Die Lindner-Brauerei in Bad Kötzting wird im Juni 150 – So sieht das Programm aus

Der Lindner-Bräu aus Bad Kötzting im Landkreis Cham feiert 150-jähriges Bestehen, und das ganz groß an drei Tagen Mitte Juni. Während das in der Regel eine Vorbereitungszeit von mehreren Jahren braucht, waren es im Fall der weithin bekannten Brauerei der Pfingstrittstadt nur wenige Wochen. Der Zufall machte Inhaberin Evi Kolbeck erst auf das besondere Datum aufmerksam – und hätte Christian Fischl als operativer Betriebsleiter nicht gedrängt, hätte es das Fest wohl gar nicht gegeben.
Zwei Monate bevor das Brauereifest anlässlich der Beantragung der Konzession im Jahr 1876 vom 12. bis 14. Juni gefeiert wird, liegt der Hauptteil der Vorbereitungen schon hinter ihnen. Heimatforscher Clemens Pongratz sei es gewesen, erinnert sich Evi Kolbeck, der im Sommer vergangenen Jahres angemerkt habe: „Da könnt ihr 2026 ja 150-Jähriges feiern.“
1876 wurde die Konzession für die Brauerei beantragt
Genutzt wurde das Areal schon viel länger, im 17. Jahrhundert ist der Bau einer Sägemühle belegt. 1876 wurde durch Karl Lindner die Brauerei beantragt – damit ist sie heute zwar die älteste Brauerei in der Stadt, aber doch im Vergleich mit anderen Brauereien in der Umgebung relativ jung, wie Kolbeck selbst sagt.
„Aber 150 Jahre, das ist schon ein Anlass, der gefeiert gehört, das ist einfach eine schöne Zahl“, sagt Fischl. Dass er zumindest etwas nachhelfen musste, um Chefin Evi Kolbeck von der Idee des ersten Brauereifestes überhaupt zu überzeugen, muss sie schon zugeben. Bis September habe es gedauert, bis die Planungen für das dreitägige Fest nur rund neun Monate später begonnen haben. Unter einem guten Stern scheint das Fest wohl schon jetzt zu stehen, denn bereits an Weihnachten seien alle Bands gebucht gewesen, das Konzept stand.
Ein Festival mit drei Tagen unterschiedlicher Musik
Nicht weniger als sechs Bands werden an drei Tagen auftreten: Drei am Freitag, zwei samstags und eine am Sonntag (siehe Info). Geboten werden wird ein „XXL-Biergarten“ mit Platz für rund 1000 Gäste, 1000 weitere sollen im Steh-Bereich Platz finden. Dafür werden auch weite Teile des Parkplatzes rund um die Brauerei mit genutzt, die Bands spielen Open-Air auf einer acht mal sechs Meter großen Bühne.
Im Biergarten wird es eine typische Speisekarte geben, außerdem werden mehrere Schausteller verpflichtet, die auch rund um den Steh-Bereich weitere Speisen und Getränke anbieten werden, wie Evi Kolbeck und Christian Fischl sagen.
Konzeptionell wird der Freitag ab 17 Uhr eher traditionell bayerisch werden und bis 1 Uhr dauern. Am Samstag öffnet das Gelände ab 15 Uhr, am Abend gibt es nicht weniger bayerische, aber etwas „flottere“ Töne zu hören, an diesem Tag bis 0 Uhr.
Um die Unkosten decken zu können, wird der Eintritt am Freitag für drei Bands 25 Euro kosten; Am Samstag werden 35 Euro Eintritt fällig. „Es gibt aber auch ein Kombi-Ticket für beide Tage für 50 Euro“, sagt Christian Fischl.
Am Sonntag – an diesem Tag hat der Lindner-Bräu üblicherweise Ruhetag – beginnt der Betrieb um 8 Uhr. „Frühschoppen und Weißwurstfrühstück anno dazumal“ lautet das Motto an diesem letzten Tag, der für die Familie geplant ist, um 16 Uhr endet und keinen Eintritt kostet.
Speziell zu diesem Anlass hat Evi Kolbeck auch ein eigenes Bier gebraut: Das „Hundertfuchzger Märzen“ mit 5,8 Prozent kommt zum ersten Brauereifest zum Ausschank. Das Rezept ist allerdings nicht ganz neu, wie sie verrät: Ihr Vater Heinz Kolbeck hatte das Bier bereits vor einigen Jahren anlässlich eines noch höheren Jubiläums schon einmal gebraut: Als der Burschen- und Wanderer-Verein sein 175. Jubiläum gefeiert hatte. Bei aller Vorbereitung gibt es in den kommenden beiden Monaten natürlich immer noch einiges zu erledigen. Die Vorfreude ist aber schon jetzt sehr groß – jetzt hoffen die Organisatoren nur noch auf bestes Wetter und ebenso gute Laune bei den Gästen an diesen Tagen.
Das Programm
■ Freitag, 12. Juni: Das Fest wird um 17 Uhr eröffnet und stellt die traditionelle bayerische Musik in den Mittelpunkt. An diesem Tag wird bis 1 Uhr morgens gefeiert. Für die musikalische Unterhaltung sorgen an diesem Tag gleich drei Bands, und zwar die „Tegernseer Tanzlmusi“, die „Kapelle Josef Menzl“ und „Loisach Marci“ mit Alphorntechno. Der Eintritt kostet an diesem ersten Tag 25 Euro.
■ Samstag, 13. Juni: Das Festival startet wieder um 15 Uhr mit dem Einlass auf das Gelände. Es spielen die „WüdaraMusi“ und die „Kellersteff Bigband“. Das Ende ist gegen 0 Uhr geplant, der Eintritt kostet 35 Euro. Wer ohnehin weiß, dass der Besuch an beiden Tagen geplant ist, kann auch ein Kombi-Ticket für Freitag und Samstag kaufen – das kostet dann 50 Euro.
■ Sonntag, 14. Juni: Mit „Frühschoppen und Weißwurstfrühstück anno dazumal“ beginnt das Fest um 8 Uhr mit Frühschoppen und musikalischer Unterhaltung durch die „Leder Wixxa“. Es gibt natürlich einen Mittagstisch und einen Familiennachmittag.
■ Karten gibt es bei www.okticket.de. (Sonntag freier Eintritt). wf