Noch ein Klo weniger: Stadt will Toilette am Regensburger Hauptbahnhof vermieten

Von Philip Hell · 18. März 2026 um 05:00

Öffentliche Toiletten sind in Regensburg Mangelware – und demnächst wird die Stadt um eine weitere Toilette ärmer sein. Was steckt dahinter?

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Aus einer Vorlage der Verwaltung zu genderneutralen Toilettenanlagen geht auch hervor, dass die Stadt beabsichtigt, die Toilette am Interims-ZOB an die Stadtwerke zu vermieten. Auf Nachfrage teilt Sprecherin Juliane von Roenne-Styra mit, dass man derzeit noch nicht konkret sagen könne, wann die Toilette verpachtet werden soll. Zu den Mietkonditionen schweigt von Roenne-Styra. Man könne keine Auskunft geben, „weil schutzwürdige Belange Dritter betroffen sind“.

„An diesem Standort schwierig“: Stadt Regensburg macht schlechte Erfahrung mit Toilette

Sollte das Klo tatsächlich vermietet werden, so teilt Stadtsprecherin von Roenne-Styra mit, dann sei die Toilette der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Kostenlos war der Abort ohnehin nicht. 50 Cent mussten Besucher berappen. „Hier sollen Erfahrungen mit dem Betrieb und Aufwand einer kostenpflichtigen Anlage gesammelt werden“, hieß es vor ziemlich genau vier Jahren in einer Vorlage des Planungsamtes, kurz nachdem die Toilette gebaut wurde.

Diese Erfahrungen scheinen nicht die allerbesten zu sein. Zumindest lässt von Roenne-Styra wissen, dass der „Betrieb einer öffentlichen Toilette an diesem Standort schwierig ist“. Tatsächlich war das stille Örtchen mitunter Stadtgespräch. Von Gestank war die Rede. Zum Teil musste das Klo wegen langwieriger Wartungsarbeiten gesperrt werden. Auf der anderen Seite, so führt die Stadtsprecherin weiter aus, benötigten Busfahrerinnen und Busfahrer eine funktionsfähige WC-Anlage am Interims-ZOB. Daher werde die Option einer Vermietung als sachgerechte Lösung angesehen. Weitere Klos befänden sich im Hauptbahnhof und im Petersweg-Parkhaus. Darüberhinaus gebe es eine „Nette Toilette“ im M26 in der Maxstraße.

Stadtwerke wollen Toilette am Bahnhof anmieten

Auch Stadtwerke-Sprecher Martin Gottschalk bestätigt, dass die Toilette angemietet werden soll. „Zu den genauen Modalitäten können wir allerdings mit Blick auf die noch laufenden Gespräch mit der Vermieterin, der Stadt Regensburg, aktuell noch keine detaillierteren Auskünfte geben.“