Von Latte Macchiato bis Smash Burger: Café-Ecke füllt Leerstand in Nittenau

Von Cornelia Lorenz · 7. April 2026 um 15:00

In den Leerstand in der Nittenauer Hauptstraße 4 ist neues Leben eingekehrt: Wo zuletzt ungarische Lebensmittel über die Ladentheke gingen, ist nun ein Café eingezogen. Der Wirt will hier einen Treffpunkt schaffen, an dem sich alle Nittenauer, egal welcher Nationalität oder Altersklasse, wohlfühlen.

„Uns geht es nicht darum, reich zu werden. Wir wollen glückliche Gesichter sehen“, sagt Mustafa Demirtas. Er lebt seit vielen Jahren in Nittenau und arbeitet hauptberuflich als Mechatroniker. Doch nun unterstützt er seinen Schwager Akif Alper Durmus, der seit zwei Jahren in Nittenau heimisch ist, bei seinem Wunsch, in der Gastronomie Fuß zu fassen. Auch Demirtas’ Frau Meltem ist mit im Boot und kümmert sich im neuen Café unter anderem darum, dass die Kuchentheke immer frisch bestückt ist.

Bald soll es auch Sitzplätze im Außenbereich geben

Die drei haben türkische Wurzeln, doch ihre Gaststätte soll sich nicht auf diese Richtung beschränken. „Die Café-Ecke ist kein türkisches Café. Wir sind ein Lokal für jeden“, betont Demirtas. 52 Sitzplätze gibt es derzeit im Innenraum, doch bald sollen auch noch Plätze im Außenbereich dazukommen.

Am Wochenende können die Gäste hier auch gemütlich frühstücken. - Foto: Cornelia Lorenz

Seit gut zwei Wochen hat das Café mittlerweile geöffnet. Was die Gästezahl betrifft, habe man derzeit noch „Luft nach oben“, sagt Demirtas freimütig. Doch man denke positiv und hoffe, dass sich die Situation in nächster Zeit verbessern werde. Für Durmus sind es gerade die ersten Schritte als Gastronom. „Was haben wir schon zu verlieren? Das Risiko ist es uns wert“, sagt er. Ihm gehe es vor allem um den Spaß an der Arbeit.

Uns geht es nicht darum, reich zu werden. Wir wollen glückliche Gesichter sehen.Akif Alper Durmus, Inhaber der Café-Ecke

Angebot reicht von Smash Burger bis Kuchen

Der Wirt will mit seinem Café den anderen Lokalen in der Innenstadt nach eigener Aussage keine Konkurrenz machen. Deshalb verzichte man beispielsweise darauf, Alkohol auszuschenken. In der Corona-Zeit sei vielen Menschen die Leichtigkeit abhanden gekommen, alles werde zudem immer teurer. Deshalb setze man bewusst auf günstige Preise.

In der Café-Ecke gibt es nicht nur verschiedene Kaffee- und Teespezialitäten, Kuchen und Desserts, sondern auch handfeste Mahlzeiten wie Smash Burger, Schnitzel, türkische Frikadellen namens Köfte oder die typisch türkische Eierspeise Menemen sowie Toast. Am Wochenende kann in der Café-Ecke auch ausgiebig gefrühstückt werden. In der Küche würden alle Speisen täglich frisch von Hand zubereitet, betont Durmus.

Jugendliche spielen gerne Brettspiele

Nun hoffen er und sein Team, dass sich das Lokal zu einem echten Treffpunkt für die Nittenauer entwickeln wird. Besonders eine Zielgruppe haben sie dabei im Auge: In der Stadt habe es bislang abends an Angeboten speziell für Jugendliche gefehlt, findet der Wirt. Es habe kaum einen Platz gegeben, wo sie gemütlich zusammensitzen könnten. Mittlerweile, so sagt er, kämen Jugendliche zu ihm abends zum Burgeressen – und würden gern auch die Gelegenheit nutzen, um hier die angebotenen Brettspiele zu spielen