Rektor rief die Polizei: Gruppe Jugendlicher schüchterte Schüler in Wackersdorf ein

Von Philipp Breu · 6. Mai 2026 um 16:39

Aufregung herrschte am frühen Mittwochnachmittag im Bereich der Grund- und Mittelschule Wackersdorf im Landkreis Schwandorf. Eine Gruppe Jugendlicher soll offenbar Schüler eingeschüchtert haben. Rektor Dominik Bauer griff durch und rief die Polizei.

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Eine besorgte Mutter habe ihn zuvor kontaktiert, wie der Wackersdorfer Schulleiter auf Nachfrage der Mittelbayerischen berichtete. Am Mittwoch, kurz nach Schulschluss, sei es zu dem Vorfall gekommen. Mehrere Jugendliche, die nicht die örtliche Schule besuchen, seien auf Schüler zugegangen und hätten diese bedroht. „Wir nehmen derartige Meldungen sehr ernst“, sagte Bauer, der daraufhin selbst nach dem Rechten gesehen habe.

Im Bereich seiner Schule traf er sodann tatsächlich auf eine Gruppe junger Männer, die er selbst nicht kannte. Weil er die Situation nicht einschätzen konnte, griff der Schulleiter zum Handy und rief gegen 13.15 Uhr die Polizei. Während die Streifen anrückten, stellte Bauer die Jugendlichen zur Rede. „Ich bin selbst über Jahre als Lehrer an verschiedenen Mittelschulen in München tätig gewesen und habe versucht, zu deeskalieren“, so Bauer.

Störenfriede waren zwischen 15 und 17 Jahre alt

Die Gruppe sei sich daraufhin keiner Schuld bewusst gewesen. Und als die Streifen eintrafen, kochten die Emotionen offenbar hoch. Denn wie Polizeioberkommissar Stefan Dirnberger auf Nachfrage der MZ berichtete, wurden drei junge Männer in Gewahrsam genommen. Zwei von ihnen hätten sich dagegen gewehrt und seien deshalb gefesselt worden. Bei den Jugendlichen handelt es sich laut Polizei um zwei Syrer und einen Tschechen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Die Männer wurden auf der Polizeiwache ihren Eltern übergeben.

Warum die Jugendlichen vor der Schule auftauchten, darüber lässt sich momentan nur mutmaßen. Die Polizei hat, wie auch Schulleiter Bauer, den Verdacht, dass ein Streit vorangegangen sein könnte. „Die Polizei hat wirklich hervorragend reagiert, vielen Dank an alle Einsatzkräfte“, lobte der Rektor abschließend.