An Regensburger Verkehrsknoten: Frühjahrsputz an den Ampeln ruft die Polizei auf den Plan

Von Benedikt Baumgartner · 27. Mai 2026 um 20:00

Polizisten regeln den Verkehr an einer der größten Kreuzungen in Regensburg – weil die Ampeln geputzt werden. Das macht ein Bild wie aus einem Kinderbuch, freut sich unser heutiger Autor der Kolumne „Rengschburg mit allem“, Benedikt Baumgartner.

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Die Linksabbieger-Ampel blinkt gelb, die Lichtsignale für die beiden geradeaus führenden Spuren sind gänzlich erloschen. Verkehrschaos an der vielbefahrenen Kumpfmühler Kreuzung gestern Vormittag? Keineswegs, denn der Mensch hat für die Maschine übernommen. Vier Polizisten regeln in leuchtenden Warnwesten mit Trillerpfeifen-Signalen und Körpersprache den Verkehrsfluss.

Und das macht ein schönes Bild. An der – ebenfalls dunklen – Fußgängerampel wartend wähnt man sich in einem Kinderbuch. Werden darin die Aufgaben der Polizei vorgestellt, darf die Verkehrsregelung nie fehlen – dabei sieht man die Polizisten in der wirklichen Welt doch recht selten auf der Kreuzung stehen.

Geisterradlern wird nebenbei ein Riegel vorgeschoben

Der Grund für den Einsatz an der Kumpfmühler Kreuzung war kein Unfall und kein technischer Defekt, sondern ein Frühlingsputz. Mit langem Stab und Mopp reinigten zwei Männer die Fronten der Lichtsignale. So mancher Passant schaute fragend, ob er denn jetzt losgehen darf.

Nicht nur wie im Kinderbuch, sondern auch schulbuchmäßig agieren die Beamten: Freundliches Lächeln der Polizistin, kurzes Handzeichen – auf gehts. Verkehr floss flüssig und einen weiteren positiven Nebeneffekt hatte die polizeiliche Verkehrsregelung: Ausnahmsweise strampelten Radler nicht als Geisterfahrer über die Kreuzung. Sogar ich bin abgestiegen und hab geschoben.