Verkehrsthemen dominieren in Offenstetten

Von Wolfgang Abeltshauser · 23. April 2026 um 15:00

Bei der Bürgerversammlung in Offenstetten war die Ortsdurchfahrt, die Kreittmayrstraße, Gesprächsstoff – aber auch weitere Verkehrsthemen. Außerdem hatte Abensbergs Bürgermeister Bernhard Resch Informationen zur Ortsgestaltung im Gepäck.

Ein ganz klein wenig klopfte sich das Stadtoberhaupt selbst auf die Schultern, als er über die Ortsdurchfahrt sprach. Bei der Infoveranstaltung über mögliche Ortsumgehungen ist ihm wie berichtet seitens der Bevölkerung aufgetragen worden, er solle sich schnell um eine Verbesserung der Verkehrssituation kümmern.

Das habe er in seinen Augen gemacht. Wie berichtet will das Staatliche Bauamt auf sein Drängen an den beiden Ortseingängen Ampeln anbringen. „Das ist ein Zungenschnalzer für Offenstetten - ich finde das zumindest“, sagte er dazu. Er betonte, dass es sogenannte intelligente Ampeln sein sollen, die man so schalten könne, dass jeweils nicht zu viel Verkehr auf der Kreittmayrstraße stattfindet.

Ampeln sollen spätestens 2028 stehen

Die Behörde habe zugesagt, Betriebs- und Unterhaltungskosten für die Ampeln zu übernehmen. Die Vorbereitungen benötigen jedoch noch Zeit – spätestens 2028 sollen die Ampeln aber installiert sein.

Resch verteidigte noch einmal die Entscheidung pro Ampeln, obwohl es ja weiterhin Forderungen nach Kreisverkehren gibt. Schon allein die Kostenfrage spreche für die Lichtanlagen. Die Kreisverkehre hätten laut einer Kostenschätzung über eine Million Euro gekostet, bei den Ampeln sprach er von 300.000 Euro. Außerdem sei laut Planer an der Kreuzung der Kreittmayr-straße mit der Frönaustraße ein Kreisverkehr nur schwer realisierbar, da der Abzweig zur Öxlau als fünfter Ast kaum anzubinden sei.

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Selbstverständlich werde er weiter versuchen, zumindest für die Kreuzung mit der Hofmark Grund für einen Kreisverkehr zu erwerben. In diesem Zusammenhang kritisierte Roland Weiß in einer Wortmeldung das Verhalten dieser Grundstückseigentümer, die seit langem nicht verkaufen wollen. Er ist bekanntlich der Vorsitzende der Bürgerinitiative Abensberg, die gegen das Logistikzentrum bei Stocka kämpft, sich auch für eine Verbesserung der Verkehrssituation in Offenstetten einsetzt. „Ein Grundstückseigentümer hat eine soziale und moralische Verantwortung“, sagte er.

Ein vollgeparkter Vitusplatz in Offenstetten

Ein Bürger ärgert sich darüber, dass beim Vitusplatz regelmäßig die Parkplätze für Kirchenbesucher besetzt sind, so dass Gottesdienstbesucher, etwa bei Requien, nicht parken können. Der Offenstettener geht davon aus, dass es Autos von Mitarbeitenden des Cabrinizentrums sind.

Resch erwiderte, dass man nachträglich nicht vom Arbeitgeber fordern könne, zusätzliche Stellplätze zu schaffen, sollten die bisherigen nicht mehr ausreichen, sofern es eben eine Baugenehmigung für die derzeitige Situation gibt. Aber selbstverständlich sei es möglich, die Verkehrsüberwachung zu schicken.

Der Bürgermeister will die Polizei informieren

Anlieger der Straßen Am Schmiedweiher und Am Seeacker beschwerten sich über parkende Autos auf Grünflächen. In den Augen des Bürgermeisters sei hier die Lage ganz klar. Es handle sich um eine Ordnungswidrigkeit, die von der Polizei auch verfolgt würde. Er werde mit den Ordnungshütern Kontakt aufnehmen, damit diese die Bereiche in ihre Streifenfahrten aufnehmen.

Resch berichtete, dass mittlerweile der erste von zwei angedachten Workshops zur Ortsgestaltung stattgefunden hat, bei dem erfreulicherweise 20 Offenstettener Bürgerinnen und Bürger teilgenommen hätten.

Drei Projekte hat man sich in Offenstetten jetzt vorgenommen

Dabei habe man sich endgültig auf drei Projekte geeinigt, die in den kommenden Monaten angegangen werden sollen: Beim Pfarrheim soll ein kleiner Dorfplatz entstehen. Danach wolle man die Sanierung der Hofmark angehen. Außerdem soll beim TSV-Gelände ein integrativer Spielplatz entstehen.

Die Förderstelle habe bereits positive Signale gesandt, so dass man davon ausgehen könne, dass Zuschüsse fließen.

Am 22. Mai findet laut Bürgermeister dann der zweite Workshop statt, im Rahmen dessen man gemeinsam mit einem Landschaftsplaner die Hofmark begehen wolle, um schon einmal über Detailmaßnahmen in diesem Bereich zu sprechen. Geschafft werden soll der Lückenschluss für die Beleuchtung des Radwegs von Offenstetten nach Abensberg. Noch fehlt laut Rathauschef ein Stück von Gaden in den Kernort hinein.