Griechisches Restaurant in Bodenwöhr: Neunburger Familie übernimmt Taverna am Hammersee

Von Selina Schaefer · 28. Mai 2026 um 11:00

Die Taverna am malerischen Ufer des Hammersees startet bei sommerlichen Temperaturen in eine neue Saison, und das unter neuer Leitung: Die Neunburger Familie Kiosani übernimmt das bekannte griechische Restaurant in Bodenwöhr (Landkreis Schwandorf).

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Erfahrungen haben die Kiosanis bereits mit dem Restaurant Asteria in der Pfalzgrafenstadt. Vier der Geschwister werden ab 1. Juni die Gäste auf der Terrasse und in dem lachsfarbenen Häuschen in der Straße „Im Seewinkl“ bewirten und versprechen mehr als nur Souvlaki.

Anfang Mai hatten die Betreiber der bekannten Taverna in dem Haus am See nach sieben Jahren überraschend auf Facebook ihre Schließung verkündet. Saisonbedingt war die Wirtschaft allerdings schon seit September geschlossen gewesen. Ab Juni übernehmen nun vier von sechs Geschwistern der Familie Kiosani das griechische Restaurant: Christos (28), Daniel (30), Odisseas (26) und Athina Kiosani (32). Die Familie stammt aus Westgriechenland, genauer Mesolongi am Golf von Patras, und betreibt seit 2019 das griechische Restaurant Asteria in Neunburg.

„Es ist schon ein bisschen riskant“, sagt Christos Kiosani angesichts der wirtschaftlichen Lage und der Situation der Gastronomie. Gas, Strom und Kellner seien teuer, gleichzeitig gingen die Menschen weniger zum Essen. Dennoch entschieden sie sich für das Restaurant: Der Ausblick von der Terrasse mit ihren 120 bis 150 Sitzplätzen auf den Hammersee und die Tatsache, dass viele Touristen kommen würden, waren Pluspunkte. Und: „Ich kenne die Region.“ Er und sein Bruder Daniel seien nun auch für die Taverna nach Bodenwöhr gezogen.

Terrasse und Touristen überzeugten die neuen Betreiber

Seit rund einem Jahr hätten ihre Brüder schon nach einem Lokal gesucht, um sich selbstständig und vom Restaurant Asteria unabhängig zu machen, erzählt Athina Kiosani. Da sie eine Freundin habe, die in der Taverna in Bodenwöhr arbeitete, wusste sie, dass die Restaurantgbetreiber aufhören wollten und ein neuer Pächter gesucht werde. Die Geschwister entschlossen sich, das Lokal zu übernehmen. Athina Kiosani will dabei als hauptberufliche Wirtschaftsprüfungsassistentin im Hintergrund ihren Brüdern bei der Verwaltung unter die Arme greifen, während diese sich um das Kulinarische Kümmern.

Die Taverna am Hammersee in Bodenwöhr hat neue Betreiber. - Foto: Selina Schaefer

Alle drei Brüder bringen bereits Gastroerfahrung mit: Christos Kiosani etwa hat einige Zeit in Griechenland und in Aachen in Restaurants in der Küche gearbeitet, wie er erzählt. Der jüngere Bruder Odisseas sei zudem gelernter Koch.

Brüder wollen auch Schnitzel und Rindersteak anbieten

Traditionelle, aber auch aktuelle griechische Küche jenseits vom typischen Gyros und Souvlaki wollen sie den Bodenwöhrern servieren. Geplant seien etwa ein Fitnesssalat griechischer Art oder die Vorspeise Saganaki, panierter Feta mit Honig. Für ein Essen mit Getränk könne man je nach Speise mit ungefähr 20 Euro pro Kopf rechnen, gibt Christos Kiosani als Orientierung. Daneben wollen die Brüder aber auch Schnitzel oder Rindersteak anbieten. „Weil es auch Leute gibt, die kein Gyros wollen“, erklärt der 28-Jährige. Im Gegensatz zum Vorgänger plant die Familie zudem nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter Gäste zu empfangen.

Bis griechischer Wein oder bayerisches Bier der örtlichen Brauerei Jacob ausgeschenkt wird, kann es allerdings noch ein wenig dauern. Die Schanklizenz sei zwar beantragt, liege aber aus Bürokratiegründen kurz vor der Eröffnung am 1. Juni noch nicht vor, erzählt Athina Kiosani. Geöffnet ist Montag bis Donnerstag 16.30 bis 23 Uhr sowie Freitag bis Sonntag 11.30 bis 22.30 Uhr (warme Küche jeweils bis 21.30 Uhr).