Aus der Traum von der Bezirksliga: Mitterdorf scheitert nach großem Kampf im Elfmeterschießen

Das Vorhaben der SpVgg Mitterdorf über die Relegation noch den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen, ist am Dienstagabend auf dem Sportgelände des SV Neuenschwand/Altenschwand vor einer stattlichen Kulisse von 1180 Zuschauern gescheitert. In der ersten Runde der Relegation hatte der SV Ettmannsdorf/Schwandorf II nach Verlängerung und Elfmeterschießen das bessere Ende für sich.
Beide Teams waren in der Anfangsphase auf Sicherheit bedacht, keines wollte mit einem Fehler den Gegner zu Torchancen einladen. So blieben Strafraumszenen vorerst mal Mangelware. Nach einem Freistoß von Ettmannsdorf bot sich für die SpVgg die Kontergelegenheit (12.), doch Tobias Lorenz wurde von zwei Verteidigern geblockt. Im Gegenzug gelangte ein Querpass zu Alexandru Dragut. Sein Schuss wurde eine sichere Beute von SpVgg-Keeper Josef Jurasi.

Die Mitterdorfer spielten im Aufbau zu hastig, leisteten sich zahlreiche Fehlpässe und die langen Bälle kamen nicht an. Nach einem erfolgreichen Dribbling legte Dragut auf Lukas Jobst ab, der Mitterdorfs Schlussmann Jurasi prüfte. Mitterdorfs Spielertrainer Tobias Bräu gab von der Seitenlinie lautstarke Anweisungen, denn der Gegner wurde bei Standards zusehend gefährlicher.
Drei Gegner ließ Christian Kufner bei seinem Antritt stehen, doch nach Pass auf die Außenposition fand der Hereingabe von Stefan Schmid keinen Abnehmer. Anschließend versuchte es Dustin Weikl (42.) mit einem weiten Ball kurz nach der Mittellinie, denn er hatte SV-Keeper weit vor seinem Kasten ausgemacht. Doch der Ball flog vorbei. Kurz vor dem Pausenpfiff verfehlte der Schuss von Lukas Jobst das Mitterdorfer Tor klar.
SV Schwandorf-Ettmannsdorf II macht Druck
Nach dem Seitenwechsel macht der SVSE gleich richtig Druck und Tobias Jobst sorgte mit einer Serie von Freistößen und Eckbällen für Gefahr vor dem SpVgg-Kasten. Jurasi konnte bei einem Freistoß von Jobst die Kugel erst im Nachfassen sichern und die Mannen um Christian Kufner hatten einige heikle Situationen zu überstehen. Für ein zu hartes Einsteigen verhängte Schiedsrichter Michael Bäumel gegen David Weiß die gelbe Karte und schickte ihn für Meckern mit Gelb-Rot vom Platz.
Bilder vom Relegationsspiel






Kurz darauf bot sich nach einem Abwehrfehler der SpVgg für die Ettmannsdorfer die Großchance zur Führung. Die Hochkaräter und somit Tore blieben Mangelware – so sollte die Verlängerung eine Entscheidung bringen. Trotz Unterzahl kämpften sich die Mitterdorfer ins Spiel und ließen Ettmannsdorf kaum noch Entfaltungsmöglichkeiten. Tobias Bräu und Dustin Weikl dribbelten sich bis zur Grundlinie durch, doch es reichte nur zu einem Eckball. Ein weiteres Bräu-Dribbling brachte Lorenz in Position, der in Keeper Fruth seinen Meister fand. Mitterdorf mobilisierte die letzten Kräfte und brachte trotz Unterzahl den SVSE in Bedrängnis. Die mitgereisten Fans der SpVgg witterten eine Chance aufs Weiterkommen.
Gelb-Rot für Milos Ivic – die SpVgg nur noch zu neunt
Nach einem Konter über Bräu fischte SV-Keeper Fruth dem durchstarteten Tobias Lorenz im letzten Moment den Ball vom Fuß. Die Fouls auf beiden Seiten häuften sich und der Unparteiische verteile reihenweise Gelb. Zum Leidwesen der SpVgg traf es Milos Ivic mit Gelb-Rot fünf Minuten vor dem Ende der Verlängerung. Doch die aufopferungsvoll kämpfende Mitterdorfer Elf steckte auch die doppelte Unterzahl weg und war dem Lucky Punch näher als Ettmannsdorf. Nach einem Foul an Lorenz musste der SVler Tobias Götz kurz vor Schluss auch mit Gelb-Rot runter.
Während einer kurzen Pause wurden die Spieler für das Elfmeterschießen benannt. Die SpVgg begann. Stefan Schmid legte sich die Kugel auf den Punkt. SV-Keeper Fruth ahnte die Ecke und parierte. Michael Plank ließ Josef Jurasi keine Chance – 1:0. Mitterdorfs Mannschaftskapitän Tobias Lorenz knallte zum Entsetzen der SpVgg-Fans die Kugel ans Lattenkreuz. Nikolaos Rizos verwandelte zum 2:0. Nun musste Tobias Bräu verwandeln, um nicht alle Felle davon schwimmen zu sehen. Doch auch er scheiterte am SV-Schlussmann.
Dargut machte mit seinem Flachschuss den Deckel drauf und ließ seine Elf in Jubel ausbrechen, die ihren Keeper mit zwei gehaltenen Elfmetern und der Unterstützung vom Aluminium als Matchwinner feierte. Mit diesem engagierten Einsatzwillen der gesamten Mannschaft sei es extrem bitter auszuscheiden, konstatierte Spielertrainer Christian Kufner kurz nach dem Ende.
So geht es in der Relegation weiter
Bezirksliga:
Spiel 4: DJK Arnschwang – TuS Rosenberg am Freitag, 18. 15 Uhr in Tännesberg
Am Donnerstag, 28. Mai, 18.30 Uhr: Sieger Spiel 4 – Sieger SV Inter Bergsteig Amberg/FSV Prüfening
Kreisliga: SV Obertrübenbach – FC Untertraubenbach, Pfingstmontag, 17 Uhr in Roding
Kreisklasse: TSV Klardorf – SC Arrach-Haibühl am Freitag, 19 Uhr in Pemfling