Neue Bauhof-Halle in Waldmünchen und neuer Hochspeicher in Spielberg

Von Martin Hladik · 18. März 2026 um 14:51

Zwei städtische Bauprojekte und vier private Bauanträge beschäftigten am Dienstag den Bauausschuss. Bei einem Termin vor Ort besuchten die Ausschussmitglieder zunächst den Bauhof. Dort wurde der Standort der geplanten Fahrzeughalle festgelegt. Rund 200 000 Euro Kosten sieht der Haushaltplan für die Halle vor.

Zunächst erinnerte Bürgermeister Markus Ackermann daran, dass die Halle schon lange ein Wunsch der Stadträte sei, aber über Jahre hinweg wegen der Kosten zurückgestellt wurde. Etliche Fahrzeuge und Gerätschaften des Bauhofes seien deswegen über die Stadt verteilt eingelagert. Dieses Provisorium wolle man beenden.

Zwei Standorte sind für die Fahrzeughalle möglich

Vor Ort diskutierten die Mitglieder des Bauausschusses über zwei Standortmöglichkeiten für die Halle. Die Halle wird etwa 12 mal 30 Meter groß und soll ein großes Vordach zum Unterstellen von Gerätschaften haben. Bürgermeister Ackermann machte zudem deutlich, dass die Halle „von der Stange“, also ohne aufwendige Planung erstellt werden soll, um Kosten zu sparen. Dem Bauhofleiter Mario Hallermeier war bei der Standortwahl wichtig, dass die Halle von beiden Seiten mit großen Fahrzeugen anfahrbar sein muss. In der Halle sollen ein Fendt, der Bagger, ein Lastwagen, vier Pritschenwagen und die jeweiligen Zusatzgeräte untergebracht werden.

Die grundsätzlichen zwei Aufstellungsmöglichkeiten waren ein Bau nahe des jetzigen Hauptgebäudes des Bauhofes, oder etwas abgerückt davon auf einer freien Fläche parallel zu einer bereits bestehenden Halle. Auf Vorschlag von Siegfried Wagner soll die Halle jetzt rechtwinklig zum Werkstattgebäude gebaut werden. Ob mit einem Anschluss zum bestehenden Gebäude oder einer Freifläche mit Waschplatz wurde noch nicht geklärt. Die Planung wird jetzt Dieter Müller vom gleichnamigen Ingenieurbüro übernehmen. Geplant ist, die Halle noch in diesem Haushaltsjahr fertigzustellen. Der besondere Charme dieser Planung liegt für Wagner darin, dass das Gebäude im Bedarfsfall noch erweiterbar wäre.

Die Stadtwerke Waldmünchen planen den Hochbehälter bei Spielberg zu erneuern. Die Erneuerung ist Teil der insgesamt angestrebten Verbesserungen im Leitungsnetz und soll unter anderem der Druckverbesserung, aber auch der Versorgungssicherheit von Spielberg und Ast in trockenen Sommerjahren dienen. Damit steht der Bau auch in Zusammenhang mit dem geplanten vierten Tiefbrunnen im Quellgebiet Rieselhänge. Der Hochbehälter wird etwa 800 000 Euro kosten und soll im Laufe der nächsten zwei Jahre entstehen, sagte Stadtwerkechef Stefan Höcherl auf Nachfrage.

Der neue Hochbehälter wird gegenüber dem alten Hochbehälter etwas bergwärts nach oben verschoben. Das neue Bauwerk für Ast/Spielberg soll zweimal 165 Kubikmeter Volumen haben, hieß es in der Planungssitzung vom November 2024.

Bei den privaten Bauanträgen fallen zunächst zwei Anträge auf, bei denen bestehende Grundstücke und Gebäude innerhalb eines Familienverbandes baulich erweitert werden. So soll im Schwarzholzweg bei Geigant neben einem bestehenden Gebäude im Außenbereich ein weiteres Einfamilienhaus mit Garage entstehen. Der Wasser- und Straßenanschluss ist vorhanden. Ein Anschluss an die Kanalisation liegt nicht vor. Bei einem anderen Bauprojekt in Häuslarn 12 wird der alte Teil eines Haus abgerissen und ein neues Einfamilienhaus angebaut. Auch hier liegt das Gebäude im Außenbereich, ist aber ein Ersatzbau für ein bestehendes Gebäude. In beiden Fällen kommentierte Bürgermeister Ackermann die Bauvorhaben als „erfreulich“ und wegen des Wohnraums für junge Familien als im Sinne der Stadt. Die Zustimmung wurde erteilt.

Mit den Bauanträgen für den Neubau eines Einfamilienhauses im Erlenweg 8 und einer Dreifach-Garage im Erlenweg 10 beschäftigte sich der Bauausschuss auch. Hier musste der Bauwerber einen Bauantrag nachreichen, obwohl das Wohnhaus bereits steht, weil das Haus im Bereich des Balkons leicht von den Vorschriften des Baufreistellungsverfahrens abweicht. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Antrag für eine Dreifachgarage mit Lager und Gewächshaus eingereicht. Unter anderem wegen der Hanglage erreicht dieses Gebäude die Dimension eines Wohnhauses. Auch dieses Projekt erhielt die Zustimmung .

Ein „größerer Carport“ bei Firma in Untergrafenried

Mit der Umplanung einer ursprünglich angedachten Halle bei der Firma B&B Plastforming in Untergrafenried beschäftigte sich der Ausschuss im Anschluss. Bürgermeister Ackermann sagte, für die gleiche Stelle sei schon 2019 ein Bauantrag für eine Halle genehmigt gewesen. Jetzt habe die Firma die Pläne etwas verändert. Nun soll an einer Winkelstützmauer der Neubau eines Unterstellplatzes entstehen. Peter Fellner vom Bauamt bezeichnete den Bau als einen „etwas größeren Carport“. Ackermann lobte die Investitionen des Unternehmens, die Räte stimmten dem Bauvorhaben zu.