Viel Neues auf dem Rötzer Heimatfest und ein Festsonntag im Zeichen der Feuerwehr

Einige große Umbrüche hat es bereits im Vorfeld des Rötzer Heimatfests gegeben – die Feierlaune der Besucher werden sie nicht mindern, sind die Verantwortlichen des Heimatfestausschusses sich sicher.
Eine der Änderungen ist bekanntermaßen bedingt durch die Insolvenz der Genossenschaftsbrauerei Rötz und die Übernahme durch den Stamsrieder Getränkehandel von Anton Eberl. Das Festbier wurde vor kurzem bei der Bierprobe verkostet und alle sind sich einig: Der Wechsel tut der Qualität keinen Abbruch. Durch traditionelle Herstellung, feinsten Hopfen und acht Wochen Reifezeit ist wieder ein Festbier höchster Güte entstanden.
Traditioneller Bieranstich durch den Bürgermeister
Kulinarisch gibt es eine weitere große Änderung: Mit der Festküche Josef Vogl aus Bernried geht ein Aushängeschild des Festes verloren.
Wie berichtet, hat das Heimatfest-Urgestein auf eigenen Wunsch entschieden, dass er 2025 das letzte Mal die Festküche übernommen hat. Seit 2007 war er Festwirt in Rötz und hat die Besucher stets zur Zufriedenheit aller verköstigt. Gleichzeitig, betonen die Verantwortlichen des Festausschusses, biete der Wechsel auch neue Chancen: Die Festküche „Zum Woidjäger“ von Reinhold Winterl aus Bernried bei Deggendorf konnte für das Rötzer Heimatfest gewonnen werden. Nun sind alle gespannt, wie die neue Produktpalette angenommen wird.
Vieles, das schon lange auf dem Fest geschätzt wird, bleibt erhalten: Zum Beispiel verköstigt Theo‘s Fischladl in gewohnter Manier die Besucher mit bekannten Fischspezialitäten. Die Koordination der Schausteller übernimmt wieder Angelika Fischer aus Teublitz.
Zur Tradition gehört der erste Bieranstich durch das Stadtoberhaupt, das automatisch im Heimatfestausschuss dabei und gleichzeitig dessen Vorsitzender ist: Der neu gewählte Bürgermeister Gerhard Hofmann war bereits zuvor als FC-Vorsitzender Teil des Komitees.
Die DLRG Rötz wird heuer letztmals Teil davon sein, um sich künftig wieder mehr auf ihre eigentliche Vereinsarbeit konzentrieren zu können.
Schweren Herzens, teilen die Verantwortlichen des Festausschusses mit, habe man sich entschieden, in diesem Jahr das Dartturnier aus dem Programm zu nehmen. Am Heimatfest-Donnerstag, der wie immer auf Fronleichnam fällt, gibt es dafür die Line Dance Party der Bandits Rötz sowie Aufführungen der Rötzer Garde und der Kindertanzgruppe, die sich im letzten Jahr reger Beliebtheit erfreute.
Zudem sind am Donnerstagnachmittag alle Zweiradfahrer besonders auf dem Heimatfest willkommen. Aus diesem Anlass kostet die Maß Radler von 14 bis 16 Uhr nur 6,80 Euro.
Bewährt hat sich, dass am Freitagabend eine Blaskapelle als Vorband fungiert und beim Städte- und Gemeindetreffen somit bereits ab 18.30 Uhr für Stimmung gesorgt ist.
Der Kindernachmittag mit vergünstigten Preisen wurde von Freitag auf Samstag verschoben. An diesem Tag findet auch das Bierkistenstapeln für Jung und Alt statt. Den Höhepunkt des Heimatfests stellt heuer der Festsonntag dar mit der offiziellen Einweihung des Feuerwehrhauses Rötz. Daher mussten in diesem Jahr die obligatorische Wanderung sowie die Mountainbiketour aus dem Programm genommen werden.
Nach der Segnung und dem Frühschoppen mit musikalischer Umrahmung durch die Blaskapelle St. Nikolaus Heinrichskirchen ist ein Tag der offenen Tür im Feuerwehrhaus geboten. Parallel findet im Festzelt am Nachmittag der große Preisschafkopf statt. Der Anspruch des Heimatfestausschusses ist es, dass das Rötzer Heimatfest immer mehr ein Fest für alle Generationen wird. Erfreulich ist deshalb aus Sicht der Verantwortlichen besonders, dass man den im letzten Jahr begonnenen Weg hin zu mehr Blasmusik beibehalten konnte und gleichzeitig bei den Partybands keine Abstriche machen musste.
Bierpreis bleibt noch unter zehn Euro
Die allseits bekannten Preissteigerungen aber gehen auch am Heimatfest nicht vorbei, bedauert das Komitee: Diese Tatsache werde sich in diesen Jahren neben der Speisekarte insbesondere auch am Ausschank und in der Weinbar bemerkbar machen, so die Organisatoren. Zumindest konnte der Bierpreis mit 9,70 Euro noch unter zehn Euro gehalten werden.