Defekter Verteilerkasten in Schwandorf: Strom muss stundenlang abgeschaltet werden

Von Martin Kellermeier · 1. April 2026 um 15:00

Seit über zwei Monaten ist es dasselbe Bild: Ein Stromkasten im Schwandorfer Egelsee-Gebiet ist mit einer knallgelben Abdeckhaube bedeckt, die vor Hochspannung und Lebensgefahr warnt. Der Kabelverteilerschrank wurde vermutlich von einem Winterdienstfahrzeug beschädigt und wartet seitdem auf seine Reparatur. Die soll laut einem Bayernwerk-Sprecher in den kommenden Wochen stattfinden, jedoch zeitweise Einschränkungen mit sich bringen.

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Wie berichtet, hatte die Schwandorfer Polizei am 27. Januar von dem beschädigten Stromverteilerkasten berichtet. „Das Schadensbild lässt möglicherweise auf eine Beschädigung durch einen Schneeräumer schließen“, teilte Polizeioberkommissar Stefan Dirnberger damals mit. Am Kasten entstand jedenfalls ein Sachschaden in Höhe von 1500 Euro.

Wer den Schrank angefahren hat, ist noch immer unklar. Trotz der Vernehmung mehrerer Personen konnte der Übeltäter bislang nicht ermittelt werden, sagte Dirnberger auf Nachfrage der MZ.

Bayernwerk kündigt Reparatur „bis spätestens Ende April“ an

Nicht nur die Polizei beschäftigt der Fall. Auch das Bayernwerk ist nach dem Schaden gefordert. Der Kabelverteilerschrank sei im Sockelbereich gebrochen, auch das Gehäuse sei verzogen, teilte Sprecher Aaron Gottari mit. „Ein Schaden an den elektrischen Komponenten liegt jedoch nicht vor“, erklärte der Bayernwerk-Vertreter ferner. Die Reparatur soll „bis spätestens Ende April“ stattfinden. Für die Instandsetzung seien Asphaltarbeiten notwendig.

Die Stromversorgung im Egelsee-Gebiet sei durch den beschädigten Stromkasten nicht gefährdet. „Die Betriebssicherheit ist sichergestellt“, erklärte Gottari. Bei der Behebung des Schadens müsse jedoch für etwa vier Stunden „der Strom geplant abgeschaltet werden, um das sichere Arbeiten am Kabelverteilerschrank zu gewährleisten“.

Etwa 20 Haushalte seien von der Maßnahme betroffen. Die entsprechenden Kunden würden laut Bayernwerk drei Tage im Voraus benachrichtigt. Aktuell gehe vom betroffenen Kabelverteilerschrank keine Gefahr aus, die Abdeckhaube sei lediglich vorsorglich angebracht worden, stellte Sprecher Gottari abschließend fest.

Anwohner: Gefahr sollte nicht unterschätzt werden

Ein Anwohner im Egelsee-Gebiet, der jahrelang in einer Führungsposition im Arbeitsschutz gearbeitet hat, stellt diese Einschätzung indes in Frage. Er hat sich wegen des beschädigten Stromkastens kürzlich an die MZ-Redaktion gewandt. „Das kann unter Umständen eine Gefahrenstelle sein, wenn Kinder oder Randalierer die Schutzhaube entfernen“, stellte der Leser fest. Er habe es mit eigenen Augen gesehen, dass bei dem betroffenen Verteilerschrank „stromführende Teile“ offenliegen würden. Diese seien eine „erhebliche Gefahr für Leib und Leben“, erklärte der Schwandorfer. Eine zeitnahe Reparatur sei deswegen „im Sinne der Sicherheit für die Bevölkerung“ erforderlich.