Nordgautag, Volksfest, Flussbühne: Ein Kultur-Highlight jagt in Roding das Nächste

Das große Kulturfest der Oberpfälzer, der Nordgautag, das 71. Volksfest, Konzerte verschiedenster Art auf der Flussbühne im Regen – viele kulturelle Highlights stehen in Roding in diesem Jahr an.
Einen Überblick darüber gab es für die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Sport, Jugend und Soziales in der jüngsten Sitzung. Die Vorfreude auf die Veranstaltungen war dabei bereits spürbar.
Sehr viel sei beim Jubiläums-Volksfest (es fand bereits zum 70. Mal statt) im vergangenen Jahr gut gelaufen, sagte Eventmanager Sebastian Gabler, unter anderem habe sich der neue Ort für das Zelt näher am Fluss bewährt. Deshalb stünden in diesem Jahr nur kleinere „Optimierungen“ an.
Volksfest: Viel Bewährtes wird beibehalten
Das Volksfest steigt vom 27. Juni bis zum 5. Juli. Die Gespräche mit Festwirt Stefan Fichtl, der im vergangenen Jahr zur Premiere großes Lob erhielt, und den anderen Beteiligten liefen, so Gabler. Bald soll das Programm endgültig fixiert werden, kündigte der Eventmanager an. Alle Schausteller hätten Verträge, neu kommt heuer das Fahrgeschäft „Breakdance“, dafür fällt ein anderes weg. In Gesprächen sei er mit einem Döner-Anbieter, der den griechischen Stand übernehmen könnte. Gerade bei den Essenständen müsse man aber sehen, wo man sie hinstelle, damit es Sinn mache, erläuterte Gabler.
Sehr viel zu parallel zu organisieren sei derzeit beim Nordgautag, dem Kulturfest der Oberpfalz, das vom 16. bis 19. Juli erstmals in Roding stattfindet. Zahlreiche Veranstaltungen verschiedenster Art werden an 20 Orten im Stadtgebiet stattfinden, auch in den Ortsteilen. Das genaue Programm und der Zeitplan werden derzeit in Absprache mit dem Oberpfälzer Kulturbund finalisiert und dann in einem Flyer sowie im Internet veröffentlicht.
Großer Umzug zum Abschluss des Nordgautags
Ein besonderes Highlight ist Festzugs am Sonntagnachmittag, der weit größer sein wird als bei Volksfeste. Dabei feiert der neue Festwagen der Stadt Roding seine Premiere. Er wird auch in Zukunft als Botschafter für die Stadt im Einsatz sein. Für die Gestaltung holte sich die Kommune Unterstützung durch das Architekturbüro quadrat45°. Architekt Florian Brunner und sein Team haben den „Spirit“ der Veranstaltung eingefangen und in ein ausdrucksstarkes Design übersetzt. Der Festwirt des Volksfestes, Stefan Fichtl, stellt seinen Oldtimer-Mercedes-Transporter zur Verfügung. Auf der Ladefläche des Fahrzeugs wird das preisgekrönte Leitmotiv „Stadt – Land – Regen“ plastisch zum Leben erweckt. Rodings Innenstadt und die markante Regen-Reibn bilden den Sockel, gedruckt auf aufgefaltete schräge Ebenen, die auch aus Fußgängerperspektive einen guten Blick auf das Motiv ermöglichen.. „Das wird ein echter Hingucker“, ist sich Bürgermeisterin Alexandra Riedl sicher.
Auch die Route des großen Umzugs steht mittlerweile. Start ist bei der Kreuzung des ehemaligen Zweiradgeschäftes Haller in Mitterdorf. Dann geht es die Regenbrücke in die Altstadt und in einer Schleife hinunter zum Esper. Die spiegle auch das Motto „Stadt – Land – Regen“ wieder, erläuterte Riedl.
Route führt von Mitterdorf nach Roding
20 bis 30 Pferde sowie zehn bis 15 Wägen werden in Roding erwartet, machte Gabler die Dimensionen des Umzugs deutlich. Wiesen sollen als zusätzliche Parkplätze dienen.
Bei der Umsetzung des Sicherheitskonzepts helfen neben den Feuerwehren auch THW und BRK. Auch die Bundeswehr könnte mit dabei sein, wenn es nicht zu viele bürokratische Hürden gibt, so Gabler. Der Umzug endet am Esper, wo neun Gastronomen die Besucher verköstigen werden. Mit 2000 bis 3000 Gästen rechnet die Stadt. Gabler versucht derzeit, einen Doppeldecker-Bus mit Open-Air-Terrasse als besondere Attraktion zu holen. Das Ende ist für 20 Uhr geplant, außer, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erreicht das Finale bei der Weltmeisterschaft. Für diesen Fall „werden wir eine Möglichkeit bieten, dass die Menschen das Spiel am Esper verfolgen können“, kündigte Riedl an.
Flussbühne: Erstmals externe Anbieter
Ein Alleinstellungsmerkmal für Roding ist die Flussbühne. Auch in der neuen Saison wird sie vielfältig bespielt, unter anderem auch erstmals von drei externen Veranstaltern. Das Programm reicht von Konzerten für Kinder über Chorauftritte bis zu Rock und Comedy. Auch für die Flussbühne wird es wieder einen Flyer mit dem genauen Programm geben, der in Kürze vorgestellt wird, kündigte Gabler an.
Satzungen und Terminkalender
Gebührensatzung in Turnhallen: Thema in der Sitzung war die Anpassung der Gebührenordnung in den städtischen Turnhallen. Dabei gehe es um eine Vereinfachung für die Verwaltung, nicht um eine Gebührenerhöhung, betonte Bürgermeisterin Alexandra Riedl. Bisher habe es eine „Spitzabrechnung“ gegeben, nun schließt sich die Stadt dem Landkreis an. So wird künftig pauschal je gebuchtem Slot sowie differenziert nach ganzjähriger beziehungsweise reiner Winternutzung abgerechnet. Die Gremiumsmitglieder stimmten der neuen Satzung einmütig zu.
Förderrichtlinien zusammengefasst: Zusammengefasst und damit ebenfalls vereinfacht wurden die Förderrichtlinien der Stadt zur Förderung von ehrenamtlichen Engagement. Vieles wurde dabei beibehalten, es gab aber auch einige Änderungen beziehungsweise Erhöhungen, etwa bei der Förderung für Vereine bei den Sportplätzen. Riedl betonte in diesem Zusammenhang, dass jeder Verein selbst für seine Plätze verantwortlich ist.
Terminüberschneidungen möglichst vermeiden: Ein großes Anliegen ist der Rathaus-Chefin, dass die Vereine sich bei der Planung ihrer Feste und Versammlungen am Veranstaltungskalender der Stadt orientieren, der auf der Homepage der Kommune zu finden ist, orientieren. „Dort stehen Termine schon teilweise sehr lange im Voraus drin“, sagte sie. So könnten unnötige Überschneidungen bei Terminen vermieden werden, was auch im Sinne der Vereine sei: „Die Leute können ja nur auf eine Veranstaltung gehen.“