Abensberger sollen auf Kilometerjagd gehen

Seit Jahren laufen in der Stadt Abensberg Bemühungen, die Kommune fahrradfreundlich zu gestalten. Jüngst trat man der Aktionsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen bei. Nun will man an einer Aktion teilnehmen, die grundsätzlich die Freude am Radeln steigern soll – und etwas fürs Klima tut, da sie hilft, Abgase einzusparen.
Die Kommune war wie berichtet 2023 erstmals beim Stadtradln mit dabei. Auch dieses Jahr soll die Aktion die Stadt beleben. Kurz gesagt geht es dabei darum: Einwohnerinnen und Einwohner, hier Beschäftigte und Studierende sollen ihr Auto in der Garage stehen lassen, um statt dessen mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren oder zu ihren Freizeitaktivitäten.
Noch ist es etwas hin bis zum offiziellen Start der Aktion, der heuer für den 9. Juni angesetzt ist. Allerdings: Diejenigen, die sich jetzt angesprochen fühlen, aber noch kein Fahrrad besitzen, haben noch genug Zeit, sich eines zu besorgen, um dann mitzumachen.
Laut einer Veröffentlichung der Stadt läuft die Aktion diesmal vom 9. bis zum 29. Juni. „Zum Auftakt am Dienstag, den 9. Juni, möchten wir alle interessierten Radlerinnen und Radler zu einer kleinen Radtour einladen. Los geht es um 17 Uhr am Aventinusplatz“, heißt es darin.
Die gefahrene Kilometer werden zusammengezählt
Alle Teilnehmenden können sich demnach unter stadtradeln.de/abensberg registrieren, dann einem bereits vorhandenen Team von Abensberg beitreten oder ein eigenes Team gründen. Eine Person, die ein Team neu gründet, ist automatisch Team-Captain. Ohne ein Team zu radeln sei nicht möglich, denn Klimaschutz und Radförderung seien Teamarbeit – „aber schon zwei Personen sind ein Team“. Alternativ könne dem „Offenen Team“ der Kommune beigetreten werden.
Auf der angegebenen Internetseite könne man dann seine gefahrenen Kilometer vermerken. Die werden wie berichtet nach dem Ende der Aktion für jede Kommune zusammengezählt. Diejenigen Orte, bei denen da am Ende des Tages die meisten Kilometer zusammengekommen sind, werden am Ende des Jahres im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung ausgezeichnet.
Das klingt doch interessant: Abensberger wollen Trendsport in die Stadt bringen
Abensberg war da zugegebenermaßen noch nie mit dabei. Das liegt wohl aber auch an der Art der Aufteilung der verschiedenen Kategorien. Die Stadt an der Abens ist da bei den Orten mit einer Einwohnerzahl von 10.000 bis 49.999 gelistet. Und so hat der Sieger des Vorjahres hier, die Stadt Tuttlingen, mehr als 20.000 Einwohner mehr als Abensberg. Das da letztendlich mehr Menschen mitmachen, und deshalb eben mehr Kilometer erstrampeln, klingt logisch. Allerdings hat sich Abensberg seit einigen Jahren das Thema Klimaschutz ans Revers gesteckt und so ist das Dabeisein auch eine Grundsatzfrage.
Wie berichtet war es vor drei Jahren ein Neubürger, der kürzlich nach Abensberg zugezogen war, der die Kommune auf diese Aktion aufmerksam gemacht hat. Der passionierte Fahrradfahrer, der selbst auch an Wettkämpfen teilnahm, kannte die Aktion aus seiner Heimatstadt.
Der Initiator der Aktion ist das Klimabündnis
Als man dann laut Verwaltungsangestellte Karin Vogt gesehen habe, dass etwa Städte wie Regensburg und Ingolstadt mit dabei sind, kam es zum Entschluss, auch mitzumachen. Initiator der Aktion ist das Klimabündnis. Dort arbeiten nach eigener Angabe rund 2000 Kommunen aus mehr als 25 europäischen Staaten, Bundesländer, Provinzen, Nichtregierungsorganisationen und weitere Einrichtungen gemeinsam daran, den Klimawandel zu bekämpfen.
Das Ziel des Stadtradelns ist, privat und beruflich möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Das helfe dem Klimaschutz, der Radförderung und bringe mehr Lebensqualität in der Stadt, weil weniger Autos unterwegs sind. So beschreiben es die Initiatoren.