Abriss des Kindergartens am Erikaweg bewegt Abensberger

Der Abriss des ehemaligen Kindergartengebäudes am Erikaweg bewegt nach wie vor die Gemüter in Abensberg. Bei der Bürgerversammlung im Jungbräu hatte sich Stadtoberhaupt Dr. Bernhard Resch außerdem mit Fragen zur Verkehrssituation in der Stadt auseinanderzusetzen.
Eine schriftliche Anfrage rund um den ehemaligen Kindergarten am Erikaweg hatte das Rathaus erreicht. Darin wurde Resch aufgefordert, in der Versammlung die Kostensituation bei dem Thema darzustellen. Wie berichtet hatte der Stadtrat vor geraumer Zeit einen Beschluss, den Kindergarten zu sanieren und zu erweitern, revidiert. Stattdessen soll jetzt im Baugebiet Gaden ein neuer viergruppiger Kindergarten entstehen. Mittlerweile wurde das alte Gebäude abgerissen.
Der Bürgermeister betonte eingangs in seiner Antwort, dass alle Maßnahmen rund um dieses Thema Folgen von Mehrheitsbeschlüssen des Stadtrats seien. Eine Berechnung hätte ergeben, dass die notwendige Sanierung über 80 Prozent der Neubaukosten eines Kindergartens notwendiger Größe gekostet hätte.
Es hätte für Abensberg keine Förderung gegeben
Unter diesen Umständen gäbe es für die Sanierung keine Förderung. Konkret gehe man von Kosten von über fünf Millionen Euro aus – und da sei die notwendige Erweiterung um eine Kindergartengruppe noch nicht eingerechnet. Dagegen werde nach Lage der Dinge der Neubau in Gaden 6,3 Millionen Euro kosten. Hier könne die Kommune mit einem Zuschuss in Höhe von 40 Prozent dieser Summe rechnen.
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In seinen Augen spreche nicht nur der Kostenvergleich für den neuen Standort. Da es auch am Freibad einen Kindergarten gibt, hätte man letztendlich nur wenige Meter voneinander entfernt zwei Einrichtungen betrieben. Jetzt käme es zu einer Situation, bei der es auf das Stadtgebiet gleichmäßig verteilt Betreuungseinrichtungen geben werde.
Es gibt noch keine konkreten Pläne für das Areal
Zugegebenermaßen könne er derzeit noch nicht sagen, auf welche Weise das ehemalige Kindergartengelände am Erikaweg genutzt werden wird. „Es gibt noch keinen konkreten Plan. Uns schwebt eine soziale Nutzung vor – etwa eine Seniorenwohnanlage.“ Sehr wohl hätte es zwischenzeitlich Bauträger gegeben, die das Grundstück „maximal verwerten wollten. Das ist aber nicht das, was wir wollen.“
Mehrere Teilnehmer der Versammlung beschwerten sich darüber, dass die Aumühlstraße oft so zugeparkt sei, dass in ihren Augen bei einem Notfall unter Umständen Notarzt oder Polizei nicht mehr durchkämen. Man schlug vor, die Eigentümer der dortigen Mehrparteienhäuser zu verpflichten, auf den zu den Gebäuden gehörenden Grundstücken Parkplätze vorzusehen.

Resch antwortete, dass man rechtlich nachträglich Stellplätze nicht einfordern könne. Er sagte zu, den Bereich bei der nächsten Verkehrsschau unter die Lupe nehmen zu wollen. Danach könnte dann auch entschieden werden, ob man möglicherweise mit einem Parkverbot auf einer der beiden Straßenseiten operieren könne. Auch das forderten Wortmeldungen.
Polizei hat nichts auszusetzen
Ähnliche Probleme beklagte ein Anwohner der Frankstraße. Hier teilte der Bürgermeister mit, dass man sich dort die Situation gemeinsam mit der Polizei bereits angesehen habe. Die hätte aber erklärt, dass es aus ihrer Sicht keinen Grund zum Handeln gebe.
Die grundsätzliche Verkehrssituation in Abensberg während der verschiedenen Weihnachtsmärkte kritisierte ein weiterer Bürger, der sich schriftlich an Resch gewandt hatte. Der sagte, dass man nicht viel Handlungsmöglichkeiten habe. Das seien eben die Auswirkungen von Großveranstaltungen. Immerhin stelle man die Gillamooswiese als großen Parkplatz zur Verfügung.
In Regensburg ist auch immer viel los
Resch zog dabei einen Vergleich mit Regensburg heran – dort sei er in der jüngsten Vorweihnachtszeit zu Besuch gewesen. „Dort sind die Straßen in der Zeit auch alle dicht.“
Eine Bürgerin sprach an, dass es in ihren Augen in Abensberg Stellen gebe, die dreckig seien, da Müll entlang der Straßen liege. Resch erwiderte, dass in seinen Augen Abensberg hier immer noch besser abschneide als andere Orte.
Allerdings hatte er zuvor in seinem Vortrag auch darüber gesprochen, dass Bauhofarbeiter im vergangenem Jahr öfter ausrücken mussten, um etwa alte Autoreifen auf Fluren aufzusammeln. Er sprach den Abensbergern hier ins Gewissen.