Über 70 Beamte kontrollieren in Furth im Wald an der B20 und an der Grenze

Blitzermarathon am Mittwoch in ganz Bayern. Auch bei Furth im Wald wurde der Laser auf Kraftfahrzeuge auf der Bundesstraße 20 (B20) gerichtet. Zusätzlich nutzte der Zoll den Tag, um in Zusammenarbeit mit Grenz- und Bereitschaftspolizei engmaschige Kontrollen durchzuführen. Mit im Einsatz: ein Röntgengerät, das verdächtige Lkw und Pkw durchleuchtet.
Josef Weindl, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Furth im Wald, meldet nach Abschluss des Vormittags sechs Geschwindigkeitsübertretungen im Anzeigenbereich. Das heißt, die Fahrzeuge waren bei erlaubten 100 Stundenkilometern mindestens 20 Sachen zu schnell unterwegs. Tagessieger: ein Pkw mit 125 km/h. Darüber hinaus haben drei Lkws andere Brummis im verbotenen Bereich überholt. Eine relativ magere Ausbeute, wie Weindl sagt.
Warnen mit der Lichthupe ist eine Ordnungswidrigkeit
Aber klar, schließlich wurde die bayernweite Aktion seit Tagen angekündigt. „Außerdem wird ja auch noch mit der Lichthupe gewarnt“, ergänzt einer der beiden Beamten, die auf der Brücke über der B20 stehen. Das ist übrigens eine Ordnungswidrigkeit und kann laut Weindl eine geringe Geldstrafe nach sich ziehen. Zehn Beamte und zusätzlich zwei Kollegen aus Tschechien sind an der Aktion beteiligt. Rausgewunken werden übrigens nicht nur Temposünder. Die Kontrolleure sehen durch den Laser auch, ob jemand das Handy am Ohr hat oder nicht angeschnallt ist. Außerdem werden der ertappte Verkehrsteilnehmer und sein Fahrzeug einer allgemeinen Kontrolle unterzogen. Geprüft wird, ob er fahrtüchtig ist, verbotene Dinge mit sich führt oder ob etwas gegen ihn vorliegt. „Wäre dumm, wenn wir das nicht tun und sich später herausstellt, dass er ein gesuchter Straftäter ist oder keinen Führerschein hat“, sagt Weindl.








Weindls Truppe ist an diesem Tag aber nicht nur auf der B20 präsent. Der Zoll führt eine groß angelegte Kontrollaktion durch. Laut Nadine Striegel vom Hauptzollamt Regensburg wurde ihre Behörde zusätzlich von der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen sowie der Grenzpolizeigruppe der Polizeiinspektion Furth im Wald unterstützt, die zusätzlich durch Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei verstärkt wurde. Insgesamt waren demnach rund 60 Einsatzkräfte an der Maßnahme beteiligt. Zur Aufgabenverteilung erläutert Striegel: Der Zoll überprüft, ob illegale Waren mitgeführt werden. Waffen, Drogen sowie unerlaubte Mengen Zigaretten und Kraftstoffe gehören dazu. Der Bundespolizei obliegt die Kontrolle von Personen. Sie richtet ihr Augenmerk insbesondere auf unerlaubte Einreisen sowie Fahndungstreffer. Die Grenzpolizeigruppe konzentriert sich auf Ausreisekontrollen und unterstützt zudem bei Fahndungsmaßnahmen.
Pkw und Lkw werden mit Röntgengerät durchleuchtet
Zu den weiteren Aufgaben der beteiligten Polizeibehörden zählen laut Striegel auch die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität, die Verhinderung von Schleusungsdelikten sowie die Aufdeckung von Dokumentenmissbrauch. Vor Ort war auch die Kontrolleinheit Großröntgentechnik Wernberg-Köblitz. Mit dem mobilen Röntgengerät können laut Striegel komplette Pkw und Lkw effizient durchleuchtet und Schmuggelverstecke oder unerlaubte Waren erkannt werden, so Striegel. „Die heutige Maßnahme verdeutlicht die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, bei der alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten“, betont der Leiter des Hauptzollamts Regensburg, René Matschke.