Fassadenbegrünung und Rasen: Neumarkter Klostergasse soll grüner werden

Von Eva Gaupp · 16. April 2026 um 05:00

Einen umfassenden Umbau der Altstadt, wie er jahrelang im Gespräch war, geben die Finanzen nicht mehr her. Aber auf einige positive Veränderungen in der Klostergasse dürfen sich die Neumarkter dennoch freuen. Darunter sind spezielle Angebote für Kinder.

In der Bürgerversammlung in Stauf hat Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn angekündigt, dass im Mai/Juni neue Sitzgruppen, Bänke, Pflanzkübel und Grünzonen – so wie sie bereits seit vergangenem Jahr aus der Marktstraße bekannt sind, aufgestellt werden.

Darüber hinaus dürfen sich Familien über Spiele freuen, die auf dem Boden aufgemalt werden und Kindern einen Zeitvertreib bieten, während Mama und Papa vielleicht in einem Café sitzen oder in ein Geschäft reinschauen. Darüber hinaus sei die Verwaltung derzeit dabei, die Idee von Bürgern umzusetzen: Und zwar soll in der Klostergasse ein Spielzeugbasar entstehen – nach dem Modell der Bücherschränke können dort Kinder ausrangierte Spielsachen reinlegen und gebrauchte für sich neu entdecken.

Fontänen im Neumarkter Stadtpark dürfen öfter spritzen

Zudem möchte die Stadt bei der Fassadenbegrünung als gutes Vorbild voraus gehen und mit dem Rathaus II beginnen. Ochsenkühn erläuterte in der Versammlung noch einmal das neue Programm der Stadt, das mehr Grün auf privaten Grundstücken fördert. „In den nächsten Jahren wird es weniger um den Klimawandel als vielmehr um eine Klimaanpassung gehen“, sagte er im Schützenhaus am Dienstagabend.

Der Versuch mit den Pflanztrögen und Rasenflächen hätten bewiesen, dass sie das Klima in der Innenstadt positiv beeinflussen. Deshalb sollen sie auf die Klostergasse ausgeweitet werden. Jedes Jahr die Wasserfontänen vor dem Rathaus aufzustellen, sei zu kostspielig, sagte der Oberbürgermeister – dafür sollen die kleinen Fontänen im Stadtpark im Sommer deutlich öfter sprudeln als bisher.

Neumarkter Stadtbus kann nicht billiger werden

In der Versammlung präsentierte Ochsenkühn den Bürgern auch einige markante Zahlen – vor allem Ausgaben und Kosten. Deshalb sei beispielsweise der Wunsch nach kostenlosem Stadtbus illusorisch. „Schon jetzt haben wir ein Defizit von 3,7 Millionen Euro.“

Eine sehr gute Nachricht hatte er jedoch auch dabei: Im Juni sollen endlich die Interessenten für Grundstücke im Baugebiet Stauf Ost II kontaktiert werden. Nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen und baurechtlichen Problemen die Erschließung betreffend sollen die Bauwilligen nun bald loslegen können.