Wunder, dass sich zeitweise viele Fans um ihn scharten. Jeder wollte ein Autogramm von ihm oder ein Selfie ergattern. Der Ehrenschirmherr genoss sichtlich das Bad in der Menge. Der kleine Toni (2) zum Beispiel konnte gar nicht so schnell schauen, da war er schon am Arm des Präsidenten. Jessica Unglaub aus Kümmersbruck, die Mutter des Zweijährigen, hielt derweil den erst sieben Monate alten Fabio. Für Toni und seinen kleinen Bruder gab es auch ein Autogramm – selbstverständlich aufs Trikot.

Präsident Hainer: FC Bayern wird „keine Verrücktheiten“ am Transfermarkt machen

Am Rande der Jubiläumsfeier beantwortete Hainer auch einige Fragen. Zu Namen möglicher Neuzugänge für die kommende Spielzeit wollte er sich dabei aber nicht groß in die Karten schauen lassen. Er sagte mit Blick auf mögliche Transfers nur, dass man „keine Verrücktheiten“ machen werde. Entspannt äußerte er sich zu Michael Olise, an dem Real Madrid laut Medienberichten offenbar starkes Interesse hat. Der französische Offensivstar sei „selbstverständlich unverkäuflich“ – auch bei 150 Millionen Euro Ablöse und mehr, so der Bayern-Präsident.

In Kontakt steht Herbert Hainer derzeit auch mit Lennart Karl. Der Shootingstar und Nationalspieler musste das Camp der Deutschen Nationalmannschaft in den USA noch vor Beginn der Weltmeisterschaft verletzungsbedingt verlassen. Er habe dem 18-jährigen Toptalent schon kurz nach der Verletzung per WhatsApp geschrieben, so der Präsident. „Es ist unheimlich schade und tut mir auch furchtbar leid für ihn“, erklärte der 71-Jährige.

Wenn die neue Saison losgeht, ist er wieder dabei.Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München über den derzeit verletzten Lennart Karl

Karl habe trotz WM-Aus eine große Zukunft vor sich. „Es wird weitergehen“, sagte Hainer. Beim FC Bayern werde man alles dafür tun, „um Lenny zu helfen, dass er schnell wieder zurückkommt“. Die Ärzte des Rekordmeisters würden mit einer Ausfallzeit von sechs bis acht Wochen rechnen. „Wenn die neue Saison losgeht, ist er wieder dabei“, blickte der Clubchef nach vorne.

Bernd Hofmann als „Teil der FC Bayern-Familie“ bezeichnet

Hainer zeigte sich im MZ-Gespräch mehr als angetan vom Engagement des Nabburger Fanclubs und zollte dessen Präsidenten Bernd Hofmann den allergrößten Respekt. Der 77-Jährige sei „ein unheimlich sympathischer, freundlicher und engagierter Mann“. Wer den Nabburger als Edelfan der Bayern bezeichne, stapele noch zu tief. „Er ist ein Teil der FC Bayern-Familie“, stellte Hainer fest. Er habe daher keine Minute gezögert und nach Eingang der Einladung zum Jubiläum gleich zugesagt. „Die Fans sind der Schmierstoff des FC Bayern“, sagte der Vereinsfunktionär. Seine Bayern bräuchten ihre Anhänger, um Erfolge auf dem Rasen feiern zu können.

Nabburgs Bürgermeister Frank Zeitler (2. v. l.) und FC Bayern-Präsident Herbert Hainer (2. v. r.) wurden von Fanclub-Präsident Bernd Hofmann (r.) und dessen Vize Sebastian Nerger zu Ehrenmitgliedern ernannt. - Foto: Martin Kellermeier

Der Nabburger Fanclub nutzte sein Gründungsfest auch, um neue Ehrenmitglieder zu ernennen. Nicht nur dem Nabburger Bürgermeister und Schirmherrn Frank Zeitler (CSU) wurde diese besondere Auszeichnung zuteil. Auch Ehrenschirmherr Herbert Hainer wurde zum Ehrenmitglied bestimmt und eine entsprechende Urkunde überreicht. Zeitler hatte zuvor mit Blick auf das Jubiläum von „einem ganz besonderen Tag“ gesprochen. Im Gegensatz zum FC Bayern sei es beim Nabburger Fanclub „immer steil nach oben“ gegangen.

Fanclub war früher noch im TV Nabburg integriert

Der FC Bayern Fanclub Nabburg/Oberpfalz wurde vor 35 Jahren gegründet. Glühende Bayernfans gibt es im nördlichen Landkreis Schwandorf aber schon länger. „Eigentlich schon fast 45 Jahre“, erklärte Präsident Bernd Hofmann. Früher sei man noch im TV Nabburg integriert gewesen. Aufgrund des Wachstums habe man aber damals mit 75 Mitgliedern den offiziellen Fanclub gegründet.

Aktuell zähle der Verein mehr als 6700 Mitglieder. „Wichtig ist aber nicht, wie groß und stark wir sind. Wichtig ist, dass alles gut funktioniert und dass man eine gute Vorstandschaft, passende Mitglieder und gute Fanclubs zur Seite hat. Mit denen kann man dann bestens zusammenarbeiten und dann auch solche Feste feiern“, sagte Hofmann.