Erneut werden in Abensberg Millionen Euro investiert

Der Vortrag von Bürgermeister Dr. Bernhard Resch bei den Bürgerversammlungen, die in diesen Tagen in Abensberg und seinen Ortsteilen stattfinden, lebt von wichtigen Baumaßnahmen, einem neuen Projekt und einer gehörigen Portion Kultur.
Grundschule: Positive Nachrichten hat der Bürgermeister beim Großprojekt, die Grundschule zu sanieren und zu erweitern, im Gepäck. „Wir sind sowohl im Kosten- als auch im Zeitplan“, sagte er beim Auftakt der Versammlungen im Jungbräu. Bis zum Sommer werde der erste Abschnitt fertiggestellt. Die Container mit den provisorischen Klassenzimmern werden dann umgestellt – und kommen in den Hof zwischen Grund- und Mittelschule. Insgesamt werde die Maßnahme 25 Millionen Euro verschlingen, wobei 40 Prozent davon als Zuschuss zurück in den Stadtsäckel fließen wird.
Arbeiten in Abensberg sollen im Mai starten
Glasfaser: Der Bürgermeister kündigt einen groß angelegten Ausbau mit Glasfaser an. Derzeit sei man in finalen Verhandlungen mit der Telekom. Auf Vermittlung von Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brandl will man gemeinsam mit dem Unternehmen ein Pilotprojekt angehen. Details dazu soll es bei einer speziellen Bürgerversammlung zum Thema Ende April geben. Arbeiten sollen noch im Mai gleichzeitig in Offenstetten, der Aumühle, in Schwaighausen und im Bereich der Industriestraße beginnen. Von dort sollen dann Glasfaserrohre Richtung Innenstadt verlegt werden.

Brücke: Mit Blick auf die neue Abensbrücke sprach Resch von einer „todchicen Situation“, die geschaffen worden sei. Die 800.000 Euro, welche die Stadt abzüglich Förderung investiert habe, damit beim Neubau der Brücke keine klassische Kreuzung, sondern ein Kreisverkehr entsteht, haben sich gelohnt. Er betonte, dass das staatliche Bauamt, das für den Brückenbau zuständig war, diese Variante von sich aus nie angegangen wäre.

Kindergärten: Das nächste Millionenprojekt, das laut Resch heuer startet, ist der Bau eines viergruppigen Kindergartens im neuen Baugebiet Gaden. Laut Kostenschätzung müssen für das Projekt 6,3 Millionen Euro bezahlt werden, allerdings gibt es eine Förderung von 40 Prozent. In zwei Jahren soll der Bau laut Bürgermeister bezugsfertig sein. Danach könne man endlich damit beginnen, die Container, die bei mehreren Einrichtungen im Stadtgebiet stehen, nach und nach abzubauen. Schon einen Schritt weiter ist die katholische Jugendfürsorge bei ihrem Vorhaben, auf dem Areal des Berufsbildungswerks einen inklusiven Kindergarten mit zwei Gruppen und einer Krippengruppe zu errichten. Dort steht schon der Rohbau. Abensberg beteiligt sich daran laut Resch mit 4,3 Millionen Euro. „Für das Geld könnten wir nie einen Eigenen bauen.“
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Bauhof: „Sie leisten eine Riesenmenge“, lobte Resch im Jungbräu die Mannschaft des städtischen Bauhofs. Da deren Aufgaben immer mehr werden, habe man im Laufe des vergangenen Jahres vier zusätzliche Mitarbeitende eingestellt. Schon mit Standardarbeiten wie den Winterdienst hätten sie jede Menge zu tun. „Aber allein mit Auf- und Abbau der Weihnachtsbeleuchtung haben sie 970 Arbeitsstunden verbracht.“ Dazu zählte der Bürgermeister Arbeiten an der Fußgängerbrücke an der Abens bei Allersdorf, für das Storchennest beim Einkaufszentrum und an der Pergola auf der Liebesinsel auf.
An Kultur mangelt es in Abensberg nicht
Kultur: Das Kulturangebot in Abensberg ist in den Augen des Stadtoberhaupts eine reine Erfolgsgeschichte. Vergangenes Jahr fanden über 60 Einzelveranstaltungen im Rahmen der verschiedenen Kulturreihen statt. Die Volkshochschule Abensberg-Neustadt organisierte 700 Kurse und 500 Einzelveranstaltungen. Dazu nannte er Jubiläen wie 25 Jahre Krippen- und Kapellenverein, 100 Jahre Heimatverein und 20 Jahre Stadtmuseum im Herzogskasten.
Haushalt: Positives vom diesjährigen Etat bringt Bürgermeister Dr. Bernhard Resch mit zu den laufenden Bürgerversammlungen. In diesem Jahr könne im Verwaltungshaushalt ein Überschuss von über vier Millionen Euro erwirtschaftet werden. Grund dafür seien zu erwartende Einnahmen auf hohem Niveau – etwa 10,6 Millionen Euro bei der Gewerbe- und 11,8 Millionen Euro bei der Einkommenssteuer.
Umschwung: Mehrere Jahre waren mehr Todesfälle zu beklagen, als dass es Geburten gab. 2025 war das laut Bürgermeister wieder andersherum: 144 Geburten standen 96 Todesfällen gegenüber.
Einwohnerzahl: Die Zahl der Abensberger steigt weiter. Am Ende vergangenen Jahres zählte die Stadt 14.924 Einwohnerinnen und Einwohner. Es gab 1058 Zuzüge und 955 Wegzüge.