Abensberger Bürgermeister nennt Details zum Dorfgemeinschaftshaus

Positive Nachrichten in Sachen Dorfgemeinschaftshaus in Holzharlanden hatte Bürgermeister Dr. Bernhard Resch bei der Bürgerversammlung im Abensberger Ortsteil im Gepäck. Redebedarf gab es darüber hinaus bei den Themen Verkehrssicherheit und Wegebau.
„Ich danke allen, die sich hier aktiv eingebracht haben“, sagte Resch in der Versammlung, als er in seinem Vortrag beim Thema Dorfgemeinschaftshaus angekommen war. Er betonte ausdrücklich, dass er hier auch den früheren Grundstückseigentümer der Fläche, auf der das Projekt verwirklicht werden soll, einbezieht. Die Kommune hat diese für diesen Zweck erworben. Diese Brachfläche, auf der früher ein landwirtschaftliches Anwesen stand, liegt mitten im Ort - direkt neben dem momentanen Feuerwehrgerätehaus.
Resch nannte Details und erste Zahlen zu dem Projekt. Zentrum des einstöckigen Gebäudes soll ein 35 Quadratmeter fassender Besprechungsraum mit Küche sein, beschrieb es der Bürgermeister. Damit hätte nach seinen Worten die Feuerwehr endlich einen Versammlungsraum in ausreichender Größe. Den könnten sicherlich auch andere Gruppierungen im Ort nutzen. Integriert ins Gebäude werde eine Fahrzeughalle. Außerdem sind Räume für die Ausrüstung der Wehr, für Technik und sanitäre Anlagen vorgesehen.
Anwohner sollen in Holzharlanden mitreden
Mittlerweile gebe es die Zusage, dass die Kommune für das Projekt 250.000 Euro aus dem Leader-Topf erhält. Vom Bezirk gebe es wiederum 160.000 Euro als Zuschuss für die neuen Feuerwehrräume. Wie berichtet sollen auch Außenanlagen gestaltet werden - Resch sprach konkret von Freisitzen. Er wolle bei der Detailplanung dieses Bereichs die Anwohner mitreden lassen. Außerdem erwarte er zumindest beim Anlegen des Außenbereichs Arbeitseinsätze der Dorfbevölkerung - „etwa beim Pflastern“. Wortmeldungen aus der Versammlung heraus gab es beim Thema Dorfgemeinschaftshaus keine.
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Ein Teilnehmer sprach die in seinen Augen unzureichende Sicherheit für Fußgänger, insbesondere Schulkinder, entlang der Ortsdurchfahrt an, bei der ein Gehweg fehlt. Er wisse, dass es schwierig sei, den zu schaffen. Aber dann müsse man eben andere Dinge angehen - etwa ein Tempolimit innerorts. Ein weiterer Holzharlandener wollte nicht verstehen, dass nicht zumindest im Bereich der Bushaltestelle auf Tempo 30 reduziert werden könne.

„Ich mache da gerne noch einmal einen Vorstoß beim Landratsamt. Es ist ja eine Kreisstraße“, sagte Resch zu. Er könne sich da auch einen gemeinsamen Termin vorstellen, bei dem Vertreter der Polizei sowie der Ortssprecher mit dabei sind. Beim Thema Gehweg erinnerte er daran, dass bisher alle Grundstücksverhandlungen diesbezüglich gescheitert sind.
Autos auf der Ortsdurchfahrt von Holzharlanden parken
Und dann hatte ein Bürger diese Idee: Die Anwohner sollten doch einfach ihre Autos auf der Straße parken. „Wir sind ja innerorts. Da ist das erlaubt.“ Dann könnten Autos nicht mehr so schnell durch Holzharlanden fahren. In dem Zusammenhang gab es außerdem den Wunsch, auch an Ortsausgängen Tempomesser aufzustellen, damit Autofahrer sehen, wie schnell sie noch innerorts eigentlich schon seien. Bisher steht eine Anlage am Ortseingang von Kelheim her kommend.
Ein anderes Projekt hört sich nach den Worten des Bürgermeisters schon ziemlich konkret an: Beim so genannten Wiesenweg sollen in einem ersten Schritt Sträucher und ein Baum zurückgeschnitten werden. Danach wolle man den Weg in einer Gemeinschaftsaktion mit den Jagdgenossen ausbauen, so dass eine ordentliche Fahrradverbindung mit Sandharlanden entstehen könnte. Sofort wurde dann der Wunsch laut, dabei auch eine Beleuchtung vorzusehen.
Ein anderes Problem schilderte eine Anwohnerin des Lindenwegs. Bei dem sei seinerzeit keine Feinschicht aufgebracht worden. Die Grobschicht, so wie sie es formulierte, löse sich mittlerweile auf. Sie entwickle sich zur Schotterpiste. Resch erwiderte: „Die Frage ist, ob es nach dem Aufbringen einer Feinschicht nicht eine Ersterschließung der Straße sei.“ In so einem Fall müsse man dann die Kosten auf die Anleger umlegen. Er wolle nicht ausschließen, dass man damals genau deshalb auf eine Feinschicht verzichtet hat. Der Bürgermeister sagte zu, dies jetzt erst einmal in der Verwaltung prüfen zu lassen.