In Bodenwöhr stehen Sanierungsprojekte an – Keine Bundesmittel für Sportplatz

Die letzte Sitzung des Gemeinderats Bodenwöhr in der zu Ende gehenden Wahlperiode war kurz. Die letzten Themen wurden abgearbeitet, ehe es dann im Mai in neuer Zusammensetzung weitergeht.
Der Gemeinderat hatte in seiner nichtöffentlichen Sitzung vom 15. April beschlossen, einen Kredit für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen aufzunehmen. Der Bürgermeister wurde nun ermächtigt, bei der KFW-Bank einen Kredit mit 30-jähriger Laufzeit, einer zehnjährigen Zinsfestschreibung und fünf tilgungsfreien Jahren zu beantragen. Der Zinssatz betrage 3,21 Prozent, so Bürgermeister Georg Hoffmann (CSU).
Schnell Wohnraum schaffen
Ebenso einstimmig wurde der Bauvoranfrage auf Sanierung und Erweiterung eines Zweifamilienhauses in Bodenwöhr, Max-Reger-Platz, das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Nötig waren allerdings einige Befreiungen von den Vorgaben des Bebauungsplans „Blechhammer West, BA III“. Aus Sicht der Verwaltung sei das Vorhaben ein Fall für den sogenannten „Bauturbo“. Das bezeichnet ein, 2025 eingeführtes, beschleunigtes Genehmigungsverfahren mit dem Ziel, schnell Wohnraum zu schaffen.
Der alte Gemeinderat hatte sich auch noch mit der Rechnungsprüfung des Haushalts 2024 zu befassen. Die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Verena Obermüller, erläuterte die Haushaltszahlen und berichtete von der Arbeit des Ausschusses. Der Verwaltungshaushalt 2024 wies demnach Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 14.370.921,02 Euro auf, der Vermögenshaushalt in Höhe von 9.125.671,06 Euro. Trotz einiger abgelehnter Einsichtnahmen in verschiedene Belege durch Alois Feldmeier wurde der Jahresrechnung 2024 einstimmig die Entlastung erteilt.
Beleuchtung der Hammerseehalle soll auf LED umgestellt werden
Als Anregungen gab der Ausschuss folgende Empfehlungen: Die Beleuchtung der Hammerseehalle solle wegen der hohen Stromkosten auf LED umgestellt werden. Die Haushaltsansätze 2027 bei den Fahrtkosten für die Schülerbeförderung zum Kinderhort sollen aufgrund der Änderungen bei der Betreuung überprüft werden. Für den Bahnhof soll eine Kostenkalkulation in den Haushalt 2027 aufgenommen werden.
Positiv vermerkt wurden die Einsparungen bei den Anschaffungskosten. So wurden zum Beispiel gebrauchte, wiederaufbereitete Telefone gekauft. Die Sanierungsarbeiten an der Wasserleitung im Bereich Berg- und Sudetenstraße gehen zu Ende. Dort habe man festgestellt, dass es sinnvoll ist, den Straßenbelag nicht auszubessern, sondern eine neue Tragdeckschicht aufzubringen. Die Zusatzkosten würden sich auf 86 632 Euro belaufen, allerdings stünden Einsparungen von rund 25 000 Euro gegenüber. Die Räte beschlossen einstimmig, so zu verfahren. Das Verfahren könne Vorbild für andere Gemeindestraßen sein.
Gehsteige werden später saniert
Die Sanierung der Gehsteige könne allerdings erst erfolgen, wenn die ölhaltigen Stromkabel der Straßenbeleuchtung durch das Bayernwerk ausgetauscht worden seien.
Nicht erfolgreich war die Gemeinde mit ihrem Antrag auf Bundesmittel aus der Sportförderung für Sanierungsmaßnahmen des Sportplatzes. Im Herbst wolle man den Antrag noch einmal einbringen. Die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats findet am 12. Mai um 19 Uhr statt.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version war zu lesen, dass der Rechnungsprüfungsausschuss angeregt habe, die Beleuchung der Seebühne auf LED umgestellt werden solle. Korrekt ist: Der Rechnungsprüfungsausschuss hat angeregt, die Beleuchtung der Hammerseehalle auf LED-Technik umzustellen. Denn die Leuchtmittel sind stromintensiv und mittlerweile nicht mehr einfach aufzutreiben. Deshalb gab es den Hinweis aus der Rechnungsprüfung. Im Bericht wird von der Seebühne gesprochen. Dort ist das aber kein Thema. Wir entschuldigen uns für den Fehler.