Hund in Bruck totgefahren: Vier Geschwister vermissen ihre Französische Bulldogge Rocky

Für die Geschwister Ayleen, Emily, Lena und Timo ist eine Welt zusammengebrochen: Ihr Hund Rocky, gerade einmal elf Monate alt, wurde vor ihrem Haus in Bruck (Landkreis Schwandorf) von einem Auto erfasst. Die Französische Bulldogge hat den Unfall nicht überlebt. Den vier Kindern bleiben nur Erinnerungen und Fotos von ihrem Rocky. Die Mutter der vier Kinder fragt sich nun, wer einen Hund anfährt und dann einfach liegen lässt. Und sie ist sich sicher: Am Auto des Flüchtigen muss erheblicher Schaden entstanden sein.
Wie berichtet, war der Vierbeiner am Montag, 2. März, gegen 13.15 Uhr in der Sollbacher Straße in Bruck zusammengefahren worden. Wegen der Gesamtumstände sei davon auszugehen, dass der Hund kurz vor dem Auffinden von einem bislang unbekannten Fahrzeug angefahren und liegen gelassen wurde, hieß es dazu im Polizeibericht. Die Beamten haben Ermittlungen eingeleitet und bitten weiter um Hinweise unter der Telefonnummer (09436) 9038930.

Rocky hatte als Junghund eigentlich noch das ganze Leben vor sich. Er war ein verspielter Vierbeiner und ein „begeisterter Fußballer“, wie sein Frauchen der MZ erzählt. Vor allem mit den Kindern und seinem Artgenossen Balu, einem vierjährigen Chihuahua-Pudel-Mix, habe er gern getobt.
Rocky und Balu büxten in einem unbeobachtetem Moment aus
Die ersten warmen Sonnenstrahlen am Montagmittag haben Balu und Rocky nach draußen in den Garten gezogen. Und dann ist es passiert: In einem unbeobachtetem Moment büxten die beiden Hunde aus, und die Französische Bulldogge, immerhin 16 Kilogramm schwer, wurde von einem Auto erfasst. „Meine Schwiegereltern, die nebenan wohnen, haben es sogar scheppern gehört“, erinnert sich die Besitzerin.
Schnell eilt die Familie ihrem Hund zu Hilfe. „Er hat noch einmal seinen Kopf gehoben“, sagt sein Frauchen. Eine Tierärztin in Neunburg wollte sich umgehend um Rocky kümmern. Doch so weit kam es nicht mehr. Der Atem der Französischen Bulldogge wurde Minuten nach dem Unfall immer schwerer. Der Vierbeiner wurde bewusstlos und starb daheim. „Wir standen alle unter Schock“, so die Halterin.
Feiges Verhalten an den Tag gelegt
Die vierfache Mutter will dem Autofahrer, der ihren Hund erfasst hat, keinen Vorwurf wegen des Unfalls machen. „Das kann jedem passieren“, sagt sie. „Feige“ findet sie es allerdings, dass dieser nicht angehalten oder wenigstens bei der Polizei angerufen hat. Die Bruckerin ist sich sicher, dass an dem Auto mit Blick auf Rockys Gewicht erheblicher Schaden entstanden sein muss. Außerdem hofft sie, dass durch den Unfall die Autofahrer in der Sollbacher Straße wieder vorsichtiger fahren. „Da wird teilweise richtig gerast“, ärgert sich die Frau.
Die Familie versucht derweil den Schock zu verarbeiten. Rocky wurde bereits im Garten beerdigt. Für die Geschwister Ayleen, Emily, Lena und Timo war der Abschied schwer. „Die Kinder haben zwei Tage geweint. Sie vermissen Rocky sehr“, sagt ihre Mutter.