Golfanlage in Hillstett am Eixendorfer See öffnet wieder und setzt auf Erlebnis für alle

Mit dem traditionellen „Angolfen“ ist der Golfclub Eixendorfer See am Samstag, 18. April, offiziell in die neue Saison gestartet. Nach den Wintermonaten laufen auf der Anlage in Hillstett bei Rötz wieder die Vorbereitungen auf Hochtouren, nicht nur auf dem Platz. Geschäftsführerin Bianca Decker blickt optimistisch auf die kommenden Monate und hofft vor allem auf beständiges, schönes Wetter sowie viele Besucher.
Während die Greenkeeper das Gelände fit für die Saison machen und die Bahnen herrichten, wurde auch rund um das Clubhaus gearbeitet. Die Terrasse wurde aufgebaut, damit Gäste und Golfer den Blick ins Grüne wieder genießen können.
Der Golfsport habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert, erklärt Decker. Alte Vorurteile verschwänden zunehmend. „Golf ist inzwischen ein Breitensport geworden“, sagt sie. Immer mehr Menschen unterschiedlichster Altersgruppen würden Interesse an dem Sport zeigen. Das frühere Klischee, Golf sei nur etwas für wenige Wohlhabende, spiele heute eine deutlich geringere Rolle.
Trotzdem wünscht sich der Club auch künftig neue Mitglieder. Besonders wichtig sei jedoch, dass die persönliche und familiäre Atmosphäre erhalten bleibe. „Es soll wachsen – aber im Rahmen“, betont Decker. Gerade dieses Miteinander sei eine der großen Stärken der Anlage am Eixendorfer See. Statt fester Grüppchen herrsche Offenheit. Neue Spieler würden schnell Anschluss finden. „Da heißt es oft einfach: Hock dich doch dazu“, beschreibt Decker die Stimmung im Club.
Auch landschaftlich habe die Anlage ihren Reiz. Die Naturkulisse rund um den See locke nicht nur Golfer an. Der Platz selbst sei durchaus anspruchsvoll. Durch das Gelände gebe es kaum völlig ebene Standflächen. Im Sommer werde der Boden hart und trocken, wodurch Bälle deutlich weiter rollen könnten. Gleichzeitig sei die Anlage nie überlaufen – ein Vorteil für viele Gäste, die entspannt spielen möchten.
Golfstüberl lädt alle Besucher ein, auch zu Pizza-Tagen
Nicht nur Sportler sollen sich auf dem Gelände wohlfühlen. Das öffentliche Golfstüberl richtet sich bewusst auch an Wanderer, Radfahrer und Ausflügler. „Keiner muss hier verhungern – alle sind willkommen“, sagt Decker mit einem Lachen.
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Kulinarisch habe sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Durch einen Zufall kam die Zusammenarbeit mit Koch Jörg Lorenz zustande, der im Landkreis Cham durchaus bekannt ist. Bei einem gemeinsamen Essen sei zunächst scherzhaft gefragt worden, ob er nicht einmal aushelfen wolle. Nach einem Besuch auf der Anlage stand für ihn schnell fest: „Hier will ich bleiben.“ Besonders beliebt bei den Besuchern seien inzwischen die Pizza-Tage, die jeweils mittwochs und sonntags stattfinden. Außerdem, so Decker augenzwinkernd, gebe es hier den besten Schweinebraten im Landkreis.

Neu ist zudem ein kleines italienisches Eisangebot auf der Terrasse. Da es in der näheren Umgebung kaum Eisdielen gebe, habe man die Idee umgesetzt. In Zusammenarbeit mit Froneri stehen nun neun verschiedene Sorten zur Auswahl. Das Angebot richte sich nicht nur an Golfer, sondern ebenso an Spaziergänger, Familien und Besucher aus der Region.
Wer den Sport selbst ausprobieren möchte, kann dies unkompliziert tun. Mit der Golfschule, Schnupperkursen und Angeboten zur Platzreife richtet sich der Club gezielt an Menschen, die den Sport erstmals ausprobieren möchten. Damit wolle man Hemmschwellen abbauen und neue Zielgruppen ansprechen.
50 Jahre Eixendorfer See: Vier Turniere und Musik
In dieser Saison stehen zudem vier Turniere zum 50-jährigen Bestehen des Eixendorfer Sees auf dem Programm. Ein Höhepunkt soll am 30. Mai der Golfstüberl-Cup mit Verpflegung und Live-Musik werden. Eingeladen sind ausdrücklich nicht nur Golfer, sondern alle Interessierten.

Zusätzliche Attraktivität bietet die Anlage auch für Urlaubsgäste. Direkt vor Ort stehen Wohnmobilstellplätze zur Verfügung. Damit verbindet der Golfclub sportliches Angebot, Gastronomie und touristische Infrastruktur an einem Standort.
Für Decker steht fest: Ein Besuch in Hillstett lohnt sich in diesem Sommer nicht nur wegen des Sports – sondern auch wegen Gemeinschaft, Natur und Genuss.