Baustelle in Regensburg: Stadt macht Schleichweg über Mini-Gasse nach MZ-Bericht dicht

Ist das schon dieses „Bündnis des Fortschritts“, über das SPD, Grüne und Brücke gerade verhandeln? Vermutlich nicht. Und dennoch zeigt der Fall der St.-Albans-Gasse in der Regensburger Altstadt, dass die Stadt durchaus dazu in der Lage ist, schnell zu handeln.
Die MZ berichtete unlängst darüber, dass die kleine Straße unweit der Donau zu einer Art inoffizieller Umleitung geworden ist, seit am Weinmarkt gebaut wird. Ein Anwohner klagte über deutlich mehr Verkehr und damit verbundene Gefahrensituationen. Eigentlich soll die Baustelle weiträumig umfahren werden, der Weg durch die kleine Gasse schien so manchen Autolenkern allerdings komfortabler. Damit ist nun aber Schluss.
Möglich wurde die kreative Umleitung zum Leidwesen der Anwohner dadurch, dass die Stadt einen Pfosten am Eingang der Gasse entfernt hatte. Eine Stadtsprecherin begründete dies mit einer Rewagbaustelle in unmittelbarer Nähe. Der Energieversorger hatte dort mit einem Wasserrohrbruch zu kämpfen. Die Sprecherin kündigte überdies an, dass der Pfosten „voraussichtlich noch in dieser Woche wieder angebracht“ werden sollte – und das ist tatsächlich passiert. Seit Mittwoch steht der rot-weiße Wächter wieder an Ort und Stelle an der Kult-Kneipe Banane. Der Anwohner kommentierte dies gegenüber der MZ mit einer Prise Humor: „Die Stadt Regensburg kann auch mal schnell sein.“
Umleitung in Regensburg: Die Lösung führt zu einem weiteren Problem
Die Lösung des einen Problems sorgt nun indes für ein anderes Problem. Als die MZ am Mittwoch vor Ort ein Foto von besagtem Pfosten machen möchte, ist dies nur schwer möglich, denn: Davor parkt ein Auto. Der kleine Platz vor der Banane dürfte mitunter dazu einladen, sein Fahrzeug abzustellen. Wie gut, dass es bei den Verhandlungen um das „Bündnis des Fortschritts“ mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch um Parkplätze in der Altstadt gehen dürfte.