Parcours für Skater und Biker soll in Abensberg entstehen

Von Wolfgang Abeltshauser · 9. April 2026 um 11:00

Beim Abensberger Jugendzentrum soll laut Stadtkämmerer Andreas Poschenrieder ein Rampenpark verwirklicht werden, den Skateboarder und Radfahrer nutzen können. Entstehen soll ein Parcours mit künstlichen Hügeln und Kurven. Und Bürgermeister Bernhard Resch kündigt sogar ein zusätzliches Vorhaben in der Stadt an.

Bekanntlich gibt es dort eine Skateranlage, die in die Jahre gekommen ist und die wieder aufgepeppt werden soll. Bald werden nach Poschenrieders Worten alte Rampen abgebaut, die dort seit nunmehr 20 Jahren stehen, sagte er unlängst in einer Stadtratssitzung. Er ist in der Stadtverwaltung für die Umsetzung des Projekts mitverantwortlich.

Für die kommenden Tage habe sich ein Fachmann angekündigt, der viel Erfahrung im Bau solcher Parcours hat und der den Abensbergern Tipps geben soll, wie sie den ihren gestalten können. Ziel sei, eventuell schon vor Pfingsten erste neue Rampen aufbauen zu können. Eingebunden in das Projekt ist das Berufsbildungswerk (BBW), denn Auszubildende von dort haben zugesagt, die Grünanlagen links und rechts der Anlage zu gestalten.

Derzeit macht die Anlage in Abensberg einen tristen Eindruck

Laut Bürgermeister Bernhard Resch sollen außerdem Lagergebäude aus Holz entstehen, die wiederum die Schreinerabteilung aus dem BBW schaffen soll. Die übrigen Arbeiten werden sich nach seinen Worten Bauhofkräfte und Mitarbeiter einer Fachfirma unter sich aufteilen.

Die Skateranlage beim Jugendzentrum ist derzeit gesperrt. So weißt es ein Schild am Eingang aus. - Foto: Wolfgang Abeltshauser

Derzeit macht die Anlage ehrlicherweise einen eher tristen Eindruck. Auf einer Asphaltfläche stehen eine so genannte Halfpipe, also ein Gerät in Form einer halben Röhre, die grundsätzlich Skatern für ihre Tricks dient. Außerdem sind zwei künstliche Hügel zu sehen. Um den Bereich herum wurde schon Erdreich entfernt. Dieses Areal könnte mit Grün gestaltet werden.

Vereine aus Abensberg werden ins Spiel gebracht

In Zukunft könnte sich laut Poschenrieder ein dafür zu gründender Verein um die neue Anlage kümmern, blickt er in die Zukunft. Laut Sportreferent Sebastian Kneitinger sollten Abensberger Clubs auf alle Fälle in die Pflege und die Organisation der Anlage eingebunden sein. In seinen Augen soll sie grundsätzlich frei zugänglich und für jedermann nutzbar sein, sagte er unlängst. Resch verweist im Gespräch mit dieser Zeitung darauf, dass es beim TSV ja früher auch eine entsprechende Abteilung gab, die man wieder reaktivieren könne. Selbstverständlich könne auch das Jugendzentrum in die organisatorische Arbeit eingebunden werden.

Wie berichtet hat das Abensberger Projekt mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erregt. So hat die Stiftung Lebensgrundlage Bayern der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) unlängst Förderpreise verliehen - unter anderem an das Abensberger Projekt. Laut Resch konnte man sich dafür bewerben, Poschenrieder und Katrin Koller Ferch, die in der Stadtverwaltung unter anderem für die Generationenarbeit zuständig ist, setzten die Bewerbung auf.

85.000 Euro Fördergelder sollen die Kosten decken

Ausgezeichnet wurden Projekte aus den Bereichen Bildung, Jugendhilfe, Wohlfahrt, Natur- und Tierschutz, Katastrophenvorsorge, Heimatpflege sowie Sport. Das ist die Begründung, warum Abensberg mit dem Skater- und Bike-Projekt zu den ausgewählten 18 Preisträgern gehört: „Die seit rund 20 Jahren bestehende Skateranlage soll zu einem modernen und sicheren Treffpunkt für junge Menschen werden. Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft soll dort ein Raum geboten werden, in dem sie trainieren und sich sportlich betätigen können.“

Laut der Stiftung werde das Projekt aufgrund der Verbindung von Freizeitspaß, Inklusion und nachhaltiger Infrastruktur gefördert. Der Schwerpunkt habe bei der Projektauswahl auf ökologischen und sozialen Projekten gelegen. Ein Kriterium für den Erhalt des Förderpreises sei dabei ein konkreter Nutzen für die Gesellschaft gewesen. Resch berichtet, dass mit der Fördersumme von 85.000 Euro wohl die gesamten Kosten zu tragen sind.

Und er spricht dann auch gleich über das nächste Projekt dieser Art. Man wolle auf einem städtischen Grundstück einen Mountainbike-Parcours errichten. Mit im Boot sitzen könnte dabei in seinen Augen das Team Babo. Weiter Details sollen aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verraten werden.