Heißluftfritteuse boomt: Darum will jeder einen Airfryer in seiner Küche

So gut wie jeder zweite Haushalt besitzt einen Airfryer. Vor allem in den sozialen Medien wird das Küchengerät gehyped. Zurecht - oder alles nur Trend?
Egal ob Pommes, Tiefkühl-Nuggets oder sogar Muffins und Spiegeleier: In den sozialen Medien tummeln sich die Airfryer-Rezepte. Die Heißluftfritteuse ist ein kompakter Umluftofen. Anders als einen Backofen kann man sie direkt ohne Vorheizen nutzen und im Gegensatz zur klassischen Fritteuse ohne zusätzliches Fett. Heißt: Rezepte im Airfryer sind oft schneller fertig als im Backofen – und sie gelten auch als gesünder als ein klassisch frittiertes Gericht.
In vielen deutschen Haushalten ist das Küchengerät nicht mehr wegzudenken; fast jeder zweite besitzt mittlerweile einen Airfryer. Dem Marktforschungsunternehmen YouGov zufolge sind es genau genommen 42 Prozent der deutschen Haushalte, schreibt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie in einem aktuellen Bericht. Einem Bericht von Dr. Oetker zufolge sind es sogar 53 Prozent der deutschen Haushalte.
Hype um Heißluftfritteusen in den sozialen Medien
Aber wie ist die Heißluftfritteuse zu so einem heißen Tipp in der Küche geworden? Eine Vermutung ist, dass es vielleicht an Social Media liegen könnte. Auf Instagram, Tiktok und Co. häufen sich die Rezeptvideos und -beiträge. Dabei ist für jeden Anlass und für jeden Geschmack etwas dabei: Seien es Kuchen, Muffins und Kekse, die man im Airfryer backen kann, ein mediterraner Lachs, Aufläufe aller Art oder aber sogar Risotto- und Pasta-Gerichte. Man könnte bei der Fülle an Beiträgen im Netz meinen, dass mit einer Heißluftfritteuse fast nichts unmöglich ist. Selbst Eier lassen sich im Airfryer zubereiten, zeigen manche Posts.
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Neben den Kreationen, die man selbst frisch mit dem Airfryer zubereiten kann, hat sich aber ein weiteres Feld als heißluftfritteusentauglich erwiesen: Tiefkühlprodukte. Egal ob Pommes, Nuggets, Pizza, Frühlingsrollen oder Gebäck – im Airfryer werden die Gerichte schnell knusprig. Einer repräsentativen Umfrage zufolge bereiten 41 Prozent der Deutschen ihre Tiefkühlprodukte mit dem gehypten Küchengerät zu, teilte das Deutsche Tiefkühlinstitut im September mit.
Dieses Rezept können Sie mit einem Airfryer zubereiten: Dieses farbenfrohe Kürbis-Risotto glänzt auch bei Gästen
Innerhalb der Lebensmittelbranche sind einige Hersteller auf den Hype aufgesprungen. Seien es spezielle Backpapier-Zuschnitte, Silikonförmchen, Reinigungsmittel, spezielles Backpulver, Gewürzmischungen oder Fertiggerichte, die extra für den Airfryer entwickelt wurden: Wer das Gerät zuhause hat, findet im Einzelhandel reichlich Zubehör rund um das Gerät.
Ist der Hype um den Airfryer gerechtfertigt – oder nur heiße Luft?
Und gerade mit Blick auf das Geschäft mit dem Airfryer und seinem Zubehör stellt sich so mancher die Frage: Ist der Hype gerechtfertigt – oder einfach nur ein perfekt gelungenes Marketingprojekt? Schließlich ist die Heißluftfritteuse keine Innovation, mit der es erstmals möglich ist, etwas zu backen. Es geht nur eben schneller, bequemer und ohne zusätzliches Fett, das auch gerne mal die Küche verunreinigt. Aber braucht es extra dieses Produkt – oder tut es nicht auch einfach der klassische Backofen?
Egal ob mit oder ohne Airfryer: Auf dieser Sonderseite finden Sie viele Rezepte.
Ob der Hype um den Airfryer gerechtfertigt ist, muss jeder für sich selbst beantworten. Fest steht aber: Das Gerät ist auch nach längerer Zeit bekannt und die Rezept-Beiträge in den sozialen Medien werden nicht weniger. Auch Studien und Umfragen zeigen, dass sich das Gerät großer Beliebtheit erfreut und weiter zahlreich verkauft wird. Laut Dr. Oetker nutzt ein Großteil der stolzen Besitzer eines Airfryers das Gerät „regelmäßig und vielseitig“. 46 Prozent der Besitzer greifen demnach mehrmals pro Woche zum Gerät, acht Prozent sogar täglich. Und zumindest für diese Menschen steht fest: Der Airfryer ist mehr als nur heiße Luft.