Edeka will in Schwandorf umziehen: Größerer Markt soll am Bodenweg entstehen

Nächster Schritt auf dem Weg zu einem neuen Edeka für Schwandorf: Am Bodenweg, in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Standort an der Dachelhofer Straße, will der selbstständige Kaufmann Daniel Pirzer aus Walderbach einen Markt mit einer Verkaufsfläche von rund 1400 Quadratmetern errichten und – wenn alles läuft wie geplant – vor Weihnachten 2027 eröffnen. Schon vor eineinhalb Jahren gab es Pläne, doch das damals angedachte Grundstück an der Dachelhofer Straße stellte sich als Sackgasse heraus.
Einstimmig fasste der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Schwandorf in seiner jüngsten Sitzung den Beschluss, das Verfahren für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Edeka-Supermarkt Bodenweg“einzuleiten. In der Juni-Sitzung will die Verwaltung den Vorentwurf dafür vorlegen, so dass der Aufstellungsbeschluss gefasst werden kann.
Dabei war das Thema dem Gremium nicht neu. Schon im November 2024 fasste es einen solchen Beschluss, damals sollte der neue Markt aber auf einer Fläche direkt gegenüber des bestehenden an der Dachelhofer Straße entstehen. „Das Grundstück wäre schnell verfügbar gewesen“, erklärt Pirzer im Gespräch mit der MZ. Aber es gab auch Bedenken, da der Standort teilweise im amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebiet liegt.
Versorger vor Ort für angrenzende Stadtteile
Dennoch sollte überprüft werden, ob eine Bebauung irgendwie möglich sei. Bei Abstimmungsgesprächen lehnten die Untere Wasserrechtsbehörde beim Landratsamt und das Wasserwirtschaftsamt Weiden dies jedoch ab, wie Stadtbaumeister Reinhard Schade dem Ausschuss berichtete. Also ging die Suche nach einem Grundstück weiter.
„Klein, aber fein“, so beschreibt Daniel Pirzer den Standort an der Dachelhofer Straße. Analysen hätten bestätigt, dass die Lage dort „absolut interessant“ sei. Der Edeka-Markt ist der Versorger vor Ort vor allem für die Bewohner der Stadtteile Dachelhofen, Ettmannsdorf, Egelsee und auch des Hochrainviertels.

Es ist das gemeinsame Interesse von Stadt und Edeka, dass der neue Markt in der Nähe des jetzigen Standorts entsteht. Das nun ins Auge gefasste Areal am Bodenweg befindet sich im Eigentum der Stadt, informierte Schade den Planungsausschuss. Aus städtebaulicher Sicht werde damit zum einen der mittelfristig geplanten Erweiterung des Egelseegebiets in südlicher Richtung Rechnung getragen. Darüber hinaus könne im Zusammenhang mit dem Neubau des Supermarkts der Ausbau des Bodenwegs zur Erschließung des Grundstücks und zur späteren Anbindung des erweiterten Egelseegebiets an die Dachelhofer Straße erfolgen.
Der städtische Planungsausschuss hat mit seinem Einleitungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan jetzt die ersten planungsrechtlichen Schritte auf den Weg gebracht. Daniel Pirzer hofft, dass bis Ende 2026 „Baufreiheit besteht“ und im März 2027 die Arbeiten beginnen können. „Wir wollen das Projekt so schnell wie möglich realisieren, der Betrieb sollte auf jeden Fall vor Weihnachten 2027 angelaufen ein“, so Pirzer.

Er bringt Erfahrung mit. Der Walderbacher betreibt bislang neun Standorte in Neunburg, Regenstauf, Beratzhausen, Parsberg, Mühlhausen, Hainsacker, Köfering, Regensburg und Walderbach. Bald kommt ein Edeka-Center in Roding dazu, Schwandorf soll folgen. Bislang läuft der Markt an der Dachelhofer Straße in Eigenregie von Edeka.
Moderner Markt mit Metzgerei und Backshop geplant
Am Bodenweg soll ein moderner Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von rund 1400 Quadratmetern entstehen. Integriert sind Metzgerei und Getränkeabteilung, im Vorkassenbereich ist laut Pirzer ein Backshop geplant, der ab 6 Uhr geöffnet sei und auch über eine heiße Theke verfüge. Im Sortiment werde in allen Bereichen viel Wert auf regionale Produkte gelegt. Der neue Edeka in Schwandorf werde vergleichbar sein mit dem Markt in Walderbach, dem jüngsten der bislang neun Standorte von Daniel Pirzer.
Der bestehende Edeka-Markt an der Dachelhofer Straße ist nicht mehr zeitgemäß und verfügt nur über 780 Quadratmeter Verkaufsfläche, der Vollsortimenter platzt aus allen Nähten. Für eine Erweiterung bzw. einen Neubau am bisherigen Standort reicht aber der Platz nicht aus. Dieser soll – Stand jetzt – aufgelöst werden, so Pirzer.