Sanierung der Eichenstraße in Wackersdorf hat begonnen – Kniffliger erster Bauabschnitt

Am wohl neuralgischsten Punkt im Gemeindegebiet Wackersdorf sind derzeit Baumaschinen zu Gange. Denn die Sanierung der Eichenstraße hat begonnen. Am Montag gaben die Verantwortlichen Einblicke ins Millionenprojekt – und es wurde deutlich: Vor allem der erste Bauabschnitt hat es in sich.
Die Baustelle befindet sich am Ortseingang, im Anschluss zum Alberndorfer Kreisel. Seit gut einer Woche ist dieser Bereich gesperrt – mit Einschränkungen für den Verkehr. Schließlich treffen hier die Hauptstraße, die Eichenstraße, die Schwandorfer Straße und die Ausfahrt der B85 aufeinander. „Die ersten Wochen bringen die größten Auswirkungen mit sich“, sagte Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter (CSU). Er informierte sich zusammen mit Bauamtsleiter Uwe Knutzen sowie weiteren Rathausmitarbeitern, Vertretern der Ingenieurgesellschaft EBB aus Zeitlarn und dem Bauunternehmen Strabag über den aktuellen Sachstand.

Der derzeit bebaute Abschnitt sei laut Falter zwar kurz, habe es aber in sich. Denn im Untergrund schlummern eigentlich alle wichtigen Versorgungsleitungen – von Gas über Abwasser bis hin zu Trinkwasser, Strom und Telekommunikation. Da sei filigranes Arbeiten gefragt. „Wir arbeiten im Bestand, das ist immer eine Wundertüte“, sagte Projektleiter Mathias Reichenbach von der Ingenieurgesellschaft EBB. Man rechne derzeit mit einer Sperrung von etwa sechs Wochen im Kreuzungsbereich. Schwankungen seien aber wie bei allen Baustellen möglich.
Auch das Kanalsystem wird erneuert
Im Zuge der Arbeiten wird nicht nur die marode Fahrbahn erneuert, sondern auch das Kanalsystem. Wie Bauamtsleiter Knutzen informierte, wird der bestehende Mischwasserkanal (DN 700) durch einen größeren Kanal (DN 1200) ersetzt und hydraulisch optimiert.
Sind die Baumaßnahmen im Kreuzungsbereich abgeschlossen, wandert die Baustelle stückweise die Eichenstraße hinauf. Auch hier wird der Mischwasserkanal vollständig erneuert. Das betreffe laut Knutzen sowohl den Hauptkanal als auch alle Anschlüsse für Straßen- und Grundstücksentwässerung. Daneben werde auch die Trinkwasserleitung modernisiert, einschließlich aller Hausanschlüsse. Um längere Unterbrechungen in der Wasserversorgung zu vermeiden, werde die neue Leitung zunächst parallel zur bestehenden verlegt. Erst dann erfolgt die Umstellung.
Die neue Eichenstraße wird künftig etwa 5,50 Meter breit und damit etwas schmäler als zuvor. Dafür wird der Gehweg auf der Westseite verbreitert, um die Barrierefreiheit zu verbessern. Der östliche Gehweg bleibt dagegen unverändert, ebenso wie die Breite des Parkstreifens und die Anzahl der Parkflächen.
Größere Grüninseln sollen zusätzlich geschaffen werden. Außerdem werde parallel zum ersten Bauabschnitt das Glasfasernetz in der gesamten Eichenstraße ausgebaut.
Auch die Rauberweiherhauserstraße wird in wenigen Wochen saniert
Die Umsetzung der Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Abschnitt eins reicht von der Schwandorfer Straße bis zur Einmündung Lindenstraße und soll heuer fertig werden. 2027 wird von der Lindenstraße bis zur Adresse Eichenstraße 38 erneuert.
Wie Bürgermeister Falter schilderte, haben Straßensanierungen in Wackersdorf Tradition. Eine Straße jährlich werde im Gemeindegebiet auf Vordermann gebracht. Heuer seien es sogar zwei, denn in wenigen Wochen beginne auch die Erneuerung der Rauberweiherhauser Straße. „Wir gehören glücklicherweise noch zu den Kommunen, die ins Straßennetz investieren können“, so Falter dazu.
Wir gehören glücklicherweise noch zu den Kommunen, die ins Straßennetz investieren können.Thomas Falter, Bürgermeister der Gemeinde Wackersdorf
Denn das sei angesichts finanzieller Engpässe und explodierender Baukosten in vielen Gemeinden derzeit nicht mehr möglich. Auch für Wackersdorf sei die Sanierung der Eichenstraße, deren Kosten sich auf etwa 3,8 Millionen Euro belaufen werden, eine Hausnummer.