Punktesystem entscheidet: 50 Bewerber für zwölf neue Bauparzellen im Chamer Stadtteil Hof

Sonnenschein und ein weiter Blick in Richtung Cham und Chammünster. Es herrschten am Montagmittag beste Bedingungen beim Spatenstich für das neue Baugebiet am Ortsende von Hof. Die Bürger haben die Vorzüge offensichtlich schon erkannt: Es gibt für die zwölf Bauparzellen auf den 14.000 Quadratmetern bereits 50 Bewerber.
Bürgermeister Martin Stoiber freute sich über die vielen Bauwillligen. Die Stadt habe im Bauausschuss Punktekriterien erarbeitet, nach denen die Parzellen transparent vergeben werden sollen. Sie wünscht sich junge, engagierte Familien als Bauherrn. Die Starkregen-Thematik, die in diesem Gebiet immer wieder eine Rolle spielt, ist im Vorfeld abgearbeitet worden, versichert Stoiber. Die Planung berücksichtige eine Pufferung mit verzögerter Einleitung in den Kanal. Allerdings sagte der Bürgermeister auch: „Wenn die Natur richtig zuschlägt, dann wird alles überflutet, was der Mensch planen kann.“
Termindruck wegen Feuerwehrfest in Hof
Stoiber geht davon aus, dass am Ende der Quadratmeter 120 Euro kosten wird und die Erschließung rund eine halbe Million. Vergeben wurde der Auftrag an die Baufirma Gruber, an deren Chef Siegfried Rinkl, der Bürgermeister einen besonderen Wunsch hatte, der ein wenig Druck aufbaut: Die Baustelle muss 14 Tage vor dem Hofer FFW-Fest am 17. Juli fertig sein. Dazu erklärte Rinkl kurz und knapp: „Das schaffen wir!“
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Dem Wunsch schlossen sich die beiden Ortsteilstadträte Thomas Platzer und Stefan Schönberger an. Beide freuen sich, dass sich so viele Bürger für das Baugebiet interessieren und hoffen, dass dort Menschen wohnen werden, die das Dorfleben bereichern. Schönberger berichtete, dass die Straße, die das Baugebiet erschließt, in Anlehnung an alte Zeiten „Bräuwiese“ heißen wird, was die älteren Hofinger Bürger besonders freue.
Auf der Suche nach Lücken und Abrundungen
Die Bauplätze werden 725 bis 1168 Quadratmeter Fläche haben und in zwei Reihen angeordnet sein. Bürgermeister Martin Stoiber versicherte vor Ort, dass die Stadt aufgrund der zahlreichen Vormerkungen von Bauwilligen mehr Druck hinter Ortsabrundungen setze und dort bereits mehrere Bauvorhaben genehmigt habe. Außerdem sollen Lückenschlüsse genutzt werden. „Wir haben genügend Baulücken, aber die Besitzer müssen halt auch bereit sein, zu verkaufen“, umriss Stoiber die Problematik.