Berching blüht auf: Gärtner haben über 20.000 Tulpen und weitere Blumen gepflanzt

Im Herbst haben Mitarbeiter des Bauhofs 20.000 bis 30.000 Tulpenzwiebeln gesteckt. Jetzt zeigen diese ihre Farbenpracht. Stadtgärtner Elias Bloch gibt Tipps, was Gärten im Mai brauchen.
Manche haben ihn, andere hätte ihn gerne: einen grünen Daumen. Einer, der ihn quasi in die Wiege gelegt bekommen hat, ist Elias Bloch. Dass der Berchinger Stadtgärtner heute die Stadt mit Blumen, Sträuchern und Bäumen verschönert, ist kein Zufall.
Denn schon sein Vater hatte den Beruf des Gärtners im Garten- und Landschaftsbau gelernt und ausgeübt. Bereits als Jugendlicher packte Elias Bloch mit an. „Ich fand das wunderbar“, sagt der 40-Jährige. Und so war sein Weg im Grunde schon vorgezeichnet.
2001 absolvierte der gebürtige Münchener seine Lehre als Gärtner im Garten- und Landschaftsbau in der Landeshauptstadt. In den Jahren danach legte er beruflich zahlreiche Gärten in und um München an und machte 2012 noch seinen Meister. Ein Jahr später veränderte sich Bloch beruflich und zog nach Regensburg – eine gute Entscheidung, wie sich später herausgestellt hat.
Denn dort traf er eines Abends seine heutige Frau, eine Berchingerin. Und deshalb zog Bloch 2016 auch in die mittelalterliche Kleinstadt in der Oberpfalz. 2017 fing Bloch dann im Bauhof der Stadt Hilpoltstein an, ehe er 2021 als Stadtgärtner nach Berching wechselte. „Wir wohnen in Berching, mittlerweile arbeite ich bei der Stadt Berching. Das ist perfekt“, sagt der Papa von zwei Jungs.
Seit knapp fünf Jahren Stadtgärtner in Berching

Als Stadtgärtner wird er von Bauhof-Mitarbeiter Christian Herrler unterstützt. Während Bloch den Hut – beziehungsweise in seinem Fall die Schiebermütze – aufhat, hilft ihm Herrler bei der Pflege der Grünflächen, beim Unkraut jäten und anpflanzen. Herrler kümmert sich aber beispielsweise auch darum, dass die Mülleimer im öffentlichen Raum nicht überquellen.
Heute steht die Pflege einer Fläche im Kufferpark an. Bloch und Herrler sind vor allem für den Kernort zuständig. Bloch liebt es, während seiner Arbeit in der Natur zu sein. Ein Bürojob kommt für den 40-Jährigen nicht infrage – zumindest solange der Körper noch mitspielt. Denn bücken und knien sowie per Hand Unkraut jäten und Tulpenzwiebeln pflanzen, geht an die Substanz. Pro Jahr setzt die Stadtgärtnerei im Herbst 20 000 bis 30 000 Tulpenzwiebeln – per Hand. Im Frühjahr wird diese harte Arbeit sichtbar, wenn die Tulpen in sämtlichen Farben Berching erblühen lassen.
Vor ein paar Jahren hatte sich Bloch sogar die Mühe gemacht, die Tulpenzwiebeln an der Stadtmauer so anzuordnen, damit sie den Schriftzug „Berching“ ergeben. Dafür erhielt Bloch viel Lob.
Berching: Kommt Schriftzug aus Tulpen wieder?
Er fand den Schriftzug selbst zwar auch sehr schön, allerdings hatte er eine besondere Tulpen-Züchtung erwischt. Und so haben die Blumen nur einmal im Frühjahr geblüht. Im Herbst hätte er die Zwiebeln erneut stecken müssen. Zu viel Aufwand, wenn man bedenkt, dass Bloch jede Menge zu tun hat.

Er weiß aber, dass sich Berchinger diesen Schriftzug wieder wünschen. „Wer weiß, vielleicht greifen wir im Herbst nochmal an – mit Blumen, die fünf bis siebenmal blühen“, sagt Bloch. Zudem hat er im Kopf, dieses Mal einen Mini-Bagger einzusetzen, um die Rasenfläche frei zu machen und den Rasen nach dem Setzen danach wie einen Teppich wieder zurückzulegen. Neben Tulpen für das Auge der Menschen pflanzt Bloch aber auch Obstgehölze (unter anderem Äpfel und Birnen), die als Nahrung für Insekten dienen. Bloch liebt es, Anlagen neu und nachhaltig zu gestalten – für Mensch und Tier.
Wenn Bloch über Pflanzen spricht, sprießt es aus ihm heraus. Umso mehr freut er sich, wenn Berchinger oder Gäste seine schönen Blumen loben. „Das ist das größte Lob für einen Gärtner.“