Bürgermeister-Stichwahl in Berching: Die Bürgerliste beendet eine CSU-Ära

Von Bernhard Neumayer · 22. März 2026 um 21:23

Dass Dietmar Zeller mit seinen 44 Prozent im ersten Wahldurchgang sehr gute Siegchancen bei der Stichwahl haben würde, war klar. Dass er am Sonntag aber so deutlich zum Bürgermeister gewählt wurde, ist durchaus überraschend, kommentiert MZ-Redakteur Bernhard Neumayer.

Doch das Signal der Bürger ist eindeutig: Viele Berchinger wollen einen Bürgermeister aus ihrer Gemeinde – mit Zeller bekommen sie einen aus dem größten Ortsteil der Gemeinde, aus Pollanten.

Er punktete im Wahlkampf aber nicht nur mit Ortskenntnis, sondern präsentierte sich sehr bürgernah, war sachlich, fleißig und brachte seit seinem Einzug in den Stadtrat im Januar 2024 dort regelmäßig vernünftige Ideen ein. Mit seinem Auftreten hat Zeller die Herzen der meisten Wähler gewonnen.

Diese hatte auch Hollweck versucht, für sich zu erobern. An rund 4000 Haustüren hatte er im Wahlkampf geklingelt, um sich als Deininger einen Namen in Berching zu machen. Vergebens. Die Bürde, als „Fremder“ die Wahl für die Berchinger CSU zu gewinnen, war zu groß.

Damit endet in sechs Wochen eine Ära der CSU-Bürgermeister in Berching. Mit der Bürgerliste übernimmt eine Gruppierung, die sich erst Anfang 2025 gegründet hat. Wie gut sich Zeller wirklich als Bürgermeister macht, wird sich zeigen.