Weil es billiger ist: Flickenteppich statt neuer Fahrbahn beim Globus in Schwandorf

Was ist denn da passiert? Manch Autofahrer dürfte zuletzt nicht schlecht gestaunt haben, als er mit seinem Wagen über die Straße Am Brunnfeld im Schwandorfer Osten fuhr. Die Hauptachse ins dortige Gewerbegebiet ist plötzlich ein Flickenteppich, aus der Luft ist das Ausmaß der Ausbesserungsarbeiten noch besser zu sehen. Die Stadt verteidigt die Maßnahme – auch mit Blick auf die Kosten.
Wer zum Globus will, kommt an dieser Straße nicht vorbei. Sie dürfte daher zu einer der meistbefahrenen Straßen im Stadtgebiet zählen. Das ging an der Fahrbahn Am Brunnfeld offenbar nicht spurlos vorbei. Laut dem städtischen Pressesprecher Andreas Hofmeister bestand Handlungsbedarf. „Die Arbeiten waren erforderlich, um vorhandene Risse zu schließen, das Eindringen von Wasser zu verhindern und dadurch mögliche Folgeschäden an der Fahrbahn zu vermeiden.“ Man habe daher eine Fachfirma beauftragt, die Risse zu flicken und so die Lebensdauer der Straße zu verlängern. Die entsprechenden Arbeiten seien in den vergangenen Tagen durchgeführt worden.
Unübersehbare Narben von der Ampelkreuzung bis zum Kreisverkehr
Das Ergebnis: Unübersehbare Narben von der Ampelkreuzung bis zum Kreisverkehr. Es wirkt fast so, als wäre der Fahrbahn ein neues Muster verpasst worden. „Die ausgeführten Asphaltarbeiten stellen aus Sicht der Stadt Schwandorf im Vergleich zu einem vollständigen Austausch der Fahrbahndecke eine schnelle, effektive und kostengünstigere Lösung dar“, erklärte Pressesprecher Hofmeister auf Anfrage der MZ.
Ein Austausch der Fahrbahndecke sei derzeit nicht geplant. Aus Sicht der Stadt Schwandorf werde die Qualität der Fahrbahn durch die vorgenommenen Arbeiten auch nicht beeinträchtigt.
OB-Stellvertreter Kuhn: „Rasches und vorausschauendes Handeln“ war erforderlich
OB-Stellvertreter Matthias Kuhn (SPD) verteidigt die Maßnahme ebenfalls: „Gerade an einem stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt wie diesem war rasches und vorausschauendes Handeln erforderlich.“ Die erfolgten Flickarbeiten seien „aus heutiger Sicht eine schnelle und zweckmäßige Lösung“. Sie würden die Verkehrsinfrastruktur sichern und größere Beeinträchtigungen möglichst vermeiden.
„Selbstverständlich werden die Situation vor Ort sowie die Entwicklung der Fahrbahn weiterhin durch die zuständigen Stellen und Fachfirmen aufmerksam beobachtet“, versprach der Kommunalpolitiker. Sollte sich weiterer Handlungsbedarf ergeben oder eine andere Vorgehensweise erforderlich werden, würde entsprechend reagiert.