Abensberger wollen Trendsport in die Stadt bringen

Von Wolfgang Abeltshauser · 10. April 2026 um 11:00

Bald könnte es ein zusätzliches Sportangebot in Abensberg geben. Die Mitglieder des städtischen Bauausschusses haben sich mit dem Antrag zu beschäftigen, der eine weitere Sporthalle beim Freizeitzentrum zum Inhalt hat.

Unter den Bauanträgen der Sitzung am Montag, 13. April, findet sich der „Neubau einer Padel-Halle in der Aumühlstraße 1“. Eine Anfrage bei der Josef-Stanglmeier-Stiftung bringt rasch Informationen zu dem Projekt. Bei dem Vorhaben handelt sich um eine Kooperation zwischen der Stiftung und einer Investorengruppe, deren Mitglieder sich als Anhänger von Padel-Tennis bezeichnen. So ist es von Stiftungschef Dr. Uwe Brandl und Susanne Leins zu hören. Leins ist eine Hauptgesellschafterin der Padel Abensberg GbR, die mittlerweile zur Umsetzung des Projekts gegründet worden ist.

Padel-Tennis ist eine Mischung aus Tennis und Squash, bei der auf einem zehn mal zehn Meter messenden Spielfeld, das von Glaswänden eingerahmt wird, gespielt wird. Der Ball darf nur einmal den Boden berühren, die Wände gelten als Spielfeld. Es gilt als dynamischer als das klassische Tennisspiel.

Padel-Tennis auf 900 Quadratmeter

So stellen sich die Initiatoren das Projekt vor: Zwischen der Münchner Straße und der Franziska-Stanglmeier-Halle soll auf 900 Quadratmeter der neue Bau entstehen. Drei Spielfelder für Doppel sollen darin Platz finden - dazu einer im Außenbereich fürs Einzel. Den Bau finanzieren die Investoren, den Grund stellt die Stiftung zur Verfügung - die ihn langfristig an die Investoren verpachtet. Außerdem dürfen die Padel-Spieler die Infrastruktur des Freizeitzentrums, also etwa sanitäre Anlagen, nutzen.

Beim Freizeitzentrum soll auf diese bisher ungenutzte Grasfläche eine weitere Halle gebaut werden. - Foto: Wolfgang Abeltshauser

Vorgesehen ist, dass die Spielfelder online gebucht werden können. Die Investoren sind sich sicher, dass dieses Geschäftsmodell funktionieren werde. Denn Padel sei der Sport in Deutschland, der am schnellsten wachse. „Er ist leicht zu lernen und für jedes Alter geeignet“, ist sich Leins sicher. Dass die Sportart im Kommen ist zeige außerdem, dass es Ambitionen gibt, sie ins olympische Programm aufzunehmen.

Bisher sind es weite Wege für die Sportler

Derzeit stünden die nächsten Hallen in Ingolstadt und Regensburg, in denen es aber schwierig sei, unterzukommen. Man müsse mindestens eine Woche im voraus buchen. So gesehen gebe es auf alle Fälle Bedarf für eine Halle in Abensberg. Außerdem biete sie eine sinnvolle Ergänzung zu den bisher im Freizeitzentrum angebotenen Sportarten wie Tennis und Picklball.

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Man wolle außerdem auch bei diesem Sportangebot dem Zweck der Stanglmeierstiftung nachkommen - der Förderung Jugendlicher, Bedürftiger sowie von Sport allgemein. „Wir wollen spezielle Angebote für Familien, Jugendliche, Firmen und benachteiligte Gruppen entwickeln“, betont Leins.

Bereits vor etwa zwei Jahren habe es Überlegungen gegeben, beim Freizeitzentrum Spielfelder für Pandel-Tennis zu errichten. Dann hätten aber erst einmal Sanierungsarbeiten an der Josef-Stanglmeier-Halle den Vorrang gehabt. Seinerzeit wären jedoch nur Freiluftplätze entstanden, so dass es im Winter kein Angebot gegeben hätte.

Start der Bauarbeiten im Herbst anvisiert

Unter der Voraussetzung, dass es bei der Genehmigung des Bauantrags keine Probleme gibt, planen die Initiatoren den Bau der Halle ab Herbst. Ab Ende April soll es unter www.padel-abensberg.de weitere Informationen geben.

Wie berichtet ist das Abensberger Projekt nicht das einzige Vorhaben, Padel-Tennis in die Region zu bringen. Vor Monatsfrist gab es im Siegenburger Gemeinderat einen ähnlichen Antrag. So will ein Investor im Gewerbegebiet Eglsee in einer laut Siegenburgs Bürgermeister Johann Bergermeier bisher von einer Spedition genutzten Halle eine Padel-Anlage schaffen. Insgesamt sollen vier Spielfelder entstehen.

Weitere Themen der Sitzung in Abensberg

Auf der Tagesordnung der Sitzung des Bauausschusses steht darüber hinaus ein Vorhaben, mit dem sich die Gremiumsmitglieder schon mehrere Male auseinandersetzen mussten. Es geht um Garagen im Erdgeschoss eines Hauses in der Ulrichstraße. Das bisher letzte Mal stand das Projekt als Bauvoranfrage im September auf der Tagesordnung des Gremiums, dessen Abstimmung darüber fünf zu fünf ausging. Damit war es abgelehnt. Allerdings lag ein Schreiben des Landratsamts vor, demnach man es seitens der Behörde als genehmigungsfähig halte. Bereits 2021 hatte sich der Ausschuss mit dem Thema zu beschäftigen.

Die Mitglieder des Gremiums haben sich dazu mit weiteren Bauvorhaben auseinanderzusetzen. Mehrere Wohnhaus-Projekte in Abensberg sowie den Ortsteilen Offenstetten und Pullach stehen auf der Tagesordnung. Die Sitzung beginnt am 13. April um 17 Uhr im Sitzungssaal im Rathaus.