Ministerpräsident Markus Söder voll des Lobes beim Gautrachtenfest in Wackersdorf

Der Volks- und Gebirgstrachtenverein Almenrausch feierte am Sonntag sein 100-jähriges Bestehen im Rahmen des Gautrachtenfestes mit einer rauschenden Jubelfeier. Prominenter Gast war der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
Höhepunkte des Jubiläums waren die Weihe der neuen Fahne und der große Trachtenfestzug, der zur Freude der Veranstalter trotz durchwachsener Witterung ohne Nass von oben durchgeführt werden konnte. Zum Kirchenzug trafen sich die Vereine am Glück-Auf-Platz und marschierten dann zur Pfarrkirche St. Stephanus.
Tradition wird über Generationen bewahrt
Pfarrer Werner Sulzer zelebrierte im voll besetzten Gotteshaus den Festgottesdienst, Messdiener und Vorbeter wurden vom Jubelverein gestellt. Der Geistliche verwies in seiner Predigt auf die Tradition beim Trachtenverein, die seit drei Generationen von den älteren auf die jüngeren Mitglieder weitergegeben werde.
Anschließend nahm Pfarrer Sulzer die Weihe der neuen Vereinsfahne vor und segnete die Fahnenbänder, die von Vorstand Manfred Hermann, den Ehrenmitgliedern Irmgard und Richard Achatz, Schirmherr Bürgermeister Thomas Falter, dem Patenverein Enzian Bruck und Fahnenmutter Marianne Wein gestiftet worden waren. Das Erinnerungsband an verstorbene Vereinsmitglieder sowie das Band für den Patenverein Bruck wurde von der Gemeinde gestiftet. Nach der Fahnenweihe sangen alle Festbesucher nach alter Tradition der Trachtenvereine gemeinsam in der Kirche die Bayernhymne.

Beim Rückmarsch zum Festzelt an der Fabrikstraße gab es einen kräftigen Schauer, was der Freude am Jubiläum aber keinen Abbruch tat. Der Vorsitzende des Trachtengaus Oberpfalz, Jürgen Hofmann, hieß Ehrengäste und Vereinsabordnungen, die aus der ganzen Oberpfalz, Niederbayern und auch aus Franken angereist waren, herzlich willkommen.
Mit anhaltendem Applaus wurde Ministerpräsident Markus Söder begrüßt, zum Einmarsch spielte die Neukirchner Blasmusik standesgemäß den Bayerischen Defiliermarsch. Als Schirmherr des Jubiläums hieß Bürgermeister Thomas Falter den Ministerpräsidenten mit einer gewissen Portion Stolz und einem herzlichen Glückauf willkommen.
Söder bedankte sich für die Einladung zum Gautrachtenfest und freute sich über die zahlreichen Kinder der Trachtenvereine, die auf der Bühne Aufstellung genommen hatten. Er würdigte die Tradition der Trachtenvereine, die keine Mode, sondern ein Lebensgefühl mit Werten wie Freiheit und Heimat seien.
„Trachtenvereine stehen für Bayern und bekennen sich zu einem christlichen Menschenbild“, so der Ministerpräsident. Söder bezeichnete das Trachtenjubiläum als Musterbeispiel für ehrenamtliches Engagement, lobte die gute Jugendarbeit und die Wertevermittlung an den Nachwuchs. Ohne das Ehrenamt habe der Freistaat keine Zukunft, sagte der Gast aus München. Bayern sei ohne eine saubere Tracht, gute Blasmusik und ein „gscheid’s Essen“ unvorstellbar.
Bayerische Staatsregierung bekennt sich zur Oberpfalz
Söder erneuerte auch das Bekenntnis der Bayerischen Staatsregierung zur Oberpfalz, die einer der wichtigsten Regierungsbezirke sei. Es müsse nicht alles Geld nach München fließen, deshalb setze die Staatsregierung gezielt mehr finanzielle Mittel in den Regionen ein. Als kleines Dankeschön für seinen Besuch des Gautrachtenfests in Wackersdorf überreichten die Trachtenkinder Benno Bauer, Sophia Köhler und Moritz Hermann einen Präsentkorb an den Bayerischen Ministerpräsidenten. Danach war die Geduld des Ministerpräsidenten gefragt, da viele Gäste ein Foto mit ihm machen wollten.
Ab 14 Uhr bewegte sich der Festzug durch die Straßen der Gemeinde, angeführt vom Gauvorsitzenden Jürgen Hofmann, dem Schirmherrn Bürgermeister Thomas Falter und Almenrausch-Vorstand Manfred Hermann, dem Musikverein und dem Jubelverein. Im Gefolge marschierten 55 Vereine und sechs Blaskapellen mit, Ehrenmitglieder wurden auf den Pferdekutschen von Lorenz Bräu aus Bruck und dem geschmückten Traktor des Anderl Wilhelm aus Schwarzenfeld gefahren.
Den Zuschauern an den Straßen bot sich ein buntes Bild an Trachtenvereinen, die aus Nah und Fern angereist waren. Ein besonderer Augenschmaus waren die Mitglieder des Trachtengaus Unterfranken mit Sitz in Würzburg. Der Umzug endete im Festzelt mit dem Einmarsch des Jubelvereins, des Patenvereins und der Fahnenabordnungen. Zum Ausklang gab es jede Menge Ehrentänze der Trachtenvereine auf der Bühne, ehe das Jubiläum zu Ende ging und das Volksfest mit der Band „Blechzipfel“ weiter gefeiert wurde.