Sie lag über Nacht hilflos im Gebüsch: Rettungshunde retten Frau bei Maxhütte-Haidhof das Leben

Von Martin Kellermeier · 30. Mai 2026 um 20:49

Seit Freitagabend fehlte von einer Bewohnerin eines Seniorenheims im Städtedreieck (Landkreis Schwandorf) jede Spur. Während ein Polizeihubschrauber am Freitagabend noch vergeblich nach der Frau suchte, hatte die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Münchshofen am Samstag Erfolg. Die Vierbeiner und ihre Hundeführer konnten die 80-Jährige lebend im Gebüsch neben der Kreisstraße zwischen Maxhütte und Teublitz finden. Die Seniorin lag dort offenbar eine Nacht lang.

Video ansehen

Laut Angaben einer Beamtin der Polizeiinspektion Burglengenfeld hatte die betagte Frau am Freitag gegen 17 Uhr das Seniorenheim verlassen. Letztmals gesehen wurde sie um 18 Uhr von Anwohnern. Ab dann verlor sich die Spur.

Weil die Bewohnerin an einer Krankheit leidet, wurde ein Sucheinsatz eingeleitet. In dessen Verlauf setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein, der mittels Wärmebildkamera nach der Frau suchte.

Erst zwei Mantrailerhunde, dann zwei Flächensuchhunde

Doch der Einsatz am Freitagabend endete ohne Ergebnis. Am Samstagvormittag bekam die Polizei dann Unterstützung von der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Münchshofen. Zunächst nahmen zwei Mantrailerhunde die Fährte auf, dann kamen zwei Flächensuchhunde zum Einsatz. Letztlich konnte der zehn Jahre alte Airedale Terrier Yoshi zusammen mit seiner Hundeführerin Clara Walter die Seniorin entdecken. Die Frau lag hilflos im Gebüsch und hatte nach Einschätzung der Einsatzkräfte dort auch die Nacht verbracht. Glücklicherweise war sie ansprechbar.

Airedale Terrier Yoshi und Hundeführerin Clara Walter sind ein eingespieltes Team. - Foto: KBM Stefan Schmid, Kreisbrandinspektion Schwandorf

Nach der Erstversorgung durch einen Notfallsanitäter der FF Münchshofen und den Rettungsdienst wurde die 80-Jährige zur Weiterbehandlung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Sie erlitt wohl leichte Verletzungen, so die Einschätzung der Polizei.

Maxhüttes Bürgermeister spricht von „Lebensrettern“

Maxhüttes Bürgermeister Rudolf Seidl (UWM) war bereits am Freitagabend durch den kreisenden Polizeihubschrauber auf den Sucheinsatz aufmerksam geworden. Er zeigte sich begeistert vom Erfolg der Retter. „Die Ehrenamtlichen der Rettungshundestaffel leisten Großartiges. Man kann ihnen nur danken und Respekt zollen“, sagte der Rathauschef. Die Mitglieder der Rettungshundestaffel seien am Samstag zu Lebensrettern geworden.

Auch der Teublitzer Bürgermeister Thomas Beer (CSU) wurde vom Münchshofener Kommandanten Sven Sander regelmäßig per Telefon über den Einsatzfortschritt informiert.

Wurden für ihren Einsatz von Maxhüttes Bürgermeister Rudolf Seidl gelobt: die Aktiven der Rettungshundestaffel Münchshofen mit ihren Hunden. - Foto: KBM Stefan Schmid, Kreisbrandinspektion Schwandorf

Die Facheinheit der Feuerwehr Münchshofen besteht seit Juli 2022. Derzeit stehen aktuell 16 Hundeführer mit insgesamt 23 Hunden und sieben Helfern parat, wie Kreisbrandmeister Stefan Schmid auf Anfrage der MZ berichtete.