Dieses Stück Straße in Regensburg ist zu marode für eine schnelle Sanierung

Von Juliana Ried · 10. Mai 2026 um 12:13

Einige Anlieger der Augsburger Straße im Süden Regensburgs leiden gerade unter deren Sanierung, weil der Ausweichverkehr ihre Wohnstraßen belastet. Christopher Curran (60) dagegen setzt sich dafür ein, dass in der Augsburger Straße noch mehr saniert wird – und das seit zehn Jahren.

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Der Ziegetsdorfer nutzt den Abschnitt der Augsburger Straße auf seinem täglichen Arbeitsweg nach Pfaffenhofen, wo er als Manager im Vertrieb einer Elektronikfirma tätig ist. „Es holpert halt“, sagt er, aber auch für Fußgänger und Radfahrer sei das Teilstück mangelhaft. „Der Bürgersteig ist einfach zu schmal“, ein Radstreifen fehlt. Currans Mail-Wechsel mit dem städtischen Tiefbauamt zum Thema reicht zurück bis ins Jahr 2016.

Damals erkundigte er sich, ob im Zusammenhang mit dem Neubau der Brücke über die A3 am südlichen Stadtrand auch das angrenzende Teilstück der Augsburger Straße erneuert werde. Konkret geht es um einen 460 Meter langen Abschnitt. Damals erhielt er vom Tiefbauamt die Auskunft, der Brückenneubau stehe nicht „in unmittelbarem Zusammenhang“ mit der von Curran gewünschten Straßensanierung. Allerdings gelte: „Der Fahrbahnbelag der Augsburger Straße zwischen Am Zieget und der Ziegetsdorfer Straße ist jedoch bereits mangelhaft, so dass in den nächsten fünf Jahren eine Erneuerung des Oberbaus beabsichtigt ist.“ Daraus wurde nichts.

Tiefbauamt: Stadtrat ist für die Entscheidung zuständig

Nach weiteren Mails bekam Curran im Jahr 2021 die Auskunft: „Eine Fahrbahnerneuerung zwischen der Ziegetsdorfer Straße und Am Zieget ist derzeit zwar in 2023 angedacht, doch können aufgrund der allgemein angespannten kommunalen Haushaltslage aktuell weder der Umfang noch der Zeitpunkt als gesichert gelten.“ Curran kann das nicht verstehen – ist ihm doch eine Sanierung bis 2021 in Aussicht gestellt worden. Das Tiefbauamt verweist darauf, dass für solche Entscheidungen der Stadtrat zuständig sei. Dieser verabschiedete zuletzt Investitionsprogramme, in denen lediglich „Planungsmittel“ für diesen Abschnitt enthalten waren; zuletzt für die Jahre bis 2028. Das Tiefbauamt bestätigte Curran: „Eine Umsetzung im Zeitraum des Investitionsprogramms ist nicht enthalten und kann auch darüber hinaus nicht benannt werden.“

Auf MZ-Nachfrage sagte Stadtsprecherin Verena Bengler zu dem Fall: Die Sanierungsbedürftigkeit des Straßenabschnitts sei „unstrittig“. Anders als bei den Nachbar-Abschnitten sei allerdings hier eine Fahrbahnsanierung „nicht ausreichend“. Der nötige Umbau des Querschnitts sei aufwendiger und bedürfe eines größeren planerischen Vorlaufs. „Daher sind zwar im gültigen Investitionsprogramm der Stadt Planungsmittel enthalten, gleichzeitig steht die Maßnahme in Konkurrenz mit anderen Projekten, die zwar vom Stadtrat beschlossen wurden, jedoch aufgrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten noch nicht angegangen werden konnten.“