Beim Bier für das Cave Gladium in Furth im Wald gibt es keine Experimente

Von Alexander Frimberger · 29. April 2026 um 11:00

Die Festsaison startet. Auch die Macher des Cave Gladium Furth im Wald (Landkreis Cham) bereiten sich bereits auf ihr Mittelalterfest vom 14. bis zum 16. August vor. Große Freude herrscht bei allen Beteiligten, dass es das beliebte, unfiltrierte, dunkle Cave Bier in unveränderter Form geben wird.

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Nach dem Wechsel an der Spitze der ehemaligen Brauerei Dimpfl ist in diesem Jahr erstmals der neue Chef Andreas Mayer dafür zuständig, dass der süffige Gerstensaft wie gewohnt ausgeschenkt werden kann. Cave-Vorsitzender Daniel Reitmeier erzählt, man habe nach dem Wegfall der Brauerei Dimpfl schon überlegt, wie es weitergehen soll.

Eines der schönsten Feste des ganzen Jahres

Im Vorfeld wurde mit einigen Brauereien gesprochen. „Es ist ein Further Fest, da soll es auch ein Further Bier geben“, so seine Überzeugung. Deswegen freut sich das ganze Team, dass Andreas Mayer das Rennen gemacht hat. Man lege großen Wert darauf, dass das Cave und das Cave Radler nicht nur auf dem Fest selbst ausgeschenkt werden, sondern auch über das Jahr in Flaschen abgefüllt im Handel erhältlich sind, denn: Bereits im zweiten Jahr des Bestehens des Mittelalterfestes wurde es erstmals eingebraut und hat „eingeschlagen, wie eine Bombe.“ Es sei über die Jahre immer auch gute Werbung für das Fest gewesen.

Mayer hat schon ein ganz persönliches Interesse daran, das Mittelalter-Bier wie gewohnt weiterzubrauen, denn für ihn ist das Cave Gladium eines der schönsten Feste im Jahr. Zum einen, weil es das letzte große Fest des Jahres ist und „ich weiß, dass der Sommer geschafft ist“. Zum anderen aber auch, weil er in den letzten vier Jahren am Ausschank gestanden und die entspannte Atmosphäre genossen hat. Er verspricht: „Das Bier bleibt gleich, an der Rezeptur wird sich nichts ändern.“ Er kann das mit Bestimmtheit sagen, weil er in den Jahren zuvor, noch als Angestellter bei seinem Vorgänger Matthias Strauß, für die richtige Zusammenstellung gesorgt hat. Nächste Woche wird das Bier eingelagert und hat dann drei Monate Zeit, sich zu entfalten. Auch das Abfüllen auf Flaschen und das Platzieren im Handel ist zugesagt.

Was es in diesem Jahr nicht geben wird, ist das Starkbier 1431. Im kommenden Jahr soll es allerdings wieder durstige Kehlen hinunterlaufen können. Quasi zum Einstand als Brauerei-Chef des Cave hat Mayer 2000 Krüge angeschafft, auf denen das Logo des Festes aufgedruckt ist. Dafür zahlt man am Ausschank zwar zwei Euro Pfand, trotzdem befürchten die Verantwortlichen, dass die bauchigen Gläser ein beliebtes Souvenir sein dürften.

Natürlich laufen auch die Vorbereitungen für das Fest selbst schon auf Hochtouren. Die neu zusammengestellte Vorstandschaft gönnt sich kaum eine Pause. „Es zeichnet uns aus, dass wir im Hintergrund so aktiv sind“, sagt Reitmeier. Vor allem mit Blick auf das Programm wird es viele neue Gesichter geben. Bleiben wird die Band Fatzwerk. „Die feiern heuer ihr musikalisches Jubiläum auf unserem Fest“, sagt Andreas Hinder, der seit den Neuwahlen im Februar zweiter Vorsitzender ist. Schriftführerin und zuständig für Öffentlichkeitsarbeit ist Greta Brock. Sie sagt, es würden unter anderem historische Tänze und eine neue Feuershow zu sehen sein.

Das Bogenturnier bekommt neuen Ausrichter

Neu sind auch die Ausrichter des Bogenturniers, nachdem die Rosenschützen im vergangenen Jahr ihren Rückzug verkündet haben. „Wir haben großes Glück, dass die Wittelsbacher Drachenschützen übernehmen“, sagt Reitmeier. Die Oberbayern hätten Erfahrung mit der Ausrichtung derartiger Turniere. Last, but not least, gibt es eine Änderung bei den Preisen. Freitag und Samstag (sechs Euro) und Sonntag (fünf Euro) bleiben gleich, das Wochenendticket wird mit zwölf Euro (zuvor 14 Euro) günstiger. Man sei als Verein nicht darauf aus, den Gewinn zu maximieren, so der Vorsitzende. „Alles wird teurer, das wollten wir ein Zeichen setzen und günstiger werden.“

Kassier Dagmar Lax-Hastreiter (v. li.), Thilo Palme, zuständig für Werbung, Andreas Mayer, Andreas Hinder und Daniel Reitmeier präsentieren den Cave-Krug. - Foto: Alexander Frimberger