Klarer Sieg für Heike Faltermeier: Brucks CSU-Bürgermeisterin holte 75 Prozent

Von Renate Ahrens · 8. März 2026 um 23:15

Applaus brandete im Rathaussaal in Bruck auf, als gegen 18.45 Uhr das vorläufige Ergebnis der Bürgermeisterwahl verkündet wurde: 75 Prozent der Wähler stimmten für die amtierende CSU-Bürgermeisterin Heike Faltermeier. Auf den SPD-Kandidaten Gregor Wettinger entfielen 25 Prozent der Stimmen.

Sichtlich erleichtert und zugleich überwältigt zeigte sich Faltermeier, nachdem das Ergebnis feststand. Zahlreiche Parteimitglieder, Freunde und Familienangehörige hatten die Auszählung im Rathaus gespannt verfolgt. Gebannt blickten sie auf den großen Monitor, auf dem die Ergebnisse der einzelnen Stimmbezirke erschienen. Minutenlang herrschte angespannte Stille im Saal. Doch bereits früh zeichnete sich ab, dass Faltermeier deutlich vor ihrem Herausforderer lag.

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Die 53-Jährige war im Jahr 2020 erstmals zur Bürgermeisterin des Markts Bruck gewählt worden. Am Sonntag, am späten Nachmittag , hatte sie erklärt, mit 60 Prozent der Stimmen wäre sie zufrieden – dass am Ende sogar drei Viertel der Wähler für sie votierten, habe ihre Erwartungen deutlich übertroffen.

Amtsinhaberin sorgte sich wegen Debatte um Rewe

Zu den ersten Gratulanten gehörten ihr Ehemann Stefan sowie die Kinder Sina (23) und Marco (28). Auch ihre Mutter Marianne Stahl war unter den Gästen und konnte ihre Emotionen kaum verbergen. Bei der Umarmung mit ihrer Tochter flossen Tränen der Freude.

Am Ergebnis habe sie nie gezweifelt, sagte sie. Bedauerlich sei nur, dass Faltermeiers Vater diesen Moment nicht mehr miterleben könne. „Er hat Heikes Wahl 2020 noch voller Freude verfolgt“, erzählte sie. „Nie hätte er gedacht, dass sein Dirndl einmal Bürgermeisterin von Bruck wird.“ Auch 2. Bürgermeister Robert Feuerer (CSU) gratulierte der Amtsinhaberin und sprach von einem verdienten Erfolg. „Das ist der Lohn für Deine Arbeit“, sagte er anerkennend.

Faltermeier spricht von Vertrauensbruch

Vor der Auszählung der Stimmen hatte Faltermeier noch befürchtet, dass die Diskussionen um den geplanten Rewe-Markt ihrer Wiederwahl schaden könnten. Besonders die Aussagen des Bodenwöhrer Bürgermeisters Georg Hoffmann (CSU) so kurz vor der Wahl hätten sie enttäuscht. „Das war für mich ein gewisser Vertrauensbruch“, sagte Faltermeier. Zudem kritisierte sie den Wahlkampf der SPD als „nicht immer fair“.

Umso erleichterter zeigte sie sich darüber, dass die Kontroversen um das Rewe-Projekt offenbar weniger Einfluss auf das Wahlergebnis hatten als befürchtet. „Die Bürger haben mit ihrer Wahl ihre Wertschätzung für unsere Arbeit gezeigt“, sagte sie. Faltermeier dankte den Wählern für ihr Vertrauen sowie der Verwaltung und dem Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit. „Das Ergebnis motiviert mich sehr. Jetzt können wir die anstehenden Aufgaben anpacken und konzentriert weiterarbeiten.“

Gregor Wettinger, der am frühen Abend noch guter Dinge gewesen war und auf etwa 30 Prozent gehofft hatte, zeigte sich nach Bekanntgabe des Ergebnisses enttäuscht. „Mit 25 Prozent habe ich mir mehr erhofft“, sagte er. Das Resultat spiegle jedoch das aktuelle Stimmungsbild in Bruck wider. Man werde nun zunächst das Ergebnis der Gemeinderatswahl abwarten und anschließend eine Analyse vornehmen.

Kindergarten und Turnhalle wichtige Projekte im Markt

Eine kurze Verschnaufpause will sich die wiedergewählte Bürgermeisterin trotz aller anstehenden Aufgaben gönnen: In einer Woche plant sie einen Urlaub am Gardasee. Danach stehen wichtige Projekte auf der Agenda – darunter der Kindergarten, die Turnhalle sowie die Sanierung der Wasserleitungen. „Ich setze weiterhin auf ein gutes Miteinander, auf Transparenz und Ehrlichkeit“, betonte Faltermeier.

Bei der Bürgermeisterwahl 2020 hatte sie 43,2 Prozent der Stimmen erhalten. In diesem Jahr lag die Wahlbeteiligung in Bruck bei 66,4 Prozent. Insgesamt entfielen 1760 Stimmen auf Faltermeier und 587 auf Wettinger.