Irrfahrt zum Regensburger Wahrzeichen: Lila Bus muss an der Steinernen Brücke umdrehen

Von Rainer Wendl · 31. März 2026 um 20:00

Die Fahrer der lilafarbenen Busse des Schienenersatzverkehrs glänzen nicht immer mit Ortskenntnis. Ein eindrucksvoller Beleg dafür wurde am Dienstagmorgen erbracht.

Noch bis weit in den Sommer hinein werden sie das hiesige Straßenbild prägen: Die lilafarbenen Busse des Schienenersatzverkehrs, die wegen der Sperrung der Bahnstrecke nach Nürnberg in Massen durch die Region gondeln.

Gesteuert werden die Vehikel von Fahrerinnen und Fahrern, die sich hier null auskennen. Was das für Auswirkungen haben kann, zeigte sich am Dienstagmorgen am Oberen Wöhrd. Beim Blick in Richtung Steinerne Brücke ließ sich nicht nur ein herrlicher Sonnenaufgang beobachten, sondern auch ein kompliziertes Wendemanöver.

Aus völlig rätselhaften Gründen hatte sich ein Gelenkbus der Ersatzflotte auf die Donauinsel verirrt und bis zu der auf das Wahrzeichen führenden Rampe durchgeschlängelt. Oben auf der Brücke war dann Endstation, im Rückwärtsgang und später auch von einem von der anderen Seite herbeigeeilten Polizeiauto begleitet ging es wieder runter.

Das Wendemanöver war zeitaufwendige Millimeterarbeit. - Foto: Wendl

Dort dauerte es eine knappe Stunde, bis der 18 Meter lange Bus in mühsamer Millimeterarbeit endlich umgedreht hatte.

„Umwege erhöhen die Ortskenntnis“, weiß der Volksmund zwar. Beim Schienenersatzverkehr wäre es trotzdem die zielführendere – und für das Personal gesündere – Variante, den Fuhrpark mit Navigationssystemen auszustatten.