Abschied von zwölf Räten: „Wir haben ein großes Herz für unsere Heimatstadt Cham“

Von Martin Hennings · 22. April 2026 um 14:00

Mit einem großen Dankeschön und kleinen Geschenken hat Chams Bürgermeister Martin Stoiber am Dienstag die scheidenden Stadträte verabschiedet. Zwölf der 24 Bürgervertreter werden nach der Wahl am 8. März dem neuen Rat nicht mehr angehören, der sich am 21. Mai erstmals trifft.

Stoiber erinnert an den Beginn der Amtszeit 2020, der mit dem Ausbruch von Corona zusammengefallen ist. „Das hat uns zusammengeschweißt“, sagte er. Man habe miteinander, nicht gegeneinander gearbeitet. Beim Bemühen, Cham jeden Tag voranzubringen, habe man viel erreicht.

Eine Luckner-Glasfigur, Wein und Pralinen

Neben den warmen Worten durften die scheidenden Räte auch eine Luckner-Glasfigur, Wein und Pralinen mit nach Hause nehmen. Künftig nicht mehr im Stadtrat sitzen: Georg Kuchenreuter, Christa Strohmeier-Heller, Frank Aumeier, Dr. Karl Vetter, Reinhard Summerer, Markus Fischer, Thomas Kager, Christian Bauer, Josef Blaha, Klaus Kernbichl, Claudia Zimmermann und Florian Gruber.

Georg Kuchenreuter gab den Nachfolgner diesen Rat: „Bitte streitet weiter in der Sache, aber nie persönlich. Lasst Euch nicht auseinanderbringen.“ Claudia Zimmermann, die ab 1, Mai als Quartiermanagerin in der Verwaltung arbeiten wird, stellte mit Blick auf das Gremium fest: „Wir alle haben ein großes Herz für unsere Heimatstadt Cham.“ Die Sozialdemokratin überreichte ihm künftigen Chef Stoiber eine rote Krawatte, „damit Du die roten Brüder und Schwestern nicht vergisst“.

In sechs Jahren wieder ein Freier?

Charlie Vetter räumte ein, dass er Stoiber zu Beginn unterschätzt habe. Jetzt könne er sagen, „die Stadt ist bei Dir in guten Händen“, sagte der Freie Wähler zum CSUler. In sechs Jahren dann werde aber wieder ein Freier übernehme, so Vetter schmunzelnd.