Kommentar zum Hitzemanagement der Stadt Regensburg: Das ist zu wenig

Die Stadt will ausprobieren, ob Nebelsprüher ein geeigneter Weg wären, um Regensburg im Sommer abzukühlen. Das aber kann allenfalls als ein Tropfen auf den heißen Stein bezeichnet werden.
Denn Regensburg macht bereits seit Jahren Schlagzeilen, weil es hier zu heiß ist. Es gibt keine Zeit dafür, Dinge auszuprobieren. Die Stadt muss jetzt kühler werden – und das spürbar. Zudem betrifft die Hitze nicht nur den Neupfarrplatz. Ob im Dörnbergviertel, auf dem Grieser Spitz oder der Jahninsel: Bereits im Mai glichen viele Grünflächen verdorrten Wüstenlandschaften. Regensburgs Hitzeproblem braucht also flächendeckende Lösungen. Stattdessen sollen sich die Regensburger nun Tipps geben, wo es kühl ist. Angesichts der vergangenen Woche, als Regensburg die heißeste Stadt Deutschlands war, wirkt dieser Aufruf wie ein Akt der Verzweiflung.
Denn was wird eine Person tun, die einen Ort kennt, der auch jenseits der 30-Grad-Marke angenehm kühl ist? Wird sie die Stelle selbst nutzen oder wird sie diese der Netzgemeinde verraten und sie so womöglich in einen neuen Hotspot, einem auf Instagram, verwandeln?