„Keine Klagen eingegangen“: Baurecht für Ortsumgehung Traidersdorf liegt nun vor

Von Stefan Weber · 6. April 2026 um 19:00

Seit Jahrzehnten wird darüber diskutiert, wie die Staatsstraße 2132, die auch zwischen Bad Kötzting und Steinbühl in Richtung Landkreis Regen verläuft, entschärft werden könnte. Aktuell ist die kurvige Fahrbahn für den Verkehr bisweilen auch ziemlich schmal. Um Bewegung in das Verfahren zu bringen, wurden die Planungen zwischenzeitlich sogar aufgeteilt. Ende Februar wurde die Planfeststellung dazu öffentlich ausgelegt – ein kritischer Punkt im gesamten Verfahren.

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Denn Planung hin oder her: Sollte es Klagen gegen den Verlauf der Ortsumgehung von Traidersdorf geben, dann würden die in dieser Phase kommen. Pünktlich zum Gründonnerstag gab es auf Nachfrage unseres Medienhauses dann die Nachricht von der Regierung der Oberpfalz: „Es sind keine Klagen eingegangen.“ Damit herrscht seit kurz vor Ostern Baurecht.

„Es sind keine Klagen eingegangen“

Das wiederum bedeutet aber nicht, dass morgen schon die Bagger anrücken werden, erklärt Dr. Richard Bosl von der Straßenbauabteilung des zuständigen staatlichen Bauamtes in Regensburg auf Nachfrage unseres Medienhauses. Eher sei es wahrscheinlich, dass in diesem Jahr noch nichts geschehen werde, was die Autofahrer auf der Strecke bemerken würden. Das habe mehrere Gründe. „Man kann sich das ein wenig so vorstellen wie beim privaten Hausbau“, sagt Dr. Bosl. Auch hier werde mit den Arbeiten erst begonnen, wenn es eine Baugenehmigung gebe – und das sei beim Straßenbau nicht sehr viel anders. Nur dass im Straßenbau nun erst einmal mit dem Grunderwerb begonnen werde.

Als nächstes stünden nun erst einmal auch noch Gespräche mit der Stadt Bad Kötzting an. Nicht nur, dass die Straße an dieser Stelle komplett durch das Stadtgebiet verläuft: Auch die Prozessionsstrecke des Pfingstrittes führt auf ihr entlang. Alleine darum sei es schon wahrscheinlich, dass größere Arbeiten nicht vor dem über 600 Jahre alten Brauch richtig beginnen würden.

Richard Bosl verweist in diesem Zusammenhang auch auf eine Maßnahme, die dieses Jahr noch in Angriff genommen werden soll: Die Sanierung eines Teils der Staatsstraße 2139 bei Wettzell an der Landkreisgrenze nach Regen. Eine wichtiges Projekt, nicht nur mit Blick auf den Zustand der Straße, sondern auch für den Bau der Ortsumgehung von Traidersdorf, wie Richard Bosl sagt, denn: „Wenn um Traidersdorf gebaut wird, dann werden wir den Verkehr weiträumig über die Staatsstraße 2139 umleiten.“ Darum sei es wichtig, diese Arbeite vor denen rund um Traidersdorf zu erledigen.

Bauzeit von rund zwei Jahren geplant

Aus all diesen Gründen sei es also wahrscheinlich, dass erst im kommenden Jahr mit dem Bau an der Straße begonnen werde, schätzt Dr. Bosl. Auch dann würden die Autofahrer noch etwas Geduld haben müsse, da eine Bauzeit von ungefähr zwei Jahren wahrscheinlich sei.

Das ist geplant

■ Die geplante Umgehung führt zunächst über die Senke südlich von Traidersdorf und südlich von Steinbühl zurück auf die bisherige Staatsstraße 2132.

■ Traidersdorf wird in etwa auf Höhe des Autohauses Gogeißl mit Verkehrsinsel und Linksabbiegespur an die Staatsstraße angebunden.

■ Für die Pfingstreiter besteht weiter die Möglichkeit, wie bisher vom „Eisernen Tor“ über Traidersdorf nach Steinbühl zur Kirche zu reiten.

■ Neue Knotenpunkte erhalten die Gemeindeverbindungsstraßen Kieslau und Wurz. Dafür werden Verkehrsinseln und Linksabbiegespuren gebaut.

■ Der Mooswiesenweg wird mit einer Brücke über die neue Staatsstraße geführt.