Lämmchen Mucki – das süßeste Flaschenkind im Landkreis Regensburg

Der kleine Bock wurde nach einer Zwillingsgeburt verstoßen. Nun zieht Klaudija Promberger das Tier in Nittendorf (Landkreis Regensburg) mit der Flasche groß. Und „Mucki“ liebt seine „Ziehmama“ innig, wie er beim Besuch unseres Videoteams zeigt.
Auf der Schafweide der Familie Promberger in Schönhofen (Lkr. Regensburg) gibt es süßen Nachwuchs – und mittendrin ein besonderes Lämmchen: Mucki, ein Böcklein aus einer Zwillingsgeburt, wurde von seiner Mutter verstoßen. Seitdem ist er das Anhängsel von Klaudija Promberger.
Das Lämmchen wird alle drei Stunden mit spezieller Milch versorgt. Sobald das zehn Tage alte Schaf seine „Ziehmama“ entdeckt, kommt es freudig angesprungen und nuckelt in wenigen Sekunden seine Flasche leer. Tagelang sei ihr das Lämmchen auf Schritt und Tritt gefolgt und habe nach ihr gerufen, erzählt Promberger. Inzwischen hat sich Mucki den Schafen und Lämmern auf der Weide angeschlossen. Die Natur regle sich selbst, ohne menschliches Zutun, ist die Landwirtin, die den alteingesessenen Hof mit ihrem Mann Heinrich und den beiden Söhnen betreibt, überzeugt.
Beliebtes Ziel von Wanderern und Spaziergängern
Den Hof mit Blick auf die Juraausläufer und die bekannte Nadelspitze gab es bereits im Mittelalter. Es war Gesindehof des Schönhofener Schlosses, das einst dort stand, wo heute ein Autohändler seine Halle hat. Auch Wasserkraft wurde auf dem Anwesen bereits seit dem 15. Jahrhundert genutzt. Damals wurde in einem sogenannten Hammerwerk mit Hilfe der Wasserkraft ein Schmiedehammer betrieben, mit dem Waffen hergestellt wurden. 1864 wurde auf dem Betrieb eine Glasschleife errichtet, in der bis Mitte des 20. Jahrhunderts mit Wasserräder angetrieben Spiegelglas geschliffen wurde. Seit 1909 ist das Anwesen in Familienhand.

Jetzt, im Frühjahr, kommen wieder viele Wanderer und Spaziergänger vorbei und erfreuen sich an der Bilderbuchlandschaft und den Schafen der Prombergers, die direkt an der Schwarzen Laber weiden. Ein paar Wochen wird Klaudija Promberger als Ersatzmama noch alle Hände voll zu tun haben, bis auch der kleine Bock Mucki herangewachsen ist. Bei der Herde wird er auf Dauer aber nicht bleiben können. Der Abschied, das weiß sie von früheren Flaschenkindern, wird schmerzhaft.