Aus für das Tulum in Cham: Ivana Lefebvre schließt ihr Restaurant – aber es gibt neue Pläne

Von Tanja Fenzl · 28. April 2026 um 19:00

Die Gerüchte gibt es schon länger – jetzt bestätigt die Chefin sie selbst: Das Tulum, in dem Ivana Lefebvre thailändische und mexikanische Küche serviert, schließt bald seine Pforten. Um den Abschiedsschmerz für ihre Gäste zu lindern, hat die Chamer Gastronomin aber schon neue Pläne.

Video ansehen

Erst am Valentinstag vor zwei Jahren hat Lefebvre das Tulum im roten Haus an der Scheuerer-Kreuzung eröffnet, in dem sie die erfolgreiche Küche ihres Restaurants Baloo in der Oberen Regenstraße fortführen wollte. Jetzt ist schon wieder Schluss.

„Der Standort von Tulum wird in den kommenden Monaten aufgegeben“, kündigt Lefebvre an. Dass ihr dieser Schritt nicht leicht fällt, ist ihr anzumerken. Doch die Entscheidung steht.

Den Mix aus Thaiküche und mexikanischen Gerichten will Lefebvre aber den Chamern auch weiterhin servieren. Ihr zweites etabliertes Restaurantkonzept, das La Esquina im ehemaligen Restaurant Bräupfandl an der Ecke am Rindermarkt wird die Idee des Tulum aufsaugen.

Konzepte werden zusammengeführt

„Die bestehenden Konzepte werden im La Esquina zusammengeführt und dort gemeinsam weitergeführt. Gäste dürfen sich auf eine spannende Verbindung aus spanischen, thailändischen und mexikanischen Einflüssen freuen“, verrät die Chefin. Mit diesem Schritt entstehe ein modernes Gastronomiekonzept, das die Stärken beider Küchen vereine und ein besonderes kulinarisches Erlebnis biete.

Dazu kommt: Im ersten Stock des La Esquina sind derzeit noch ungenutzte Räume, die Lefebvre im Zuge der Restaurantfusion künftig nutzen will. Somit stünden statt der bisher etwa 40 künftig 60 Plätze zur Verfügung.

Paella- und Tapasfreunde sollen im La Esquina auf weiterhin auf ihre Kosten kommen. Das spanische Lebensgefühl, das Ivana Lefebvre nach Cham geholt hat, soll es hier weiter geben. Doch es wird in dem altehrwürdigen Gebäude in der Innenstadt künftig auch Thai-Currys oder Fajitas geben. Außerdem möchte Lefebvre wieder einen Mittagstisch anbieten, was in letzter Zeit aus Personalmangel nicht mehr möglich gewesen sei. So soll das La Esquina künftig sowohl mittags als auch abends geöffnet haben.

Das Restaurantkonzept des Tulum soll im La Esquina aufgehen, wo es in einigen Wochen Speisen aus Spanien Thailand und Mexiko geben soll. - Foto: Tanja Fenzl

Umzug nach zwei Jahren im Casa Rossa

Aber erst einmal steht der Umzug an, ehe das Tulum nach nur knapp zweieinhalb Jahren Geschichte sein wird.

Ausgerechnet zehn Jahre, nachdem die Gastronomin das Baloo übernommen hatte, muss Lefebvre sich von „ihrem Baby“ Tulum trennen, dem sie selbst den Namen und ihren Stempel aufgedrückt hatte. Über die jetzige Entwicklung ist sie auch nicht glücklich, wird deutlich, doch sei der Schritt notwendig.

Immerhin: Ivana Lefebvre freut sich schon sehr darauf, ihre langjährigen treuen Gäste auch künftig im La Esquina begrüßen zu dürfen, das genau ein Jahr vor dem Tulum eröffnet wurde.

Gastronomin Ivana Lefebvre bedauert das Ende ihres Restaurants in der Janahofer STraße, freut sich aber auf die daraus resultierenden Synergieeffekte für ihr zweites Standbein in der Innenstadt. - Foto: Tanja Fenzl