Paukenschlag in Hemau: CSU will keinen stellvertretenden Bürgermeister mehr stellen

Die Hemauer CSU wird im neuen Stadtrat keinen stellvertretenden Bürgermeister vorschlagen. Das teilt die Fraktion kurz vor der konstituierenden Sitzung mit, die an diesem Dienstag stattfindet. Dort ist die Wahl des zweiten und dritten Bürgermeisters geplant. Damit schlagen die Christsozialen ein Angebot der neuen Bürgermeisterin Petra Lutz (SPD) aus.
Lutz wollte eigentlich sowohl der CSU als auch den Freien Wählern je einen der beiden Posten überlassen. Zuvor stellte die CSU aufgrund ihrer absoluten Mehrheit alle drei Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl verlor die Partei sowohl das Bürgermeisteramt als auch die Mehrheit. Mit neun Sitzen ist die Partei aber weiterhin stärkste Kraft.
In ihrer Mitteilung begründet die CSU diesen Schritt mit der Stimmung in der Partei. Die Entscheidung sei nach intensiven Diskussionen in der Ortshauptversammlung gefallen. „Aus der Basis war deutlich der Wunsch zu hören, die Rolle der CSU im Stadtrat neu zu definieren und den Wählerauftrag ernst zu nehmen“, sagt der neue Vorsitzende Klaus Schmidmeister. Die Fraktion habe diese Stimmung aufgenommen und beschlossen, keine Kandidaten zu nominieren.
Trotzdem betont die CSU, dass der Verzicht keine Absage an eine aktive Mitarbeit sei. Man werde sachorientiert, engagiert und mit voller Kraft für die Interessen Hemaus arbeiten, wie in den letzten Jahrzehnten. „Wir respektieren das Ergebnis und die neuen Verhältnisse, leiten aber keinen Anspruch auf Führungsaufgaben ab“, sagt Fraktionssprecher Markus Huber.