732 Flusskreuzfahrtschiffe legten 2025 in Regensburg an

Zum 20-jährigen Jubiläum von Reisedienstleister ARS-Incoming trafen sich Vertreter und Partner der Branche um folgende Frage zu erläutern: Welchen Einfluss haben die Tagestouristen der Flusskreuzfahrtschiffe auf die Stadt?
Wer an einem Vormittag unter der Woche durch die Regensburger Altstadt spaziert, trifft auf wenige Einheimische. Vor allem Touristen schlendern um diese Uhrzeit durch die Gassen der Welterbestadt. Sie kommen mit dem Auto, dem Fahrrad, mit dem Zug – und einige auch mit dem Schiff.
Welche Bedeutung der Tourismus, der über die Donau stattfindet, für Regensburg hat, haben einige Vertreter der Branche am Montag auf der „Bruckmadl“ erläutert. Rahmen der Veranstaltung war das 20-jährige Jubiläum des Reisedienstleisters „ARS Incoming“, der die Flusskreuzfahrten auf der Donau betreut. Im vergangenen Jahr legten 732 Kreuzfahrtschiffe mit durchschnittlich 170 Passagieren an, erzählte ARS-Incoming Gründerin und Inhaberin Kathrin Prockl.
Die Touristen, die mit diesen Schiffen in Regensburg ankommen, bleiben meist nur für einen Tag. Nach einer Stadtführung werden den Besuchern weitere kulturelle Angebote vorgestellt. Der Tagestourismus kurbelt dadurch das Geschäft in der Innenstadt enorm an. „Der Schiffstourismus hält die Stadt und den Einzelhandel sehr lebendig“, betonte Jakob Reitinger von der Regensburg Tourismus GmbH.
Auch Alexandra Meier von der Historischen Wurstkuchl bestätigte, dass die Schifffahrtstouristen die traditionsreiche Küche dankbar annehmen würden.
Touristen geben pro Tag 27-30 Euro zusätzlich aus
Eine Studie der Universität Passau aus dem Jahr 2017 fand heraus, dass ein Tagestourist bei Landgängen im Donau-Raum pro Tag zwischen 27 und 30 Euro für Kleidung, Souvenirs und Kulinarik ausgeben würde. Bei anfangs genannter Nummer der Tagestouristen würde sich das auszahlen, so Prockl. Altstadtkümmerer Stephan Bergmann fügte hinzu, dass die Touristen eine hohe Akzeptanz in der Regensburger Bevölkerung genießen würden, auch weil die Einheimischen wirtschaftlich stark vom Tourismus profitieren würden.
Wenn sich Prockl zum 20-jährigen Jubiläum ihres Unternehmens etwas von der Stadt wünschen dürfte, dann wäre es eine Verbesserung der Toilettensituation in der Altstadt. Es sei eine wiederkehrende Erfahrung der Gäste, keine öffentlichen Toiletten vorzufinden. Auch Meier von der Wurstkuchl bestätigte, dass viele Touristen dann einfach ihre sanitären Einrichtungen benutzen würden. Dadurch entstünden enorme zusätzliche Kosten, bis zu 1000 Euro im Monat, wie sie erzählt. Auch sie wünsche sich eine schnelle Besserung der Lage.
Insgesamt zog Prockl eine positive Bilanz über die professionelle Zusammenarbeit mit ihren Partnern. Sie sieht für das Geschäft mit den Schiffstouristen, die vor allem aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Australien und neuerdings auch China kommen, eine positive Entwicklung für die Zukunft.
Für die kommenden Jahre möchte sie mit ihren Partnern „mit voller Kraft weiterarbeiten“.