Rettungshundeteams der Feuerwehren Schwarzhofen und Zirndorf legten Prüfungen ab

Mit großer Spannung und hoher Konzentration stellten sich kürzlich die Rettungshundestaffeln der Feuerwehren Schwarzhofen und Zirndorf einer umfassenden Prüfung. Unter realitätsnahen Bedingungen mussten acht Hundeführer gemeinsam mit ihren vierbeinigen Partnern ihre Einsatzfähigkeit in den Bereichen Gerätearbeit und Unterordnung sowie in den Suchprüfungen RH1 und RH2 unter Beweis stellen.
Zu Beginn standen die Prüfungsbereiche Gerätearbeit und Unterordnung auf dem Recyclinghof in Schwarzhofen auf dem Programm. In der Unterordnung wurde zunächst der Grundgehorsam der Hunde geprüft. Die Tiere absolvierten Aufgaben wie das sichere Gehen bei Fuß, Sitz, Platz, Steh sowie das zuverlässige Verharren auch unter Ablenkung.
Dabei kam es besonders auf das harmonische Zusammenspiel zwischen Hundeführer und Hund an. Gerade im Einsatz ist es entscheidend, dass die Hunde auch in unübersichtlichen und stressigen Situationen präzise auf die Anweisungen ihrer Hundeführer reagieren.
Tiere brauchen Mut, Konzentration und Vertrauen
Anschließend folgte die Gerätearbeit, bei der die Hunde ihre Trittsicherheit und Geländegängigkeit unter Beweis stellen mussten. Unterschiedliche Hindernisse wie eine Fassbrücke, eine Wippe, ein Tunnel, eine Leiter sowie eine Trage stellten die Teams vor anspruchsvolle Aufgaben. Vor allem die beweglichen Geräte verlangten von den Hunden Mut, Konzentration und Vertrauen in ihre Hundeführer. Ziel war es, die Hindernisse zügig, sicher und ohne Zögern zu überwinden – Fähigkeiten, die im Ernstfall über Erfolg oder Misserfolg eines Einsatzes entscheiden können.

Nach diesem ersten Prüfungsteil wechselte das Geschehen nach Bodenwöhr, wo die Suchprüfungen stattfanden. Zunächst mussten sich die Teams in der Prüfungsstufe RH1 beweisen. Diese dient als Eignungstest und überprüft die Grundlagen der Rettungshundearbeit. Auf rund 15.000 Quadratmeter Wald galt es, innerhalb von 15 Minuten zwei Personen aufzuspüren. Neben der Suchleistung wurde insbesondere das Anzeigeverhalten der Hunde bewertet. Die Tiere mussten die gefundenen Personen sicher und eindeutig anzeigen, damit der Hundeführer den Fund zuverlässig erkennen konnte.
Wir trainieren mehrmals pro Woche, oft auch am Wochenende – da steckt unglaublich viel Zeit und Herzblut drin.Tina Giewald, Ausbilderin der Rettungshundestaffel Schwarzhofen
In der anschließenden RH2-Prüfung wurden die Anforderungen nochmals deutlich erhöht: Auf einer Fläche von 30.000 Quadratmeter Wald mussten die Rettungshundeteams innerhalb von 20 Minuten insgesamt vier Personen finden. In dieser Stufe wird die Einsatzreife geprüft. Die Hunde mussten selbstständig arbeiten und präzises Anzeigeverhalten zeigen. Fehlerhaftes Anzeigen oder nicht gefundene Personen führen zum Nichtbestehen.
Ausbildung der Teams dauert zwei bis vier Jahre
Die Ausbildung zum einsatzfähigen Rettungshundeteam dauert in der Regel zwei bis vier Jahre. Umso größer war die Freude bei allen acht Teilnehmern, die ihr Können unter Beweis stellen konnten.
Die Prüfung hielt der Landesfeuerwehrverband Bayern ab. Als Prüfer für Gerätearbeit und Unterordnung sowie die RH1-Prüfung war Emil Pollnow von der Freiwilligen Feuerwehr Aschheim im Einsatz. Die RH2-Prüfung wurde von seiner Kollegin Christina Lex abgenommen.
Die Ausbilderin der Rettungshundestaffel Schwarzhofen, Tina Giewald, erklärte: „Wir trainieren mehrmals pro Woche, oft auch am Wochenende – da steckt unglaublich viel Zeit und Herzblut drin. Umso schöner ist es, wenn sich die ganze Arbeit in der Prüfung auszahlt.“
