Autos in Amberg und Sulzbach aufgebrochen: Polizei schnappt mutmaßlichen Seriendieb

Von Mittelbayerische Zeitung · 28. April 2026 um 15:15

Ein mutmaßlicher Seriendieb, der mehrere Autos aufgebrochen haben soll, ist nun der Polizei ins Netz gegangen. Am Montag hat der notorische Langfinger noch in Amberg, Poppenricht und Sulzbach-Rosenberg zugeschlagen, dort aber Spuren hinterlassen. Die führten zu einem 58-jährigen Mann, der unter Verdacht steht, für mehr als 25 Diebstähle im nordbayerischen Raum und im niederbayerischen Plattling verantwortlich zu sein.

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Wie die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg berichtet, brach der 58-jährige Verdächtige am Montag mehrere Autos in Amberg, Poppenricht und Sulzbach-Rosenberg auf. Diese waren jeweils auf Friedhofsparkplätzen abgestellt.

Der Täter schlug gezielt die Seitenscheiben ein, um sichtbar im Innenraum abgelegte Geldbörsen und Taschen zu stehlen. Ziel der Taten war es laut Polizei, Bargeld zu erbeuten und mit den entwendeten EC-Karten unberechtigte Bargeldabhebungen durchzuführen. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 2000 Euro, wobei 200 Euro Bargeld erbeutet wurden. Im Anschluss versuchte der Autoknacker in einer Bankfiliale in Poppenricht Geld abzuheben, scheiterte jedoch.

Verdächtiger ging bei seinen Taten immer gleich vor

Die Polizei sicherte Spuren und wertete diese aus. Es ergaben sich Parallelen zu ähnlich gelagerten Straftaten im Bereich Plattling und im nordbayerischen Raum. Umfangreiche Recherchen führten nun zu einem 58-jährigen Tatverdächtigen, der nach dem gleichen Modus Operandi vorging und auch dort Fahrzeuge an Friedhöfen aufgebrochen hatte.

„Der Tatverdächtige ist der Polizei kein Unbekannter und steht nun nach weiterführenden Ermittlungen im Verdacht, im nordbayerischen Raum seit März 2026 über 25 gleichgelagerte Taten verübt zu haben“, schreibt die PI Sulzbach-Rosenberg. Der Mann wurde zwischenzeitlich bei einem weiteren Diebstahl in Würzburg auf frischer Tat festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Über den entstandenen Gesamtschaden liegen abschließend noch keine belastbaren Zahlen vor.

Polizei rät: Keine Wertgegenstände sichtbar im Auto zurücklassen

„Dieser Ermittlungserfolg unterstreicht die hohe Effizienz und das konsequente Vorgehen der bayerischen Polizei bei der Bekämpfung von Eigentumskriminalität“, heißt es im Pressebericht der Polizei weiter. Durch die enge Zusammenarbeit der beteiligten Dienststellen sowie die sorgfältige Analyse von Tatzusammenhängen konnte eine umfangreiche Serie von Straftaten aufgeklärt und ein Straftäter aus dem Verkehr gezogen werden.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, keine Wertgegenstände sichtbar im Fahrzeug zurückzulassen. Mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen könne jeder Einzelne dazu beitragen, im eigenen Interesse solche Straftaten zu verhindern, heißt es abschließend.