Das ist das autonome Fahrzeug für Neustadt a. d. Donau

Einen Termin für den Start eines neuen Projekts zum Thema Mobilität in Neustadt a. d. Donau gibt es immer noch nicht. Ein selbstfahrender Bus soll dabei die Kernstadt mit dem Kurort Bad Gögging verbinden. Immerhin ist jetzt bekannt, welches Fahrzeug dabei zum Einsatz kommen soll.
Vor einigen Tagen wurde laut einer Pressemitteilung des Landratsamts das autonome Fahrzeug „SUE – Self-Driving Urban E-Shuttle“ bei den Uedelhoven Studios in Gaimersheim vorgestellt. Auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte die Pressestelle im Landratsamt, dass es sich dabei um das Fahrzeug handelt, das beim Projekt in Neustadt a. d. Donau, das eigentlich schon voriges Jahr hätte starten sollen, zum Einsatz kommen soll.
Aus der Kreisbehörde gibt es allerdings weiter keinen Termin für den Start des Projekts. Auf eine entsprechende Frage gibt es jetzt folgende Antwort: „Der Betrieb hatte sich seit vergangenem Jahr aus verschiedenen Gründen, die nicht beim Landkreis als Konsortialpartner lagen, verzögert.“ Die Firma Uedelhoven sei weiterhin an einem autonomen Betrieb in Neustadt a. d. Donau interessiert. „Wir unterstützen zwar das Vorhaben, seit dem Ende des Förderprojekts SUE im September 2025 ist der Landkreis jedoch nicht mehr aktiv in die Umsetzung eines Realbetriebs eingebunden.“ Die weitere Umsetzung liege im Verantwortungsbereich des Unternehmens.
Es werden Sponsoren für die Testphase in Neustadt a. d. Donau gesucht
Genaueres gibt es aus der Presseabteilung des Unternehmens. So hätte sich vergangenes Jahr der Testbetrieb in die Wintermonate gezogen. „Das Fahrzeug benötigt aber Temperaturen von mindestens vier Grad“, ist dazu zu hören. Also verschob man den Start in dieses Jahr. Gleichzeitig sei in der Tat die Förderung ausgelaufen. Deshalb habe man sich seitens der Firma neue Partner gesucht - und diese im TüV und in einer Hochschule auch gefunden. Gemeinsam wolle man nun Sponsoren für die Testphase gewinnen.
„Die Firma Uedelhoven ist weiterhin daran interessiert, einen Testbetrieb in Neustadt a. d. Donau durchzuführen“, heißt es aus der Pressestelle. Derzeit könne aber kein Termin genannt werden. Das Fahrzeug soll außerdem in Kelheim getestet werden. Auch dafür gebe es aber noch keinen Zeitraum.
Bis zu 50 Stundenkilometer schnell
Immerhin stellte man jetzt das vollelektrische, straßenzugelassene Shuttle erstmals der Öffentlichkeit vor. „Ziel des Projekts ist es, autonome Mobilität für den realen Einsatz im öffentlichen Verkehr nutzbar zu machen“, heißt es in der Pressemitteilung dazu. Das Fahrzeug wurde demnach vollständig in Deutschland entwickelt. Es sei für Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometer ausgelegt und speziell für den Einsatz in bewohnten Räumen konzipiert. Das Shuttle biete Platz für bis zu acht Fahrgäste in zwei räumlich getrennten Kabinen.
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Das Projekt wurde durch die Bundesrepublik Deutschland sowie die Europäische Union gefördert. Fördergeber war das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Im Konsortium arbeiteten zehn Partner aus Industrie und Forschung eng zusammen, darunter unter anderem die Uedelhoven GmbH & Co. KG, Faissner Petermeier Fahrzeugtechnik AG, DB Regio, Tüv Nord Group, das Fraunhofer EMFT, die Technische Hochschule Ingolstadt, die ElringKlinger AG, das IFG Ingolstadt Kommunalunternehmen Anstalt des öffentlichen Rechtes der Stadt Ingolstadt, das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik und der Landkreis Kelheim.
Schilder sind in Neustadt a. d. Donau seit Monaten zu sehen
Wie berichtet sind seit Monaten entlang der Herzog-Ludwig-, der Bahnhof und der Landshuter Straße dreieckige Schilder mit schwarzem Rand und gelbem Feld zu sehen. Darauf geschrieben steht: „Vorsicht! Autonomes Fahrzeug“. Konkret stehen Schilder etwa auf der Brücke über die Bahngleise, an den Einmündungen der Herrnstraße und des Volksfestplatzes.

Wenn das Fahrzeug erst einmal auf den Neustädter Straßen unterwegs ist, soll ein sogenannter Operator bei den Fahrten immer an Bord sein, um im Notfall eingreifen zu können. Es sollen die Limes Therme, die Römerbadkliniken, das Gewerbegebiet Süd, die Innenstadt von Neustadt a. d. Donau sowie der Bahnhof verbunden werden. Sechs Haltestellen seien bereits bestehende Kexi-Haltestellen, vier kämen neu hinzu.
Der Schwerpunkt des Projekts liege laut Landratsamt auf der Entwicklung und Erprobung des autonomen Fahrzeugs, nicht auf einem dauerhaften öffentlichen Betrieb. Deshalb werde es nur einen kurzen Testbetrieb geben.