Trendsport soll in Abensberg einziehen

Von Wolfgang Abeltshauser · 5. Mai 2026 um 05:00

Zwei interessante und wichtige Bauvorhaben für Abensberg hat der städtische Bauausschuss jetzt auf den Weg gebracht. In einem Fall gab es keine Debatte, im anderen sah das dagegen ganz anders aus.

Grünes Licht seitens des städtischen Bauausschusses gab es jetzt für das Vorhaben, beim Freizeitzentrum eine Halle für den Padel-Sport zu bauen. Wie berichtet soll auf der Grasfläche zwischen der Franziska-Stanglmeier-Halle und der Münchner Straße eine Halle mit drei Spielfeldern entstehen. Ein weiteres Spielfeld soll unter freiem Himmel Platz finden. Die Halle soll rund 900 Quadratmeter messen. Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash.

Hinter dem Projekt steht wie berichtet eine Initiative von Abensbergern, die sich als Anhänger dieses Sports bezeichnen und das Vorhaben in Kooperation mit der Josef-Stanglmeier-Stiftung umsetzen wollen, die das Grundstück und Infrastruktur zur Verfügung stellt. Mittlerweile ist eine Padel Abensberg GbR gegründet worden, um das Projekt wirtschaftlich umzusetzen. Vorgesehen ist, dass die Spielfelder online gebucht werden können. Die Investoren sind sich sicher, dass dieses Geschäftsmodell funktionieren werde. Denn Padel sei der Sport in Deutschland, der am schnellsten wachse.

Erneute Debatte über Kindergärten brandet in Abensberg auf

Wortmeldungen zu dem Thema gab es in der Sitzung keine. Das sah beim Thema viergruppiger Kindergarten im Baugebiet Gaden ganz anders aus. Letztendlich gab das Gremium seine Zustimmung für den entsprechenden Bauantrag - bei einer Gegenstimme von Claudia Ziegler (SPD).

Davor hatten Bauamtsleiter Peter Schmid und Bürgermeister Dr. Bernhard Resch (Landwähler Offenstetten) berichtet, dass ein ebenerdiges Gebäude vorgesehen ist, bei dem jeweils zwei Gruppen südlich und nördlich eines Mitteltrakts Platz finden sollen, der wiederum unter anderem einen Mehrzweckraum und einen Speisesaal fassen soll. Der Bau soll als Holzständerkonstruktion errichtet werden, das Dach solle teilweise begrünt und mit eine Photovoltaikanlage versehen werden. „Ich bin froh, dass es so weit ist“, sagte Sebastian Kneitinger (CSU) nach der Vorstellung der Planung. Lob gab es von Harald Hillebrand (Freie Wähler) und Fritz Zeilbeck (Landwähler Offenstetten).

Wäre es nach dem Willen Zieglers gegangen, hätte es die Abstimmung dazu gar nicht gegeben. Sie forderte per Antrag zur Geschäftsordnung, den Punkt von der Tagesordnung abzusetzen. In ihren Augen wäre es besser, das neugewählte Gremium darüber befinden zu lassen, da es eine weitreichende Entscheidung sei, mit der der kommende Stadtrat dann auch arbeiten müsse.

Ziegler-Antrag hat keine Chance

Schnell war wieder das Thema des abgerissenen Kindergartengebäudes am Erikaweg auf dem Tableau. Ziegler hielt nicht hinter dem Berg, dass die SPD gegen den Abriss war und sich, wenn schon, dann einen Neubau auf dem Gelände am Erikaweg vorstellen könne.

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In mehrere Wortmeldungen formulierten Sitzungsteilnehmer Argumente dagegen - etwa, dass bei einem Neubau am Erikaweg es wegen des vorhandenen Kindergartens am Freibad zu einer zu deutlichen Konzentration von Betreuungseinrichtungen in diesem Stadtteil kommen würde. Resch verwies vor allem darauf, dass sich die Ausgangsparameter, seit die fast ausnahmslos einstimmigen Beschlüsse zu dem Thema gefallen waren, nicht geändert hätten. Letztendlich stimmte nur Ziegler für ihren Antrag. Zwischenzeitlich hatte sich die Debatte vom eigentlichen Thema entfernt und wurde zu einem Streit über die Vorgehensweise ihrer Parteien im Kommunalwahlkampf zwischen Ziegler und Mitgliedern der CSU-Fraktion.

Kein grünes Licht für Vorhaben in Baiern

Keiner der anwesenden Gremiumsmitglieder stimmte dafür, dass in der Herrenstraße im Ortsteil Baiern ein Gebäude mit zwei ausgebauten Stockwerken errichtet werden kann. Resch und Schmid erinnerten daran, dass für den Ortsteil eine so genannte Einbeziehungssatzung erlassen worden war, um auf Flächen, die rechtlich eigentlich Außenbereich darstellen, Baurecht zu schaffen.

Auf die freie Fläche vor der Franziska-Stanglmeier-Halle soll das neue Gebäude kommen. - Foto: Wolfgang Abeltshauser

Es handle sich dabei um eine dieser Flächen. Allerdings müsse auch in so einem Fall der geplante Bau zur Umgebung passen - das sei hier nicht der Fall aufgrund des zweiten Stockwerks. Gerade am Ortsteingang passe das nicht, befand die fraktionslose Dagmar Kellner. Und Zeilbeck stellte fest: „Das ist mir zu massiv.“

Weitere Bauanträge in Abensberg

Vom Bauausschuss gab es jetzt erneut das grüne Licht für das Vorhaben, in Allersdorf zwei weitere Wohnhäuser zu errichten. Diese Zustimmung gab es bereits vor Jahresfrist. Allerdings hatte danach das Landratsamt die Ihrige verweigert, da es sich um eine Bebauung im Außenbereich handelt. Mittlerweile habe sich laut Bürgermeister Dr. Bernhard Resch die Situation geändert, da der so genannte Bauturbo die Bebauung zulasse.

In der Preysingstraße darf laut Gremium ein Wohnhaus mit mehreren Stockwerken gebaut werden. Eigentlich entspricht das nicht dem Bebauungsplan. Allerdings gebe es laut Resch im Umfeld schon mehrere solcher Gebäude. Laut Fritz Zeilbeck (Landwähler Offenstetten) sei es gut, wenn Baulücken geschlossen werden.