Gemeinsames Feuerwehrhaus für Dachelhofen und Ettmannsdorf: Entwurf für Neubau liegt vor

Vor fünf Jahren beschlossen Schwandorfs Stadträte, die Feuerwehren aus Dachelhofen und Ettmannsdorf in einem gemeinsamen Gerätehaus unterzubringen. Entstehen soll es an der St.-Vitalis-Straße. Seitdem gab es zahlreiche weitere Beschlüsse – doch umgesetzt ist das Vorhaben bis jetzt nicht. Das lag nicht an der Stadt. Nun ist das Projekt aber einen großen Schritt vorangekommen.
Dem Schwandorfer Bauausschuss wurde am vergangenen Donnerstag der Entwurf des künftigen gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses von Dachelhofen und Ettmannsdorf präsentiert. Zentraler Punkt des Neubaus auf dem Gelände des stillgelegten Klärwerks an der St.-Vitalis-Straße ist die Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen. In nördlicher Richtung schließen sich die notwendigen Funktionsräume wie beispielsweise Werkstatt und Lager sowie die Umkleiden an.
Büros der Kommandanten sollen an der südlichen Seite des Gebäudes entstehen
Auf der südlichen Seite befindet sich hauptsächlich der Verwaltungstrakt mit den Büros für die beiden Kommandanten, einem großen Schulungsraum und Lagermöglichkeiten. Durch diese Anordnung der Räumlichkeiten ergebe sich auch eine automatische Trennung des Sauber- und des Schmutzbereiches, hieß es vonseiten der Stadtverwaltung. Die Raumaufteilung ist mit den beiden Feuerwehren aus Dachelhofen und Ettmannsdorf zuvor abgestimmt worden.
Das neue Gerätehaus soll auf der mehr als 3500 Quadratmeter großen Fläche etwa in der Mitte, an der südlichen Grenze des Baufensters, angeordnet werden. Diese Platzierung ermögliche für die Zukunft eine Erweiterung in nördlicher Richtung, erläuterte Michael Kern vom Hochbauamt. Die Erweiterung würde dann auch am technischen Gebäudebereich erfolgen können. Für das Vorhaben sind derzeit 3,35 Millionen Euro im städtischen Haushalt vorgesehen.
Was lange währt, wird endlich gut.Hans Sieß, CSU-Stadtrat über die Fortschritte bei dem langjährigen Bauvorhaben
Bei den Stadträten kam der Entwurf gut an. „Was lange währt, wird endlich gut“, meinte CSU-Stadtrat Hans Sieß. Er sei froh, dass endlich gebaut werden könne. Danach sah es zwischenzeitlich nicht aus. Da das ausgewählte Gelände im Außenbereich liegt, musste erst ein Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan aufgestellt werden.
Eine Änderung des Flächennutzungsplans wurde ebenfalls auf den Weg gebracht. Doch diese Änderung wurde von der Regierung der Oberpfalz nicht genehmigt, weil die Fläche teilweise im Überschwemmungsgebiet der Naab liegt. Durch dieses Veto konnte auch der Bebauungsplan nicht in Kraft treten und das Vorhaben geriet ins Stocken.
Stadtrat entscheidet im Juni über den Entwurf
Die Stadt hatte den Neubau an diesem Standort aber nicht ad acta gelegt. Vielmehr sollte geprüft werden, ob das Grundstück bei einem Hochwasser tatsächlich überschwemmt werden würde. Ein Vermessungsbüro kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis, dass mit einer Überschwemmung nicht zu rechnen sei. Mit dieser Erkenntnis konnte die Stadt das Bauvorhaben wieder forcieren. Mitte Januar trat der Bebauungsplan schließlich in Kraft. Nun besteht Baurecht auf dem Grundstück.
Der Bauausschuss empfahl dem Stadtrat einstimmig, den Konzeptentwurf zu billigen. Der Schwandorfer Stadtrat wird in seiner Sitzung am 15. Juni darüber entscheiden. Für die beiden Wehren ist das positive Votum des Bauausschusses schon eine gute Nachricht, denn das Warten auf das gemeinsame Gerätehaus hat bald ein Ende.